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„Rootdown represent, jetzt hat's sich ausgepennt!“
10 Jahre Rootdown Records
Publiziert am: 09.06.10 - Medienformen: Medienform Text

Mono & Nikitaman - Foto: rootdown-records.com / Nosliw & Roly - Foto: Roly
Die Veröffentlichung der Vinyl 7“ „Babylon“ (Nattyflo feat. D.U.G.), gefolgt von der ersten rein deutschsprachigen 7“ Selection „Racer Riddim“ aus dem Jahre 2000 gelten als ausschlaggebender Startschuss für das Label Rootdown Records. Teil der Resonanz zu eben jener Selection, auf welcher sich bereits die späteren Label-Artists Nattyflo und Nosliw verewigten (neben den deutschen Reggae-Urgesteinen Dr. Ring Ding, Natty U, D-Flame u.a.), war der Einstieg von Nikitaman in das Rootdown Camp mit der erfolgreichen Weiterentwicklung zu Mono & Nikitaman.

Im Sommer 2005 erreichte mich Nattyflo’s Debüt-Album „Immer Vorwärts“, und wenn ich mich recht entsinne, startete von da an meine Zusammenarbeit mit Rootdown Warrior Marius, der mich bis heute (und hoffentlich noch lange Zeit) in regelmässigen Abständen mit beschwingten Roots Reggae Riddims und pumpendem Dancehall versorgt. Spätestens mit der Verpflichtung von Nachwuchskünstler Maxim entwickelte sich das Label immer mehr zu der nachhaltigen Talentschmiede innerhalb der deutschen Reggaeszene.
Am Abend des 12.März 2006 konnte ich mich dann gemeinsam mit meinem Redaktionskollegen Micha im Maschinenhaus der Kulturbrauerei Berlin endlich auch von der faszinierenden Live-Performance von Mono & Nikitaman überzeugen, die dort ihr zweites Album „Für immer“ präsentierten und uns beiden ein sympathisches Interview gaben. Songs wie „Bist Du da?“, „Wir sind so“, „Mehr als das“, „Neu“, „Zweite Halbzeit“, „Tausend“, „U.N.I.T.Y.“ und vor allem das amüsante „Fresse halten selber machen“ höre ich auch heute noch immer wieder gern. Ende 2006 spannten Sly & Robbie mit „Rhythm Doubles“ den Bogen zwischen altem Reggae über HipHop, Dub und Dancehall bis zum neuen Reggaeton und bewiesen, dass sie immer noch den Mango-Tango im Blut haben.
Nachdem ich dann im Februar 2007 auch die Gelegenheit bekam, Tanya Stephens kennenzulernen, hiess es: „Wir wollen’s immer wieder hören“, denn Nosliw lieferte „Mehr davon“. Auf der Basis von modernem Rootsreggaesound zeigte er sein ganzes Können, ob es nun inhaltlich um die Liebe oder gesellschaftskritische Themen ging. Als alter Junglist freute ich mich auch besonders über die Bassface Sascha & Franksen Remixes zu „Immer wieder hören“ und „Mehr davon“ auf Vinyl. Der Titel „Ausser Kontrolle“ war dann Programm für das sympathische Duo Mono & Nikitaman, das enorme Livequalitäten, Energie und Präsenz gekonnt ins Studio transportierte. Auf exzellenten Riddims fand das Traumpaar der deutschsprachigen Dancehall-Szene wieder genau den richtigen Mix aus rootsigen („Das Alles“), politischen („Yeah“), aber auch humorvollen Songs („Kann ja mal passieren“).
Auf einem extrem heissen Konzert im Berliner Cassiopeia traf ich dann den guten Marius auch mal live, liess mich von CéCile betören und anschliessend „rückwärts fallen“, denn Maxim erzählte interessante Geschichten und schaffte es auf seinem Storytelling-Album, auch schwere Themen lebendig und in Farbe zu gestalten. In „Woher sollt ich wissen?“ kannte er keine Tabus oder überflüssigen Stolz, da optimistische Naivität oder falsche Intuition absolut menschlich sind. Und „Was für ’ne Welt“ ist textlich und mit den wunderbaren Harmonien nach wie eines meiner Lieblingsstücke des charmanten Songwriters.
„Heiss & Laut“ wurde es dann wieder mit Nosliw, der sich auf seinem neuesten Streich ausgiebig der elektronischeren Dancehall-Disziplin widmete und für meine Begriffe sein bis dato bestes Album ablieferte. Die „Blockparty“ mit Ronny Trettmann war ein enthusiastischer, erfrischender Mix aus Calypso und Dancehall, „Angst ist deren Business“ kam als nachdenkliche Hip Hop Ballade mit Olli Banjo mit einem melodramatischen Refrain, und im Jungle-Smasher „Ihr könnt mir gar nichts“ harmonierte das neue Dream-Team Bassface Sascha & Nosliw wieder perfekt. Nach diesem leidenschaftlich groovigen Mash Up traf ich mich am 21.März 2009 im Berliner Yaam mit dem charismatischen Singjay für ein Interview und lernte so auch Maxim, Überproduzent Teka und Nils vom Rootdown Camp kennen.
Zwei Monate später bevorzugte eine neue Art ‚urbaner Immigranten-Koalas’ ausser Eukalyptus noch fette Beats und das Brechen von Regeln. 17 Musiker und 17 Vokalisten aus 15 Nationen waren nach Köln gekommen, um eine gelungene Melange aus Reggae, Soul, Afro-Beat, World-Folk und allerlei herkunftsabhängigen eigenen Styles und Einflüssen aufzunehmen – die Koalas Desperados. Im Sommer 2009 war Nattyflo mit seinem „Soulgefühl“ wieder eine zuverlässige Adresse für Roots Music mit Tiefgang und setzte inhaltlich auf das Themendreieck „Liebe / Freundschaft, Gesellschaftskritik und Musikkultur.“ Gemeinsam mit Nosliw, Maxim, Mono & Nikitaman hatte Nattyflo anlässlich des siebenjährigen Jubiläums von Rootdown (2007) eine respektvolle, groovige Hommage an das Label eingesungen.

Seit nunmehr 10 Jahren werden hier Künstler langfristig aufgebaut und etliche Alben, Singles, Tourneen & Festivalauftritte aus dem Hause Rootdown erzielten beachtliche Erfolge. Darüber hinaus konnte im Verlauf der Jahre durch die stetige Veröffentlichung von Hit-Selections wie „Crystal Woman“, „iLove“ und „Tek A Train“ eine weltweite Aufmerksamkeit auf die inzwischen durch diverse Geschäftsbereiche gewachsene Marke „Rootdown Music“ gelenkt werden. Die konsequente Erweiterung des Labels um internationale Künstler wie Lee Everton, die Koalas Desperados und Jaqee festigte diese Position und eröffnete eine zusätzliche Ausdehnung von bisherigen Genregrenzen.
Zum zehnjährigen Jubiläumsjahr bietet sich für Rootdown die Möglichkeit auf eine ereignisreiche Vergangenheit zurück- und eine spannende Zukunft vorauszuschauen, so sind diverse Aktionen und Specials geplant. Nachdem am 23.Mai beim „Spash! Kick Off Event“ gemeinsam mit Nosliw, Jaqee, Nattyflo, Maxim, Rojah Phad Full und Slonesta „10 Jahre Rootdown“ gefeiert wurde, erscheinen in Kürze der „Rootdown Allstars Sampler Vol.2“ und die „Kokoo Riddim Selection“.
Auch ich möchte hiermit zum zehnjährigen Geburtstag herzlich gratulieren und halte es mit den Worten von Nattyflo, Nosliw, Maxim, Mono & Nikitaman:
„Komm zu Rootdown!
Wir haben das Beste für Körper und Geist,
wir sind mit Herz und Blut dabei.
Komm zu Rootdown! Komm und hol dir, was Du suchst.
Hier gibt’s Feuer, nicht nur Glut, wer das probiert, kriegt nie genug.“


www.rootdown-records.com




Rojah & Slonesta: „Wer zum?“
(VÖ: 21.05.2010)


Rojah Phad Full und Slonesta sind die neuen „Killermaschinen“ des Labels. Rojah kommt aus Bayreuth und ist MC beim Hurricane Soundsystem. Slonesta ist in Südbaden zuhause und betreibt dort das Buschwerk Bouncesystem und bastelt nebenbei Remixe. Vor ungefähr fünf Jahren sind sie vom Rap zum Reggae gewechselt und veröffentlichen nun ihr gemeinsames Debütalbum „Wer zum?“, auf dem sie sich nach dem ersten Song fünf Mal am Mikrofon abwechseln. Hier zeigen die beiden Rookies auf Riddims von Teka, Soundquake und Respectaz ihren Witz und decken das Spektrum von Dancehall bis Roots-Reggae ab. Weitere Instrumentals kommen von SWS (Sound With Soul) und Soulforce, die für Slonestas „Mehr Hitze“ den „Heavenless“-Riddim aufgepimpt haben. Die Tracks von Slonesta gefallen mir dank seiner kraftvollen Stimme etwas besser, vor allem wenn er in seinem Garten eine „Dancehall Party“ auf dem „Tek A Train“-Riddim feiert oder rootsmässig den langen deutschen Winter verflucht („Winterstarre“). Es ist eine alte Tradition im Reggae-Business, ein komplettes Album von zwei Künstlern in stetigen Wechsel der Tunes bestreiten zu lassen. Rojah & Slonesta besitzen auf diesem Toe-to-toe-Album genug Charme und Skillz, um ihren ganz eigenen, individuellen Style dem Hörer zu vermitteln.
www.myspace.com/rojahphadfull
www.myspace.com/slonesta


Roly
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