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Christiania lebt!
Ein Leserbericht
Publiziert am: 08.01.10 - Medienformen: Medienform Text


Hier in Greifswald gab es mal wieder nur übelstes, mit Kartoffelmehl (!) gestrecktes Unkraut, was tun? Ab ins Reisebüro und eine Tagesfahrt nach Dänemark gebucht ...

In Kopenhagen, vom Reisebus am Tivoli abgesetzt, angekommen, geht es erstmal zum Geld wechseln in den Hauptbahnhof. Dänemark hat noch keinen Euro, auch wenn man schon wirklich überall damit bezahlen kann. Für einen Euro gibt es etwa sieben Kronen. Von dort aus gehe ich etwa 20 Minuten zu Fuß direkt in den Stadtteil „Christianshavn“, ich kenne den Weg, bin ja schon das fünfte Mal in der Marihuana-Hauptstadt Skandinaviens.

Vorbei an großen Bürogebäuden, Neubauten und historischer Architektur führt mein Weg. Überall wird gebaut, hier gibt es keine Wirtschaftskrise, so scheint es.

In Christiania angekommen, eine andere Welt, überall riecht es würzig, bunte Häuser, kleine Stände auf etwa 1 Hektar, die Pusherstreet. Rottweiler, Pitt-Bulls, Stafford, etwa 20 dieser „Kampfhunde“ sind zu sehen, spielen miteinander. Leute stehen beisammen, reden, rauchen ihre Joints, trinken Bier. Überall liegen leere, kleine Tütchen umher. An den ersten Ständen gibt es Tücher, Pfeifen, Schmuck. Ein Stück weiter dann, etwa 30 Meter, glaubt man(n) seinen Augen nicht zu trauen, einige Tische, einige Stände, auf ihnen eine große Auswahl an hellem und dunklem Haschisch, daneben Gras in großen Tüten. Ganz offen liegen hier riesige Stücke zur Auswahl, möchte man mehr, bekommt man einen Joint und muß kurz warten.



Etwa 20 Händler stehen hier und bieten alles, was das Raucherherz begehrt: Afghane, Maroc, Nepal, Ice Hash, Skuff, White Widdow, Bubble Gum, diverse Haze-Sorten sind nur eine kleine Aufzählung des Angebots. Fast jeder verkauft etwas anderes. Zwanzig verschiedene Sorten sind keine Seltenheit, das Sortiment wechselt ständig. Sogar ein Schild mit der Aufschrift „Amsterdam Cup Winner“ Haschisch, 300 Kronen soll 1 Gramm kosten, etwa 40 €. Es gibt sowohl importiertes als auch einheimisches Hasch zu kaufen. Die Qualität ist vergleichbar mit gutem Hasch aus Amsterdam. Auch der Geschmack ist grandios. Gras dagegen kommt eher vom „Homegrow“ und ist nur Mittelmaß. Auch draussen scheint in Dänemark also etwas zu wachsen. Es gibt Outdoor-Weed, Skunk und Early Misty für etwa 6,50€. Joints sind für 7 bis 12 Euro erhältlich, je nach Inhalt und Größe, zwischen 6 verschiedenen „Füllungen“ kann hier gewählt werden.

Die Preise auf dem Markt sind unterschiedlich, Hasch ist zwischen 4 € und 40 €, je nach Sorte zu haben, Weed liegt bei 6 bis 18 Euro, kauft man mehr, gibt es in der Regel Rabatt. Dänemark ist allgemein kein billiges Land, die Lebenshaltungskosten sind hoch, das spiegelt sich auch hier wider. Findet man allerdings einen netten Verkäufer, sind Preisnachlässe bis zu 55 Prozent möglich. Andere sind weniger freundlich, können wenig Englisch und geben kaum Preisnachlässe.
Aber dieser Markt ist keinesfalls legal! Ich bin dort mit einem Anbieter dieser Ware ins Gespräch gekommen. Weil überall Marihuana umherlag, fragte ich ihn, er sagte, dass die letzte Razzia grade drei Stunden her sei, „dann kommen hundert Polizisten und wir müssen packen und laufen“. Gewarnt wird mit Trillerpfeifen, viele tragen eine um den Hals. Nur die Wochenenden sind wohl etwas entspannter, „dann kommt keine Polizei, sonst fast täglich zweimal“.



„No Photos“, ein Schild zu Beginn der Pusherstreet weißt darauf hin, diese Regel gilt noch immer, auch ich mußte dies erfahren. Dass die „Pusher“ nicht fotografiert werden wollen, ist klar, aber auch 100 Meter entfernt musste ich meine Bilder zeigen. Als ich Häuser aufnahm, kam jemand mit dem Rad und bat mich sehr direkt auf englisch die Bilder sofort zu löschen. Nachdem ich ihm die Bilder zeigte und nichts drauf war, was ihn störte, wünschte er mir einen schönen Tag und fuhr weiter.
„You are now entering the EU“ steht auf einem großen Schild über dem Ausgang ... ich werde wiederkommen.

Zurück im Bus, unterhielten sich zwei ältere Damen: „Kopenhagen ist ja so hektisch, nur der eine Stadtteil war toll, so ruhig und überall alte Häuser ... da gab es überall Hasch zu kaufen.“


Sven B.
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