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Hanf History - Extractum Cannabis
Die Herstellung eines Hanfextrakts
Publiziert am: 10.03.10 - Medienformen: Medienform Text


Das nachfolgende kurze Rezept habe ich einem nicht mehr erhältlichen deutschen Apothekerbuch entnommen (siehe unten). Es ist gerade für solche Psychonauten von Relevanz, die eine experimentelle und individuelle Zubereitung und Einnahme ihres Stoffes präferieren, aber auch für alle, die an historischen Fakten zu ihrer Lieblingsdroge interessiert sind. Ausserdem repräsentiert die Quelle in expliziter Weise, auf welche Art und mit was für einer aufgeschlossenen Haltung der wunderbare Hanf noch vor einigen Jahren medizinisch verwendet wurde.


Man nehme:

Einen Teil pulverisierte Cannabisblüten oder Haschisch (im Originalbuch ist von Hanfkraut, also von Blüten und Blättern, die Rede)
Zehn Teile Weingeist

Das Pflanzenmaterial sechs Tage lang bei Zimmertemperatur in fünf Teile Weingeist einlegen und häufig schütteln. Im Anschluss auspressen. Den Rückstand wiederum mit fünf Teilen Weingeist drei Tage lang ausziehen.

„Beide Auszüge werden vereinigt, nach dem Absetzen filtriert und zu einem dicken Extrakt eingedampft. Indischhanfextrakt ist dunkelgrün, in Wasser unlöslich, löslich in Weingeist und Kollodium“ (O.A.: 124).

Maximale Einzeldosis: 0,1g
Maximale Tagesdosis: 0,3g
Mittlere Einzeldosis: 0,03g innerlich
Das Extrakt ist vorsichtig aufzubewahren.

Aus dem fertigen Extrakt kann nach dem Apothekerbuch auch eine Tinktur bereitet werden. Man verwendet hierzu 50 Teile Hanfextrakt und 950 Teile Weingeist. Die Tinktur riecht schwach und hat eine dunkelgrüne Farbe. Maximale Einzeldosis: ein Gramm. Maximale Tagesdosis: drei Gramm. Als Tropfen zur innerlichen Einnahme 0,3 Gramm, also 20 Tropfen (O.A.: 485).

Quelle:
O. A. (1953), Ergänzungsbuch zum Deutschen Arzneibuch, Stuttgart: Deutscher Apotheker-Verlag



Zum Autor:
Markus Berger, geb. 1974, ist freischaffender Privatforscher, Schriftsteller und Journalist im Bereich der Psychoaktiva-Kunde. Er beschäftigt sich sein Leben lang enthusiastisch und autodidaktisch mit der Drogenforschung, den sich davon ableitenden Disziplinen Botanik, Pharmakologie, Medizin und mit der psychedelischen Kultur. Markus Berger arbeitet für zahlreiche internationale Drogenaufklärungs-Verlage und -Magazine. Er ist Redaktionsmitglied der Fachzeitschriften „Entheogene Blätter“ (DE) und „Swiss Hemp Times“ (CH). Seine Arbeiten werden außerdem veröffentlicht in den Magazinen Cañamo (E), Hanfblatt (D), grow! (D), Hanf Journal (D), Drugstore Magazine (D), Magister Botanicus (DE), Junkfurter Ballergazette (D), Grass Times (D), Legalize it! (CH), Soft Secrets (NL, E und GB), The Entheogen Review (USA), Salvia divinorum Magazine (USA) und GaiaMediaNews (CH). Berger ist Initiator des in Deutschland stattfindenden Entheovision-Kongresses und Autor der Bücher „Psychoaktive Kakteen“ (2003 Löhrbach), „Stechapfel und Engelstrompete“ (2003 Solothurn), „Handbuch für den Drogennotfall“ (2004 Solothurn) und „Cactus Enteógenos“ (2004 La Canameria Global Barcelona). Zahlreiche weitere Bücher zur Rauschkunde sind in Vorbereitung. Er lebt im nordhessischen Knüllgebirge bei Kassel.

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