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Die Hanfberatung im Hanf Journal- Erste Hilfe für Kiffer

Kascha ist per e-Mail über kascha@hanfjournal.de zu erreichen.
Publiziert am: 06.04.09 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Kascha
Thomas (18) fragt:
„Hi Kascha,
erstmal dickes Lob an das Hanfjournal-Team und an dich, dass du dir die Zeit nimmst soo viele Fragen zu beantworten!
Leider weiß ich zur Zeit nicht, was ich machen soll: Meine Mutter leidet schon länger (mind. 8 Jahre) an Migräne. Selbst starke Medikamente und unzählige Besuche beim Arzt konnten ihr bisher nur begrenzt helfen. Erst letzten Sonntag war sie richtig platt und ich konnte mir gar nicht anschauen, was sie alles für Medikamente geschluckt hat. Jedoch ohne Erfolg! Meine Mutter vermeidet eigentlich so gut es geht chemische Medikamente und versucht auch uns möglichst durch Pflanzen zu heilen (bei Erkältungen, ...)! Nun was über mich: Ich bin 18 und habe zum erstem Mal mit 15 gekifft. Ich kiffe allerdings nur gelegentlich und wollte es vor allem in den jungen Jahren nicht übertreiben, um Persönlichkeitsstörungen oder ähnliches zu vermeiden. Da ich seit ca. Oktober ne heftige Erkältung (Sinusitis/Bronchitis) hatte/habe und meine Bronchien immer noch nicht ganz fit sind, habe ich mit dem Gedanken gespielt mir einen Vaporizer zuzulegen, mit dem ich neben Cannabis (erweitert die Bronchien/löst Sekret) auch noch andere Kräuter, die meinen Bronchien helfen, verdampfen kann. Somit kann ich auch pur rauchen (Ich bin Nichtraucher und von Tabak wird mir immer schlecht). Das wär auch das Hauptargument, was ich meinen Eltern sage: „Der Arzt hätte mir einen Vaporizer empfohlen, die Kosten muss ich aber selber tragen... so könnten evtl. meine Eltern sogar was dazu beisteuern.“ :) Den Köder haben sie erstmal geschluckt, nur meine Mutter meinte, ich soll auf die klassische Weise vaporisieren (Topf mit kochendem Wasser und Kräutern).
Meine Fragen:
- Da ich relativ schlecht an Gras komme: Kann ich Hasch auch im Vaporizer verdampfen? Wie gehe ich vor? Evtl. mit Knaster mischen?
- Meine Eltern sind extrem konservativ (Kein Alkohol, Rauchen, Drogen) und ich weiß nicht, wie ich meine Mutter andrehen könnte es mal mit Cannabis zu probieren.
Hab mir überlegt, ich mach ihr einen Hasch-Kakao oder lass sie mal am Vaporiser ziehen (wo natürlich nur legale Kräuter drin sind *IRONIE*), wenn sie sich wieder über Kopfschmerzen beklagt. Das würde ich dann einfach öfter mal ausprobieren, und sie dann mit dem Thema „Cannabis als Medizin“ konfrontieren, nachdem es sich mehrfach bewährt hat. Nur mit der Dosierung werde ich ein Problem haben, nicht dass sie auf einmal voll drauf ist^^. Und dass sie danach halt nicht unbedingt Auto fährt^^
Wie findest du den Vorschlag? Oder hast du eine bessere Lösung? Vielen Dank nochmal für dein Mühe!“
Kascha antwortet:
„Hi Thomas,
erst ein mal im Namen des Hanf Journal-Teams vielen Dank für dein Lob, wir tun, was wir können. Das sind einige Fragen, aber ich sehe, dass du dir selbst auch schon gründlich Gedanken gemacht hast. Zu den Fragen erst einmal ein paar grundsätzliche Sachen: Vaporizer gibt es mittlerweile in allen Größen und Farben und natürlich Preisklassen. Jetzt müssen wir unterscheiden: Willst du mit dem Vaporizer deine Erkältung therapieren oder trotz Erkältung kiffen? Für ersteren Fall bieten sich andere Kräuter wie zum Beispiel Salbei an, die du auch wirklich mit einem Topf heißem Wasser inhalieren kannst, die Temperatur, bei der THC effektiv gelöst wird, liegt aber höher als 100°C und erfordert entsprechend zusätzliche Gerätschaften wie einen Vaporizer. Möchtest du nur trotz der Erkältung kiffen, ist ein Vaporizer eine recht sinnvolle Geschichte, da er die Atemwegsreizung minimal hält und möglicherweise sogar lindernd wirkt.
Haschisch lässt sich genauso gut wie Gras im Vaporizer verwendet werden, sollte vorher aber gründlich zerbröselt und dann locker in den Vaporizer eingefüllt werden. Wie du das deiner Mutter andrehst, ist aber noch eine ganz andere Geschichte. Ohne ihr Wissen würde ich das auf keinen Fall machen, das ist nicht nur eine Straftat, sondern kann auch zu ziemlich unerwünschten Ergebnissen führen. Da sie ja nicht weiß, dass sie bekifft ist, könnte sie panisch reagieren und einen wirklich unangenehmen Film erleben, wie es zum Beispiel schon einigen Lehrern passiert ist, die aus Versehen Haschischkekse ihrer Schüler gegessen haben. Die Chancen, dass Kiffen, selbst in sehr geringen und kaum psychoaktiven Dosen, ihr bei der Migräne hilft, sind aber da. Wenn du ihr aber die medizinische Seite von Cannabis vorsichtig erklärst, sollte dies ihr Interesse wecken, da sie ja sicher unter der Migräne leidet und natürlichen Heilmitteln gegenüber offen ist. Unter cannabislegal.de und acmed.org findest du mit dem Suchwort „Migräne“ einige Informationen, Erfahrungsberichte und auch Meldungen über Studien und Zulassungen in anderen Ländern. Auch im Hanf Journal wird man fündig, wie zum Beispiel mit einem Artikel von Franjo Grotenhermen über Cannabis und Migräne.
An die Dosierung müsstet ihr euch dann langsam heran tasten, da keine normale Rauschdosis notwendig sein sollte. Dafür ist ein Vaporizer besser geeignet, da die Wirkung dort recht zügig einsetzt, bei gegessenem oder getrunkenem Cannabis lässt die Wirkung mitunter auch mal eine Stunde auf sich warten. Später könnte es deiner Mutter vielleicht angenehmer sein eine kleine Keksdose mit niedrig dosierten Keksen zu haben, aus denen sie wenn sie den Beginn einer Migräneattacke spürt etwas naschen kann.
Wichtig ist aber auch dann, dass sie entsprechend lange nicht am Straßenverkehr teilnehmen kann, nicht zuletzt wegen den Drogentests der Polizei, die auch bei geringen Blut-THC-Konzentrationen bereits ausschlagen. Ich wünsche jedenfalls dir mit deiner Erkältung und deiner Mutter mit der Migräne gute Besserung.“
Vanessa (18) aus Bielefeld fragt:
„Hi Kascha,
geht das, wenn man Gras bei Bronchitis raucht?“
Kascha antwortet:
„Hallo Tom,
eine kurze Umfrage in der Redaktion hat umgeben: Prinzipiell ja, aber man muss mehr husten. Toll für die Bronchitis ist es natürlich nicht, und idealerweise sollte man nicht nur Rauchen, sondern sogar verrauchte Räume meiden. Möchte man aber trotzdem kiffen, ist es wegen dem trockenen Mund und Rachen wichtig, viel zu trinken, am besten warmen Tee. Tabak sollte man dabei reduzieren oder vermeiden, um die Menge des inhalierten Rauchs gering zu halten und die Bronchien nicht durch das Nikotin zusätzlich zu reizen.
Wenn man einen Vaporizer hat, ist das auch eine bessere Variante als der dicke Joint. Gar keine Probleme mit den Atemwegen hat man, wenn man das Cannabis in Keks- oder Kakaoform isst oder trinkt, einigen hilft dies auch, besser zu schlafen.
Ich wünsche dir jedenfalls gute Besserung, der Winter scheint sich ja langsam dem Ende zu neigen und damit hoffentlich auch die Erkältungssaison.“



e-mail an Kascha




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