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Rolys Silberscheiben des Monats Juni
Publiziert am: 02.06.09 - Medienformen: Medienform Text

Various: AMBASSADORS 4 - From Amen to Z
(santorin records)

Ich weiss schon, warum ich bei den alljährlichen Future-Music-Awards immer diese Drum’n’Bass-Posse aus Tübingen zum besten Label des Jahres wähle. Alles andere als provinziell versorgen die Botschafter von Santorin seit über zehn Jahren die Jungle-Liebhaber mit feiner Kost. Freestyle ist das Zauberwort. Denn auch die vierte, liebevoll mit verschiedenen Styles angereicherte Folge der Ambassadors-Serie liefert hoffnungsvolle bis inzwischen avancierte deutsche Künstler mit veritablen Hits für das heimische Soundsystem. Zwischen andächtiger Oldskool-Affinität und Future-Breakbeat-Science werden die unterschiedlichsten Stile kombiniert, die sich - verteilt auf 3×12″ Vinyl, zwei ungemixte CDs plus digitale Downloads - „From Amen to Z“ in 45 bisher unveröffentlichten Tracks entfalten. Santorin steht für einen dynamischen Mix aus melancholischer Deepness, clubkompatibler Floortauglichkeit und einer Prise Funk. Ob mit analogen Flächen blubbernd oder energetischer Tiefe zerrend, verfolgen alle Santoriner konsequent ihren Sound, ohne die musikalische Vielfalt zu verlieren. Meine Highlights kommen von Concept & Shnek, Camo feat. Jett, Young Ax, Simon V., Peyo & Grimm, Hiten, Cold Jazz & Wezzler feat. Joey Fever, Kenshiro, Parhelia, Denius, Bassface Sascha, Paul SG, Telmo A, sH1 und Naibu, die mit ausgefeilten Strukturen und massivem Gewummer beweisen, wie lebensfroh Drum’n’Bass doch sein kann. Solide zersplittern die Beats und steppen mit hypnotischen Basslines über das Meer. Und wenn man auf den Grund musikalischer Tiefe taucht, entdeckt man hier eine superschicke Perle unter den Drum’n’Bass-Compilations.
www.santorin.de/ambassadors4
www.grooveattack.com




High Contrast: Confidential
(hospital records)

Kaum ein Künstler hat in den letzten sieben Jahren so sehr wie dieser junge Mann aus dem walisischen Cardiff dazu beigetragen, dass meine große Liebe noch immer dem Drum’n’Bass gilt. Mit seinem Debütalbum „True Colors“ brachte High Contrast im Jahr 2002 überraschend frischen Wind in die festgefahrene Szene. Und mit Tracks wie „Make It Tonight“ und vor allem „Return Of Forever“ hatte sich der sympathische Lincoln Barret in mein Herz gespielt. Dank der zwei weiteren wegweisenden Alben „High Society“ und „Tough Guys Don’t Dance“ sowie diverser Remixproduktionen zählt er zur Premier League des Drum’n’Bass. Aktuell sorgt er mit seinem Remix von Adele’s „‚Hometown Glory“ für leuchtende Augen und vollgepackte Dancefloors. Aus dem Backstock zahlreicher Werke wurde nun unter dem Titel „Confidential“ Material für zwei sehr unterhaltsame CDs ausgewählt, mit denen man unglaublich gut neue Zuhörer für die fast täglich schrumpfende Jungle Crowd gewinnen kann. Den unbelehrbaren Spöttern zum Trotz besteht Barrets Antrieb in erster Linie darin, erkennbare musikalische Kontrastpunkte zur Langeweile und Konvention im Hause Drum’n’Bass zu setzen – daher auch sein Künstlername. Immer darauf bedacht, soulig gefühlvoll zu sein, ohne auf breite Basslines und munter vor sich hin scheppernde Beats zu verzichten, rollen seine Tunes immer wieder funky. Diese essentielle Collection beinhaltet 12 erstklassige Hits wie „If We Ever“, „Seven Notes In Black“, „Kiss Kiss Bang Bang“, „Tread Softly“ und „Basement Track“ sowie 13 supergeniale Remixe für u.a. Adele, The Streets, Omni Trio, Utah Saints, ILS, Missy Elliot und London Electricity. Ein absolut zeitloser Soundtrack für verträumte Junglisten und alle, die es werden wollen !!!
www.myspace.com/highcontrastuk
www.hospitalrecords.com




Lynx & Kemo: The Raw Truth
(soul:R)

Einer, der mit seinem Sound einmal mehr bewusst macht, welches schier endloses Entwicklungspotenzial Drum’n’Bass bietet, hört auf den Namen Lynx. Durch The Prodigy, Chemical Brothers, Leftfield, Massive Attack sowie Foul Play & Omni Trio beeinflusst, produziert er seit 15 Jahren Musik und arbeitet den ganzen Tag als Produzent und Techniker für andere Artists. Kemo dagegen wuchs in mehreren amerikanischen Städten auf, wo er die Anfänge der Hip Hop Kultur erlebt hat und seine Liebe fürs Rappen - insbesondere die Bilderwelten, den Wortwitz und die Improvisationskunst des Freestyles - begann. Einen Teil seiner Jugend hat der Kosmopolit in Belgien und Deutschland verbracht und wurde dank BFBS Radio und einigen erlebnisreichen Trips nach England durch die Rave Szene, Jungle und Skate Punk geprägt. Über myspace haben sie sich kennengelernt, und so entstanden Tracks wie „Global Enemies“, „Carnivale“ und „Fortune“ ausschließlich durchs Hin- und Her-Senden von Daten übers Internet. Nach langem Warten ist nun endlich ihr innovatives Debut-Album „The Raw Truth“ auf dem Premium-Imprint Soul:R erschienen. Das erstklassige Werk greift auf originäre Elemente des Drum’n’Bass zurück und featured gute Leute wie Alix Perez, DRS, Henree, Spoonface und Tali. Die akzentuierte Instrumentierung von Lynx’ Kompositionen und Kemos eigentümliche Wortbegleitung verleihen jeder Produktion einen unverwechselbaren Charakter. Ihr Mut zu einem eigenständigen Stil konzentriert sich voll auf die musikalische Essenz und fühlt sich an wie richtig guter Hip Hop. Ganz großartig!
www.myspace.com/evocators
www.therawtruth.info
www.soulr.co.uk




DJ Cam presents Inlove: Stories
(inflamable)

Bevor ich mich noch länger darüber aufrege, dass Sarina für mein Verständnis von Sexyness viel zu früh aus der aktuellen Staffel von „Germany’s next Topmodel“ rausgeflogen ist, geniesse ich gemeinsam mit dem französischen Abstract-Downbeat-Mixwizard DJ Cam dieses ebenfalls sehr erotische Album. Ja, das Modelbusiness, gepaart mit Bulimieerkrankungsdiskussionen und in Irrsinn ausartenden Zickenkriegen lassen das Ansehen der begehrenswerten Schönheiten tagtäglich sinken – kein Wunder also, dass man sich in der Branche zunehmend umorientiert. Vor allem, wenn man weitaus mehr zu bieten hat als den richtigen Body-Mass-Index und einen verführerischen Augenaufschlag. Unter der gleißenden Sonne Nigerias aufgewachsen, schlug das Herz des Models Inlove bereits vor ihrer Entdeckung durch Ford Models und dem damit verbundenen Schreiten über sämtliche Catwalks dieser Welt für Reggae, Soul, Funk und afrikanische Rhythmen. Im Alter von zwanzig Jahren lernte sie den Ausnahmeproduzenten DJ Cam kennen, und gleich die erste Zusammenarbeit resultierte im Single-Hit „Summer In Paris“, den sie mit ihrer Stimme veredelte. Gemeinsam mit ihm erzählt Inlove nun ihre beseelten „Stories“ als Vertonung ihres Innersten: Tief und sinnlich, strahlend und sonnig. Die erste Single-Auskopplung „For Minnie Riperton“ wurde bereits völlig zu Recht als eine der heißesten Soul-Nummern seit den 70er Jahren bezeichnet. Und Tracks wie „I Want You“, „Sweetest Pain“, „Rain“, „Fight“ glänzen ebenfalls mit einem grandiosen Vibe, der sich durchaus mit 4Hero-Produktionen messen lassen kann. Ein wunderbares Cover des amerikanischen Pianisten und Komponisten Burt Bacharach gibt’s mit „The Look Of Love“ als Zugabe. Sehr cool!
www.myspace.com/inlovethereal
www.inflamable.com



Roland Grieshammer
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