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Die Hanfberatung im Hanf Journal - Erste Hilfe für Kiffer
Kascha ist per e-Mail über kascha@hanfjournal.de zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht, nur blöde Antworten.
Publiziert am: 06.06.10 - Medienformen: Medienform Text


Kay (19) aus Ludwigshafen möchte wissen:

„Hi Kascha,
ich wollte mal fragen, ob es noch andere Sachen gibt als Tabak, um Gras zu mischen? Mir geht es insbesondere um Haschisch, weil ich mit dem Tabak rauchen aufgehört habe, aber Haschisch nicht pur im Joint rauchen kann?“


Kascha antwortet:

„Hallo Kay,
da gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Welche letztendlich für dich die beste ist, wirst du anhand von Geschmack, Abbrenneigenschaften und Rauchfeeling selbst für dich feststellen müssen. Zunächst gibt es ja noch andere Möglichkeiten des Purkonsums als den Joint. Wer das Haschisch gerne rauchen und nicht essen oder trinken möchte, kann man zum Beispiel ganz einfach eine Purpfeife benutzen, da gibt es eine riesige Auswahl an verschiedenen Größen und Modellen, und diese Art des Haschisch-Rauchens ist wohl die effektivste. Interessant wegen des doch manchmal etwas starken Haschischrauchs sind vor allem Pfeifen mit irgendwelchen Kühlmechanismen – Purpfeife rauchen muss heutzutage nicht mehr Hustenanfall bedeuten.
Wem pur dann doch zu stark ist oder wer das Joint-Feeling mit mehr Rauch haben möchte, der sollte insbesondere bei Haschisch gut überlegen, welche Beimischungen sich am besten eignen. Prinzipiell möglich sind z.B. Pfefferminze, Damiana, Knaster oder andere Räuchermischungen oder sogar, das ist dann recht stark, Gras (die so genannte Königsmische). Für Haschisch wichtig ist, dass diese Beimischung nicht zu schnell abbrennt. Gerade Pfefferminze oder Damiana, als Tee gekauft, sind häufig schon eher ziemlich trocken. Pfefferminze hat auch einen ziemlich auffälligen Eigengeschmack, der vor allem mit schwarzem Haschisch vielleicht dann doch einen ziemlich herben Rauch ergibt. Bei den verschiedenen Räuchermischungen ist das Rauchverhalten meist schon etwas besser, das optimale Abbrennverhalten kann man dann über die Größe und Breite des Joints einstellen.“


Johann (18) aus München fragt:

„Hallo Kascha,
ich habe zur Zeit sehr merkwürdiges Gras. Es war sehr billig, aber da sind viele Samen drin, die Blüten sind recht klein und die Wirkung ist eher merkwürdig. Also das ist nicht so wie sonst, sondern ich merke erst gar nicht viel, wenn ich viel rauche, werde ich aber müde und bekomme ziemliche Kopfschmerzen. Ist das eine schlechte Sorte oder ist damit irgendetwas falsch, und kann ich das rauchen oder sollte ich das eher nicht?“


Kascha antwortet:

„High Johann,
da gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder hast du da Nutzhanf bekommen oder sehr schlechtes Homegrow. Beide gemeinsam haben einen sehr niedrigen Anteil an Delta-9-Tetrahydrocannabinol, kurz THC. Dieser Wirkstoff ist unter den vielen Wirkstoffen im Gras derjenige, der für das „High“ verantwortlich gemacht wird. Ist im Gras wenig THC enthalten, enthält es dafür in der Regel umso mehr Cannabidiol, kurz CBD.
Während das CBD medizinisch interessant ist, weil es unter bestimmten Umständen gegen Krämpfe, Entzündungen und Übelkeit eingesetzt werden kann, ist es bei Kiffern eher wenig beliebt, weil es eben müde macht. Cannabidiol wandelt sich in der Pflanze mit der Zeit in THC um, und das ist in deinem Gras nicht ausreichend geschehen. Nutzhanf ist so gezüchtet, dass sein THC-Gehalt winzig bleibt – dort solltest du also außer der Müdigkeit bei größeren Mengen keine besondere Wirkung spüren. Bei schlechtem Homegrow oder zu früh geerntetem Gras hat sich entweder aus Zeitgründen oder aufgrund schlechter Beleuchtung oder Nährstoffversorgung in der Pflanze nicht genügend THC gebildet.
Wenn es dir Spaß macht, kannst du das natürlich rauchen. Da dir der Effekt aber wie ich annehme nicht besonders zusagt, würde ich dir empfehlen deine Lunge zu schonen. Du kannst es dir auch beispielsweise als Beimischung aufheben, um für Joints weniger Tabak nehmen zu müssen.“


Anna (22) aus Hamburg möchte wissen:

„Hallo Kascha,
ich habe letztens aus Versehen ein Tütchen mit Gras in der Waschmaschine mitgewaschen. Leider war das Tütchen nicht ganz wasserdicht, und das Gras ist ziemlich feucht geworden. Meinst du, das kann ich, wenn ich es getrocknet habe, noch rauchen? Es riecht ein bisschen nach Waschmittel, meinst du, ich kann das irgendwie noch abspülen?“


Kascha rät:

„Hallo Anna,
ich hoffe, es war nicht all zu viel, denn ich würde dir nicht empfehlen das noch zu rauchen. Mit dem Wasser hat das Gras sicher einiges an Waschmittel abbekommen. Du kannst zwar versuchen es z.B. in einem Sieb zu spülen, auch davon würde ich aber aus zwei Gründen abraten. Erstens kannst du dir nicht sicher sein, so das Waschmittel restlos auszuspülen – und ich würde jedenfalls nicht empfehlen, Waschmittel mitzurauchen. Das schmeckt sicher unangenehm und ist ganz sicher nicht gesund. Zweitens würdest du einiges an Pflanzenmaterial und Harzdrüsen mit weg spülen, so dass das Gras, selbst wenn es restlos sauber wäre, wahrscheinlich nicht mehr besonders gut wäre – und du riskierst natürlich, wenn das Gras andauernd durchnässt und wieder getrocknet wird, dass es früher oder später anfängt zu schimmeln.
Leider fällt mir gar keine sinnvolle Verwendungsmöglichkeit für seifiges Gras ein, so dass ich dir wohl hier nur raten kann, es weg zu werfen. Wenn dir mal Gras einfach nur so nass wird, kannst du es normalerweise einfach trocknen – das geht auch mit Joints, die z.B. in den See fallen. Dabei sollte man es nur möglichst zerkleinern und beispielsweise auf einer Zeitung oder einem Blatt Papier ausbreiten, damit es möglichst schnell und gleichmäßig trocknet. Von Tricks mit einem Ofen oder ähnlichem würde ich aber abraten, da es dabei zu schnell trocknet und an Qualität einbüßt.“
Kascha
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