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Die Hanfberatung im Hanf Journal - Erste Hilfe für Kiffer
Kascha ist per e-Mail über kascha@hanfjournal.de zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht, nur blöde Antworten.
Publiziert am: 08.01.10 - Medienformen: Medienform Text


Gerald (anonym) möchte wissen:
„Hallo,
wie bereitet man richtig einen Hanftee zu? Von einer Variante las ich, die folgendermaßen lautet: Gras und Butter / Öl auf einem Esslöffel mit einem Feuerzeug erhitzen, und in den heißen Tee schütten. Schadet das heiße Wasser nicht dem THC? Gibt es bessere Varianten / Rezepte? Interessant wäre es, wenn ihr mal ein Rezept im Journal abdrucken würdet.“

Kascha antwortet:
„High Gerald,
in der Novemberausgabe vom Hanf Journal habe ich die Frage nach einem Hanftee schon einmal beantwortet – dort findest du auch einige Rezeptbeispiele. Zu deinen Fragen noch einige kleine Hinweise: Das Öl auf dem Esslöffel würde ich nicht mit einem Feuerzeug erhitzen, da ein Feuerzeug den Löffel unter Umständen ziemlich vollrußt und man dann recht schnell den Ruß mit im Tee hat, das ist weniger appetitlich. Praktisch sind Glutpunktfeuerzeuge (auch als Sturmfeuerzeuge bekannt, aber nicht die mit Benzin), die weniger Ruß produzieren. Wenn man sich den Tee aber ohnehin in der Küche zubereitet, kann man den Löffel auch einfach auf eine kleine Herdplatte halten und dort erhitzen. Mit ein bisschen Probieren findet man da schon eine Technik, die für einen gut funktioniert.
Zu deiner Frage, ob das heiße Wasser nicht dem THC schadet: Gewissermaßen schon, aber das ist erwünscht. Das THC, wie es in der Pflanze steckt, eigentlich THC-Säure, ist nicht von sich aus psychoaktiv, sondern wandelt sich erst durch Wärme in einen psychoaktiven Stoff. Dieser ist sehr flüchtig und hält sich nur einige Stunden bis er oxidiert, weshalb man Gras üblicherweise kühl und dunkel lagert, da es sonst zu viel vom Wirkstoff verliert. Den Tee möchte man aber vermutlich bald trinken, so dass das nicht so ein Problem ist.“

Carsten (24, ohne Wohnort) möchte wissen:
„Hallo Kascha,
ich kiffe nun schon seit ca. 3-4 Jahren täglich, mal mehr, mal weniger. Am Anfang habe ich auch Tabak geraucht (am Ende eine Schachtel pro Tag), dann aber damit aufgehört und seit dem nur noch pur (gelegentliche Rückfälle ausgenommen). Vor ca. einem Jahr habe ich mir dann eine Vapbong zugelegt, aber nicht immer konsequent genutzt, da ich erst „lernen“ musste, daß man auch von der kleinen CO2-Vergiftung abhängig werden kann. Da ich es nun aber leid bin, meine Lungen zuzuquarzen, habe ich das Rauchen jeder Art aber komplett eingestellt und verdampfe nur noch, darüber hinaus reduziere ich auch das, da das Erlebnis intensiver und reichhaltiger wird, wenn es seltener geschieht.
Allerdings nervt mich jetzt seitdem auch das Phänomen, dass man ja mehr und hartnäckiger husten muss, wenn man das Rauchen einstellt, da die Flimmerhärchen sich jetzt wohl erholen und den Dreck heraus transportieren. Es ist jetzt so, daß ich quasi ständig einen gewissen Reiz verspüre, den aber nur schlecht und relativ angestrengt raushusten kann. Ich weiß jetzt nicht, ob ich das früher nicht so bemerkt habe, oder ob es neu ist, aber ist das normal? Es ist jetzt nicht so schlimm, wie es sich anhört, aber es nervt schon.
Meine Frage ist jetzt: wie lange dauert es, bis der Reiz verschwindet? Ich habe vor allem letzten Sommer dummerweise eine Zeit lang recht schlechtes Haschisch pur geraucht und das jeden Abend intensiv. Das muss einen ziemlichen Dreck hinterlassen haben ...
Wie kann ich die Selbstreinigung der Lunge noch unterstützen, außer durch Nichtrauchen?
Und vor allem: kann das Verdampfen da hinderlich sein? Oder hilft es vielleicht sogar ein bißchen? Der Dampf ist zwar eher kühl und bei richtigem Gebrauch auch „sauber“, aber es ist ja auch ein recht trockender Luftstrom, kann der die Selbstheilung behindern?“

Kascha antwortet:
„Hi Carsten,
du hast dir selbst schon viele Gedanken gemacht wie ich sehe, das ist gut. Zunächst ein mal die gute Nachricht: Du bist noch jung und hast anscheinend nicht sehr lange geraucht bisher, damit hast du gute Chancen, dass deine Lunge wieder quasi in den Ausgangszustand zurück kommt wenn du so weiter machst. Im Grunde tust du deiner Lunge schon mit einer halbwegs gesunden Ernährung und ausreichend Flüssigkeit (trinken, nicht in die Lunge gießen *g*) und natürlich mit dem Verzicht auf Rauchen schon einen großen Gefallen, den Rest macht sie erstaunlicherweise fast von alleine. Viele Ex-Raucher sagen, dass das Husten so ca. nach einem halben bis einem Jahr nachgelassen hat, in fünf bis zehn Jahren dürfte deine Lunge dann im Normalfall wieder einigermaßen wie neu sein. Nun weiß ich nicht was in diesem Haschisch drin war, aber selbst Lungen, die zehn Jahre lang mehrere Schachteln Zigaretten am Tag atmen mussten, erholen sich im Allgemeinen wieder, also erst einmal kein Grund zur Panik.
Das mit dem Vaporizer sollte nicht so ein Problem sein, wenn du die Temperatur beachtest: Der Dampf sollte möglichst wenige Verbrennungsprodukte enthalten, mit denen wieder neuer Teer in die Lunge kommt. So ein trockener Luftstrom reizt die Lunge ein wenig, genau wie die im Dampf enthaltenen ätherischen Öle, da hast du recht. Andererseits atmet man diesen Luftstrom ja nicht über längere Zeit ununterbrochen, sondern nur während des „Rauchens“, ich denke mal diese Art des Konsums hält die Belastung für die Lunge trotzdem in Grenzen.
Gegen Lungenreizungen und Husten hat sich übrigens bewährt, Salbei im Vaporizer zu verdampfen. Mit dem Volcano ist das kein Problem wenn man die Temperatur etwas herunter regelt, ob das mit deiner Vapobong auch funktioniert, kannst du ja mal ausprobieren. Ansonsten hat man ja, wenn man die Lunge völlig schonen möchte, auch immer die Möglichkeit des oralen Konsums, also Kekse, Kuchen oder Tee. Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg beim Lunge ausmisten.“

Yohannes (22) aus Hamburg fragt:
„Hallo Kascha,
ich habe mir letztens Gras gekauft, mit dem, glaube ich, etwas nicht stimmt. Immer wenn ich die Asche abklopfen will, ist sie steinhart, manchmal habe ich 2 cm Asche vorne am Joint, bevor sie sich abschütteln lässt. Als ich versucht habe, die Asche im Aschenbecher abzustreifen, ist sogar die Glut mit abgefallen (ich baue allerdings auch recht locker). Was kann das sein, und kann man das Gras trotzdem noch rauchen?“

Kascha antwortet:
„Hallo Yohannes,
das mit der harten Asche kann an verschiedenen Streckmitteln liegen. Wenn die Asche zudem auch sehr schmierig ist und einen schwarzen Schmierfilm hinterlässt, ist es wahrscheinlich Brix, das Gras solltest du dann auf keinen Fall mehr rauchen. Auch Haarspray oder Zuckerlösung sind mögliche Streckmitteln, die zu so harter Asche am Joint führen. Zucker kannst du mit einem Glucoseteststreifen aus der Apotheke nachweisen, während man Haarspray eigentlich am Geruch erkennen sollte. Auch in diesen beiden Fällen würde ich das Gras nicht mehr rauchen, da jeweils gesundheitsschädliche Bestandteile in den Rauch gelangen und zudem kurzfristige Nebenwirkungen wie schleimiger Husten oder sogar Übelkeit auftreten können.“
Kascha
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