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GROWING IN A KOMBI-BOX, Teil 1
Was machen eigentlich Fix und Foxi?
Publiziert am: 02.06.09 - Medienformen: Medienform Text


Ihr erinnert Euch? Wir haben Fix und Foxi im April 2005 und im Februar 2007 schon einmal interviewt. Damals haben die beiden ausschließlich Mutterpflanzen und Stecklinge gezüchtet. Bei einem zufälligen Treffen auf der Cannatrade in Basel hat unser guerilla growing Redakteur die beiden fragen dürfen, wie sich ihr Hobby seit dem letzten Gespräch entwickelt hat.

Hanf Journal: Hallo Fix, hallo Foxi, wie geht’s?

Foxi: Prima, danke.
Fix: Fett.

Ha Jo: Was verschlägt Euch hierher?
Fix: Nun ja, wir müssen uns doch die Neuheiten für Hobbygärtner anschauen. Hat sich ja ’ne Menge getan in letzter Zeit.
Foxi. Und wir sind ja auch wieder umgestiegen.

Ha Jo: Umgestiegen? Oh mein Gott. Harte Drogen? Alkohol? Oder gar Religion?
Foxi: Nichts von alldem. Wir blühen wieder. Und zwar jeder für sich, abgeben ist auch nicht mehr.

Ha Jo: Wieso, gab es Stress?
Foxi: Ja und nein. Nachdem wir uns die zusätzliche Clonebox angeschafft hatten, wurde der Stecklings-Output immer höher. Und damit auch der Stress, am Ende haben wir fast im Akkord geklont - nach Feierabend im normalen Job versteht sich. Irgendwann haben wir uns dann überlegt, dass wir das anfangs nur gemacht haben, damit unsere Kumpels Stecklinge und wir im Tausch dagegen was zu rauchen haben. Über dieses Ziel waren wir kurzfristig ein wenig hinausgeschossen. Der nächste Gedanke war dann: „Back to the Roots“, was heißen soll, dass wir uns entschlossen haben, wieder zu blühen. Jeder für sich, nur für den eigenen Bedarf.




Ha Jo: Und wie bekommt ihr jetzt die Steckis?
Fix: Die machen wir natürlich noch selbst. Aber halt nur für uns. Wir haben uns jeder eine Kombi-Box von G-Tools zugelegt. War zwar nicht gerade billig, aber das gute Stück ist wirklich genial.
Foxi: Mit der Kombi- Box können wir auf 120 x 80 Zentimeter blühen, klonen und selektieren. Denn neben der Blühkammer (78x78cm), die mit 400 Watt beleuchtet wird, gibt es noch zwei abgeteilte Boxen. Die untere für Stecklinge und die obere für ein oder zwei Mutterpflanzen.

Ha Jo: Also doch noch so ein klitzekleines Mütterchen?
Fix: Klar, unter einer 110 Watt CFL Armatur. Reicht vollkommen aus, anfangs war ich ja ob unserer Riesenmütter der vergangenen Jahre skeptisch, ob die Leuchte ausreicht. Aber selbst mit dieser einen Mutterpflanze könnte ich noch dreimal so viele Stecklinge schneiden, wie ich brauche. Theoretisch. Praktisch hab‘ ich aber keinen Bock mehr drauf.

Ha Jo: Und was machst du mit dem Überschuss?
Fix: Meistens beschneide ich die Mutti alle zwei bis drei Wochen und schmeiße alles Grünzeug weg, was ich selbst nicht brauche. Selbst brauche ich nur alle acht Wochen neun Stecklinge. Für diese neun lasse ich immer 20-25 Babies bewurzeln und nehme die neun schönsten. Beim letzten Mal habe ich die übrig gebliebenen einfach im Park eingebuddelt. Mal sehen, wer sie wann findet und einsackt. Das geht aber leider nur im April oder Mai. Ist zwar schade, dass viele potentielle Steckis so in den Müll wandern, aber warum haben wir ja bereits erwähnt.
Foxi: Ich gebe auf und an meinem Nachbarn ein paar ab, ansonsten halte ich es genauso. Aber im Großen und Ganzen bin ich heilfroh, absolut autark, nicht von Samen abhängig zu sein und auch ansonsten keinerlei Berührungspunkte mit Dritten haben zu müssen, damit ich rauchen kann.

Ha Jo: Könnt Ihr unseren Lesern noch ein paar technische Details zur Kombi Box verraten?
Fix: Wie gesagt, eine 400 Watt im Cooltube für die Blühkammer, eine 110 Watt T5- CFL-Armatur für die Muttis sowie 2x18 Watt für die Stecklinge leuchten die jeweilige Abteilung bestens aus. Für‘s richtige Klima sorgt ein umschaltbarer (240-360m³/h) Rohrlüfter, der trotz meiner anfänglichen Skepsis selbst auf der kleinen Stufe die Temperatur in allen drei Kammern unter 27 Grad hält.

Ha Jo: Hä?
Foxi: Genau das haben wir anfangs auch gedacht, bei so viel Licht auf kleinstem Raum dachten wir auch, dass ein größerer Lüfter notwendig sei. Aber komischer Weise war die Temperatur auch bei 240m³/ immer optimal. Das liegt wohl daran, dass die Kombi-Box über zwei extra Luftkanäle verfügt, die sich die frische Luft nur von unten ziehen. Ohne Nebenluft durch Reißverschlüsse oder zusätzlichen Öffnungen, wie bei Zelten oder Home-made-Boxen, ist der erzielte Unterdruck und somit die Frischluftzufuhr viel höher. Deshalb reicht der relativ kleine Lüfter für die fast 600 Watt Gesamtleistung der Kombi-Box aus.



Ha Jo: Züchtet ihr beide den gleichen Strain?
Fix. Ja, hat sich so ergeben, wir haben einen ähnlichen Geschmack. Beide Mutterpflanzen sind Shiva Shantis, die haben wir zum Ende unseres Stecklingsprojekts noch ausselektiert.
Foxi. Deshalb haben wir auch immer so ’ne Art Battle-Grow am Laufen. Selbe Box, selbe Genetik und gleicher Dünger. Da zeigt sich dann, wer‘s besser drauf hat.

Ha Jo: Details bitte, die Herren.
Fix: Als Medium nutze ich für die Mutti und alles andere ein Kokos-Perlite Gemisch. Vorwachsen und ordentlich bewurzeln lasse ich die Kleinen bis zu zwei Wochen unter den CFL-Röhren in der unteren Stecklingskammer. Insgesamt topfe ich vor der Blüte zwei Mal um: Wenn ich die Jungpflanzen aus dem Gewächshaus nehme, kommen sie in 150ml große Töpfe. Sobald die nach vier bis fünf Tagen durchgewurzelt sind, kommen die Babies in 2,5 Liter fassende Töpfe, in denen sie noch eine Woche bei 18 Stunden Licht weiterwachsen. Wenn auch diese Töpfe mit Wurzeln durchsetztt sind, ist es an der Zeit, in die Blühkammer umzuziehen. Ich stelle immer die neun am besten vorgewachsene Stecklinge in sechs-Liter Töpfen in die Box und lasse zur „Eingewöhnung“ das Licht noch weitere zwei Tage auf 18 Stunden. Dann schicke ich die Mädels „in die Blüte“, stelle also auf 12 Stunden Beleuchtungszeit um. Die ersten 18 Tage der Blüte nutze ich noch das blaue, Metall-Halogen Wuchsleuchtmittel. So bleiben die Internodien (Abstände zwischen den Trieben) schön gedrungen und kurz.
Foxi: Ich mach es im Prinzip genauso, allerdings steht meine Mutterpflanze auf Hydro, in einer Aqua Farm. Natürlich benutzen wir beide, wie schon lange, Osmosewasser. Das Leitungswasser in unserer Gegend kann man vergessen, mit der Null-Wasser/Leitungswasser-Mischung haben wir bis zu 30 Prozent fettere Erträge, selbst in der Mini Box. Fix hat noch vergessen, dass wir als Dünger Advanced Nutrients nehmen. Ist zwar ein wenig aufwendig anzumischen, ich finde aber, dass es sich bezahlt macht. Als erfahrener Grower weiß man schon, was die Pflanze wann braucht. Dann ist es von Vorteil, wenn man die verschieden Nährstoffe nicht als Mischmasch, sondern einzeln zufügen kann. Außerdem ist der für das Osmose-Leitungswassergemisch, was wir nutzen, optimal.

Wie unsere Hobbygärtner die ersten Blütewochen gestalten, ob die Ernte auch wirklich fett geworden ist, warum ein Netz (Pflanzen)-Leben retten kann und wer Sieger des Fix vs. Foxi Battle Grow wurde, könnt ihr im Juli und im August lesen.
Mehr unter: www.g-tools.nl


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