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Dem Staub das Aus gemacht

Do it yourself Luftfilter
Publiziert am: 10.03.09 - Medienformen: Medienform Text

Unsere polnischen Nachbarn haben immer wieder coole Ideen, wie man einen Grow mit einfachsten Mitteln auftuned. Deshalb gibt es noch einen Tipp von glutman, Kopf unserer unserer polnischen Grow-Redaktion.

Wenn man Luftfilter für die Zuluft benutzt, kann man die Wachtumsbedingungen deutlich verbessern. Diese Idee ist nicht besonders neu, vielen jedoch nicht bekannt. Ich gebe eine sehr einfache Anleitung zur schnellen und einfachen Herstellung von Zuluft- Filtern nach do-it-yourself- Art.





Achtung, bitte genau lesen, um späteren Missverständnissen vorzubeugen: Es geht hier nicht um Aktivkohlefilter, die verwendet werden, um die geruchsintensive Abluft zu filtern!!
Gefilterte Zuluft reduziert das Risiko von bakteriellen, viralen sowie Pilz-Infektionen und hilft, Räume mit Temperaturproblemen zu kühlen und somit effizienter zu nutzen.
Aufgrund der sauberen, kühleren Frischluft wird der Aufbau resistenter gegen sommerliche Hitzeattacken, die Lebensbedingungen der Pflanzen werden verbessert und das Endergebnis demnach auch gesünder und geschmackvoller. Dies alles kann man erreichen, wenn man gewöhnlichen Feinstaub bekämpft.
Normalerweise nimmt man den Feinstaub überhaupt nicht wahr, lediglich in Sonnenstrahlen kann man größere Ansammlungen überhaupt sehen, meist denkt man gar nicht darüber nach.
Doch leider ist die Luft für unsere Liebsten somit auch nicht sauber. Feinstaub ist eine wahre mikrobiologische Bombe, wie Allergiker nur zu gut wissen.
Besonders, wenn man Blätter besprüht oder die Luft im Growraum befeuchtet, verbinden sich kleine Wassertropfen mit Feinstaub, wodurch sich leicht Pilzsporen und andere Dinge auf die Blattoberfläche übertragen.
Bei so großer Luftzirkulation, wie ein Growroom sie erfordert, lagert sich mehr Feinstaub ab, als auf Computerlüftungen, er setzt sich auf Kabel, Lampenteile, Reflektor und Leuchtmittel.
Dort erhöht sich die Temperatur durch verbrennende Staubpartikel und der feine Staub beeinflusst zudem die Lichtreflektion negativ. Dasselbe geschieht an den Wänden, an der Oberfläche der Erde, den Blättern und den dicken Knospen.
Diese Beschichtung zu entfernen, kostet Zeit und Ärger und kann einfach vermieden werden, denn nicht umsonst werden bei fast allen technischen Geräten Filter eingebaut, um den Motor zu schonen.
Wir tun es auf ähnliche Weise; manchmal brauchen wir eine einfache Lösung in untypischer Form, wie zu kommunistischen Zeiten, als nichts einfach zu bekommen war. Eine höhere Lichteffizienz und die Minimierung von Schimmelgefahr sollte Anreiz genug sein, um sich die Mühe zu machen, denn es dauert nur zehn Minuten. Viel weniger als die Zeit, die man investiert, um Staubablagerungen zu entfernen.
Für unsere Zwecke kann der Filter viel dünner sein als in Fahrzeugen, denn zuhause ist die Luft nicht ganz so schmutzig wie auf der Strasse. Ich habe mich für einen einfachen Rohreinschublüfter mit 120m³/Std. entschieden, die gibt es schon ab 20 €.
Wichtig ist, dass auch für die Zuluft Rohr- oder Schneckenhauslüfter verwendet werden, die die Luft nicht nur verwirbeln, sondern ansaugen und ausblasen. Computerlüfter haben sich hierfür als ungeeignet erwiesen.

So geht‘s:
Zuerst nimmt man den Schwamm und eine Rasierklinge (1a) oder ein kleines Teppichmesser, dann wird ein Stück Schwamm am Lüfterausgang entlang herausgeschnitten. Anfangs, ein bisschen größer als die Öffnung, im zweiten Schritt korrigiert man mit präzisen Schnitten, so dass das kreisrunde Stück genau in die Öffnung passt.
Eine Dicke von weniger als einem halben Zentimeter sollte ausreichen, dabei gehe ich von einem feinporigen Küchenschwamm und dem oben erwähnten Rohreinschublüfter aus.
Dann tränkt man den Schwamm mit einer normalen Autoluftfilterversiegelung (3a), das ist sehr klebrig, zieht alles an, formt keine Kruste, wird nicht auf Pflanzen übertragen und verschmutzt diese nicht, wie mein Test bewiesen hat. Zusätzlich kann man antistatisches Spray (3b) oder natürliche pilzhemmende Mittel wie Neem Öl verwenden.
Bevor es richtig losgeht, sollte man eine saubere Topfpflanze hineinstellen und über Nacht überprüfen, ob die neue Zuluft auch im Dauerbetrieb gut funktioniert und dabei auch die Temperatur genau beobachten.
Beim Einbau sollte man darauf achten, dass mit wachsender Ventilatorleistung der Schwamm dicker werden sollte und dass er nicht zu sehr zusammengedrückt wird, weil dadurch die Lüfterleistung stark nachlässt. Nach der Installation sollte man überprüfen, ob der Luftstrom noch ausreichend ist und der Motor „rund“ läuft.





P.S. Wenn er nach einiger Zeit dreckig wird, tauscht man ihn einfach aus oder reinigt ihn mit Spülmittel in heißem Wasser. Schneiden, saugen, anbauen, ausprobieren. Ganz einfach, nicht wahr?

Text und Fotos: glutman
Übersetzung: glutman, roly & KIMO

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