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Kein Drogen und Suchtbericht 2010?

Meldung vom Deutschen Hanfverband (DHV)
Publiziert am: 20.04.10 - Medienformen: Medienform Text

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung
Ende März stellte die Drogenbeauftragte Dyckmans zusammen mit BKA-Präsident Jörg Ziercke die "Zahlen zur Rauschgiftkriminalität und zu den Drogentoten 2009 in Deutschland" vor. Erfreulich ist die um 8% auf 1.331 Menschen gesunkene Zahl der "Drogentoten". Dyckmans erklärte hierzu:

"Der Rückgang im vergangenen Jahr zeigt, dass die Drogentodeszahlen langfristig sinken. Diese Entwicklung bestätigt, dass die Angebote zur gesundheitlichen Versorgung für Drogenabhängige notwendig sind und eine Überlebenshilfe darstellen. Unverzichtbare Hilfs- und Behandlungsangebote sind deshalb: Maßnahmen zur Schadensreduzierung, wie die qualitätsgestützte Substitutionsbehandlung mit Methadon oder Buprenorphin, Drogenkonsumräume, Spritzentausch und Kontaktläden sowie die diamorphingestützte Behandlung, die derzeit in die Regelversorgung überführt wird."

Der Präsident des BKA forderte:

"Sowohl das Beispiel Afghanistan für Heroin als auch das Beispiel Südamerika für Kokain zeigen, dass der Hebel zur Bekämpfung der Drogenkriminalität nach wie vor in den Herkunftsländern anzusetzen ist. Nur wenn es uns gelingt, die Rauschgiftproduktion in den Herkunftsländern zu unterbinden, können wir den Zufuhrdruck nach Europa und Deutschland nachhaltig schwächen."

Der drogenpolitische Sprecher der grünen Bundestagsfraktion Dr. Harald Terpe bezeichnete diese Forderung als befremdlich. "Welche verheerenden Folgen diese Art der repressiven Drogenpolitik hat, kann man derzeit sehr anschaulich in Mexiko betrachten", so Terpe in seiner Pressemitteilung.

Abgesehen von diesen beiden Statements ratterten die beiden VertreterInnen der offiziellen Drogenpoltik apolitisch ihre Zahlen von Beschlagnahmungen, Plantagen und Drogenrouten herunter.

Ob Dyckmans dieses Jahr einen eigenen Drogen- und Suchtbericht vorlegt, steht in den Sternen. Auf eine diesbezügliche Frage der SPD im Gesundheitsausschuss antwortete sie nicht und auch in der Jubel-Pressemitteilung der FDP "Sucht- und drogenpolitische Agenda der Drogenbeauftragten Dyckmans ist zukunftsweisend" wird der Vermutung nicht widersprochen, dass der Bericht dieses Jahr vielleicht einfach ausfällt.
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