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Die Hanfberatung im Hanf Journal - Erste Hilfe für Kiffer
Kascha ist per e-Mail über kascha@hanfjournal.de zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht, nur blöde Antworten.
Publiziert am: 08.02.10 - Medienformen: Medienform Text


Markus (20) aus Berlin fragt:
„Hi Kascha,
ich habe mir in den letzten Monaten immer ein paar Samen aus dem Gras gesammelt, wenn dort welche drin waren. Jetzt würde ich gerne mal probieren, ein paar davon auf dem Balkon einzupflanzen. Wann ist dafür eine gute Zeit und wie erkenne ich ob das eine weibliche Pflanze wird?“

Kascha antwortet:
„Hallo Markus,
ich muss dich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass der Anbau von Hanf in Deutschland verboten ist und du dich, auch wenn es nur ein oder zwei kleine Pflänzchen werden, trotzdem strafbar machst. Deshalb kann ich dir leider keine Anbauhinweise geben.
Üblicherweise wird Hanf beim Outdooranbau (also mit Sonnenlicht, denn bei Indooranbau mit Lampen spielt die Jahreszeit wegen konstanter Temperatur und gesteuerter Beleuchtung keine Rolle) ab Ende März bis Ende April ausgesät. Wichtig ist dabei aber, dass die Pflänzchen keinen Frost mehr bekommen. Wenn der Winter lang ist, ziehen einige Züchter ihre Pflänzchen schon in kleinen Töpfen auf dem Fensterbrett vor und stellen oder pflanzen sie nach draußen, wenn die Nächte dauerhaft frostfrei bleiben.
Nach ein paar Wochen, wenn die Pflanzen groß genug sind, fangen die Männchen an, sich von den Weibchen vor allem durch den Bau der Pflanze zu unterscheiden. Männliche Pflanzen wachsen viel verzweigter als die Weibchen, welche an einem Stiel gerade nach oben wachsen und die Blütenansätze direkt am Stiel haben. Die weiblichen Blüten erkennt man an ihren Blütenblättern mit den feinen Blütenhaaren. Männliche Blüten sind eher kelchförmig und enthalten Pollen, die man vermeiden sollte, wenn man nicht möchte, dass die weiblichen Pflanzen befruchtet werden und Samen ausbilden. Außerdem enthalten die männlichen Blüten kein THC und sind für Rauschzwecke völlig ungeeignet. Mit etwas Übung erkennt man den Unterschied recht schnell, und viele Züchter legen Wert darauf, die männlichen Pflanzen frühzeitig zu entfernen.“

Nadine (23) aus Oldenburg fragt:
„Hi Kascha,
ich habe ein bisschen Gras von meiner Ernte vom letzten Herbst eingefroren und möchte mir nun etwas davon auftauen. Muss ich dabei irgendetwas beachten oder kann nichts schief gehen? Ich habe es vorher in kleine Beutel gepackt, damit ich es einzeln auftauen kann, und es liegt jetzt seit ungefähr 4 Monaten im Gefrierschrank. Die Temperatur war auf -18 Grad gestellt, falls das irgendwie wichtig ist.“

Kascha antwortet:
„High Nadine,
schief gehen kann immer etwas, du hast dich aber schon einmal ganz gut vorbereitet. Dadurch, dass du das Gras einzeln eingefroren hast, stellst du schon mal sicher, dass das Gras, das im Gefrierschrank bleibt, auch nicht weiter durch die Entnahme einer Portion beschädigt wird.
Wie du weiter vorgehst, hängt von einigen Faktoren ab, zum Beispiel, ob das Gras vor dem Einfrieren getrocknet war, und ob du es in einem Vakuum verpackt hast. Vakuumverpacktes, getrocknetes Gras kann man meist einfach in der geschlossenen Tüte auftauen. Ansonsten wird meist empfohlen, in der geöffneten Gefriertüte oder auf z.B. einem Handtuch ausgebreitet aufzutauen. Dabei kann man auch eine Heizung oder einen Ofen zur Unterstützung benutzen. Es ist aber schonender, ein langsames und gut belüftetes Auftauen in einem nicht zu feuchten Raum bei Zimmertemperatur zu ermöglichen. Das sollte etwa einen Tag dauern, je nachdem, wie groß die Portion ist. Gerade wenn es mehr als 10g sind, macht es auch Sinn, das Gras ein wenig auszubreiten zum Auftauen, damit es nicht so ein großer Klumpen ist.
Die schlimmste Folge durch Feuchtigkeit stellt nicht, wie viele denken, die manchmal etwas veränderte Konsistenz der Cannabisblüten dar. Dafür kann es dir, wie auch beim Trocknen schon, passieren, dass das Gras schimmelt. Dann kannst du es nicht mehr rauchen und solltest es wegwerfen, deshalb achte beim Auftauen vor allem darauf, dass sich keine Feuchtigkeit staut und die Blüten äußerlich gut abtrocknen.“

Micha (19) aus Frankfurt fragt:
„High Kascha,
ich habe mal eine Frage. In meinem Gras sind in letzter Zeit immer ziemlich viele Stängel. Manchmal, wenn ich für 50 oder 60 Euro kaufe, sind in dem Beutel fast ein halbes Gramm nur Stiele. Jetzt wollte ich mal fragen, ob ich damit noch irgendetwas anfangen kann? Wenn da auch Wirkstoff drin ist, kann man die dann auch klein schneiden und rauchen? Ich habe mittlerweile eine ganze Menge gesammelt und weiß nicht, was ich damit tun soll, oder soll ich sie einfach wegschmeißen?“

Kascha antwortet:
„Hallo Micha,
das mit den vielen Stängeln ist ärgerlich, aber immer noch besser als wenn im Gras Brix oder sogar Blei enthalten ist, um es schwerer zu machen. Nun ist THC bei der Hanfpflanze allerdings nur in den Blüten, den Blattspitzen und den Harzdrüsen enthalten. Solche Harzdrüsen finden sich zum Teil auch am Stiel, diesen aber mit zu rauchen lohnt sich meiner Meinung nach nicht. Erstens sticht einem das schnell mal ein Loch in den Joint und zweitens raucht man dann eine ganze Menge Holz ohne nennenswerten Effekt. Wenn du die Stiele aber schon einmal gesammelt hast, hier zwei Möglichkeiten, was Leute damit so machen:
1. Hanfschnaps
Dazu werden die Stiele, so wie sie aus dem Gras geholt werden, einfach in eine Flasche hochprozentigen Schnaps (Wodka, Rum, o.ä.) eingelegt, die an einem einigermaßen warmen Platz (z.B. auf dem Fensterbrett) steht. Dabei löst sich das THC langsam im Alkohol und nach einer ganzen Weile hat man dann einen Hanfschnaps.
2. Hanfbutter
Dazu nimmt man sich eine größere Menge Stiele und erwärmt Butter bis sie flüssig ist. Die Stiele eine Weile in die warme Butter legen, dann mit einem Sieb wieder heraus holen. Das THC hat sich im Fett gelöst und man hat eine hanfige Butter zum Backen oder so aufs Brot schmieren, die je nach Anzahl und Qualität der Stiele auch einen leichten bis stärkeren Effekt hat.
Du siehst also, bei einem eher geringen THC-Anteil lohnt es sich eher zu extrahieren, als die Stiele so zu rauchen, du verlierst aber auch nicht all zu viel, wenn du sie einfach weg wirfst.“
Kascha
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