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Doktor-Hanfs Patienten Ecke-3- Legal ist teuer

Lars Scheimann, alias „Doktor-Hanf“, leidet seit frühester Jugend unter ADHS und Tourette. Er ist einer der ersten Patienten in Deutschland, denen natürliches Cannabis, importiert aus den Niederlanden, genehmigt wurde, weil die Einnahme von künstlich hergestelltem THC (Dronabinol) nachweislich keinerlei Therapie-Erfolge erzielte. Lars lebt, seit er Gras aus der Apotheke erhält, fast beschwerdefrei. So er nun Zeit gefunden, unseren LeserInnen aus seinem Patienten-Alltag sowie seine Erlebnisse als Cannabis-Patient zu schildern.
Publiziert am: 01.08.09 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Doktor Hanf
Legal ist teuer


Außer der Tatsache, dass sich immer mehr Patienten für den Weg der legalen Nutzung von Cannabis interessieren, erreichen uns zudem auch immer wieder Schilderungen einiger, die sich mit dem Wirkstoff THC erfolgreich behandeln. Das ist auch ab und zu in themenspezifischen Printmedien nachzulesen. Leider beschränken sich diese Veröffentlichungen auf ein Minimum, so dass die Mehrheit der Öffentlichkeit davon nichts mitbekommt. Bewusst wird dieses Thema in Deutschland weiterhin tabuisiert, mit dem Ergebnis, dass einige unserer politischen Volksvertreter der Meinung sind, es fehlten bislang immer noch Belege für die Wirksamkeit von Cannabis als Medizin. Wir alle wissen, dass es unzählige Patienten gibt, die sich freiwillig für Studien zur Beweissicherung der Wirksamkeit hergeben würden. In anderen Ländern wurden bereits kleinere oder auch größere Studien durchgeführt, die diese tatsächliche Wirksamkeit belegen. Aber warum fehlt hier in Deutschland das Interesse? Warum geht man nicht auf Vorschläge zur Umsetzung von finanzierbaren Projekten zugunsten der Patienten ein, die letztendlich davon profitieren THC erfolgreich einzusetzen, aber die Kosten dazu auf legalem Weg nicht bestreiten können? Warum sorgt unser Gesundheitssystem, insbesondere der Bund der Krankenkassen nicht dafür, dass diese Therapieform nach geprüfter Wirksamkeit der Einzelfallendscheidung übernommen oder zu mindestens finanziell unterstützt wird? Eine Behandlung mit THC in Form von Cannabis, oder auch der verordnungsfähigen Variante Dronabinol, könnte erwiesenermaßen in einigen Fällen behandelbarer Erkrankungen sogar durchaus kostengünstiger sein, als behandle man dieselbe Erkrankung mit den gängigen gelisteten Medikamenten der Schulmedizin, die der Arzt verordnet. Abgesehen von den einhergehenden Nebenwirkungen, die diese Medikamente verursachen können, wenn man sie aufgrund einer chronischen Erkrankung ein Leben lang einnehmen muss. Fragen, auf die wir eine Antwort fordern. Es kann nicht sein, dass weiterhin nur die Patienten THC legal nutzen können, die es sich auch leisten können. Dem ersten Schritt, die Möglichkeit eine Ausnahmegenehmigung nach §3 BtMG Abs.2 (Nutzung von Cannabis sativa zur medizinisch ärztlich begleiteten Selbsttherapie) zu erhalten, muss nun der zweite Schritt der Therapiesicherung, durch eine vernünftig geregelte Abgabe die finanzierbar ist und bleibt, folgen. Aber es gibt sie, es gibt einige Patienten die glücklicherweise dazu in der Lage sind, durch ihre finanzielle Situation beispielsweise eine Therapie mit Dronabinol sicherzustellen. Einige dieser Patienten mit den verschiedensten Grunderkrankungen würden wir euch gerne in der nächsten Zeit vorstellen. Sie haben sich bereit erklärt, Ihre Geschichte hier auf Doktor Hanf`s Patientenecke zu erzählen. Sie sind ein Teil unserer aller Zukunft, wenn es darum geht, die Wirkung von Cannabis/THC als Medikament zu belegen und zu beweisen, dass dieser Weg der richtige war. Einer dieser Patienten, den wir euch gleich in der nächsten Ausgabe vorstellen wollen, ist Tom A., 32 Jahre alt, erfolgreicher Dipl. Toningenieur aus Berlin. Auch er ist, neben meiner Wenigkeit, ein Teil unserer Zukunft, wenn es jetzt darum geht, dafür zu kämpfen, dass diese Therapie für jeden bezahlbar wird, bezahlbar bleibt und somit der immer größer werdenden Zahl der Betroffenen ohne Hindernisse, egal ob finanzielle oder bürokratische, verordnet werden kann.
Wege entstehen, indem man sie geht.
Euer
DOKTOR HANF

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