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Rolys Silberscheiben des Monats November
Publiziert am: 01.11.09 - Medienformen: Medienform Text

Waxolutionists: We Paint Colors
(super city)

Neben Detroit und Los Angeles hat sich Wien in den letzten Jahren zur Brutstätte einer wegweisenden Hip Hop-Underground-Szene entwickelt. Seit über zehn Jahren kreieren DJ Buzz, Bionic Kid und DJ Zuzee gemeinsam Musik. Nach vier Alben folgten zahlreiche Remixe, Compilationbeiträge und Produktionen mit und für Artists wie Sofa Surfers, Stereoty oder auch DJ Vadim. Nach fünf Jahren Kreativpause präsentieren die Waxolutionists mit „We Paint Colors“ ein Werk, auf dem sie das volle Programm liefern und Freunde von Lo-Fi Sounds und digital scheppernden Loops auf ihre Kosten kommen: Klassische Rap Tracks, deeper Neo Soul, eine Portion Detroit, Jazz, Live Instrumentation, Sampling, Turntablism und innovatives Drum Programming. Schwedens neuer R&B-Export Hygher Baby kümmert sich mit „Flashlight“ für den Albumopener. Auch Blu aus Los Angeles, Detroit-Legende Frank Nitty, die MCs Hezekiah, Dave Ghetto & Mystic aus Philadelphia und L.A. oder der grossartige Rusty Redenbacher greifen hier zum Mic. Näher beim klassischen Waxos Material liegen jazzigere Joints wie „Field of Wonders” oder „Eos” und mit Tunes wie „Atlas” oder „Morning Dew” sind auch die Instrumental Beatheads gut bedient. Für die deutschsprachigen Fans gibt’s mit „Showbiz“ eine smoothe Nummer mit Manuva (Total Chaos), Roger (Blumentopf) und Flowin Immo. Scratchin’ & Cutting’ finden ihre Ausdrucksform ein weiteres Mal auf einem genialen Level vor allem in der dritten Fortsetzung des legendären „Freifach Musik“.
Mit der ausschliesslichen Verwendung von analogen Pre-Amps und einem mitreissenden Gastbeitrag von DJ Vadim & Big Red gelingt den Waxolutionists ein Qualitätsprodukt mit erstklassiger Soundästhetik. Waxos are here to stay! Be part of a future classic!
www.myspace.com/waxolutionists
www.waxos.at
www.supercity.at




Various: Best Of Bossa Lounge
(chet records)

Cover-Versionen sind immer wieder so eine Sache für sich. Meist ist doch das Original am schönsten. Umso erfreulicher, wenn der seltene Fall eintritt, dass ein Remake der ursprünglichen Version den nötigen Respekt erweist und doch eigenständig und mit neuen Impulsen zu gefallen weiss. Bei der vorliegenden Doppel-CD werden auf dem sinnlichen Artwork „40 jazzy flavoured electronic tracks“ angepriesen und die berechtigte Skepsis verfliegt tatsächlich schneller als man sich vorgestellt hat. „Best of Bossa Lounge“ beinhaltet 40 grosse Klassiker der Pop-Geschichte im entspannten Bossa Gewand.
Gefühlvoll interpretiert finden u.a. unvergessliche Songs meiner Kindheit wie „Do You Really Want To Hurt Me” (Culture Club), „Time After Time“ (Cyndi Lauper), „Every Breath You Take” (The Police), „True” (Spandau Ballet), „Take On Me” (a-ha), „Billie Jean“ (Michael Jackson), „Purple Rain“ (Prince), „Sweet Dreams” (Eurythmics), „With Or Without You“ (U2), „Personal Jesus“ (Depeche Mode) und „Tainted Love” (Soft Cell) in einer swingenden Mélange aus Jazz und Latin zu einem sehr interessanten und angenehmen Hörerlebnis.
Dabei greift die gemütliche Compilation auf das Repertoire des argentinischen Produzenten Miko Jackson zurück, dem Mastermind der Fusionsalben „Bossa N Marley“, „Bossa N Roses“ oder „Jazz n 80s“, die sich weltweit millionenfach verkauft haben. Alle Interpreten gehen jedes Stück sehr professionell und ausgesprochen stilvoll an. Richtig schöne Kaffeehausmusik, auch wenn ich lieber Tee trinke, da ich keinen Kaffee vertrage.
www.chet-records.de
www.groove-attack.com




Supershirt: 8000 Mark
(audiolith)
Vor etwa vier Wochen kam ich spät in der Nacht von einer Party ins MIKZ, um dort noch einer anderen Party beizuwohnen. Kaum stand ich mit meinem Bier auf dem Floor, erschallten einige wichtige Fragen aus den Lautsprechern: „Was kostet ein Bier? Was kostet Freibier?“ Das Publikum antwortete korrekt mit „8000 Mark“. Der Text ist ja ein wichtiger Bestandteil eines jeden Songs. Meistens, einen tieferen Sinn verfolgend, kreist er harmonisch um die Klangwelt des Instrumentals. Kreisen tut der Text auch bei Henry Witt aka Faxe System und Hendrik Menzl aka Tim Brenner, die gemeinsam als Supershirt in ihrer Teitmaschine durchstarten. Nachdem sie nachts Benzin mit Schläuchen aus den immerwährend brennenden Autos der Berliner Problemkieze gezogen haben, um zu ihren Konzerten fahren zu können, wo sie sich dann am Catering für die gesamte Woche sattaßen und zurück im erbarmungslosen Berlin an neuer Musik schraubten, hatte ein großer Plattenboss aus Hamburg bei Albumabgabe einen Vorschuss von 8000 Mark versprochen. Mit diesem finanziellen Möhrchen vor der Nase hielten sie Hunger und Kälte stand und geben nun den Ravern mit dem gleichnamigen Album als CD, Download und sogar als Limited LP-Version mit Poster, Extra CD, Sticker und Luftballon ordentlich was auf die Fresse. Auf elf Tracks machen die beiden Nordlichter aus Rostock allerdings nicht nur Party, ihre Texte offenbaren zuweilen ernstzunehmende Kritik: „Kauf weniger ein, dann brauchst Du weniger Geld.“ Richtig steil gehen bei mir neben der eingangs erwähnten Titelhymne das amüsante „Haue“, die Trio-Reminiszenz „Ödkraft“, das textile „Nachtjacke“ und das emotionale „Überall Menschen“. Da fliegen Neonknicklichter durch die Luft – sehr teit.
www.myspace.com/supershirt
www.myspace.com/audiolith

Roland Grieshammer
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