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Dyckmans antwortet Wurth zu Streckmitteln


Publiziert am: 05.07.10 - Medienformen: Medienform Text

Was die Bundesdrogenbeauftragte zu Streckmitteln in Marihuana zu sagen hat, ist an Ignoranz kaum zu überbieten.

Am 19. März habe ich die Drogenbeauftragte Dyckmans darauf aufmerksam gemacht, dass wir beim DHV feststellen, dass der Marihuana-Markt in Deutschland massiv durch Streckmittel verseucht ist. Es sind alle Regionen betroffen und die Betroffenen berichten zum Teil von heftigen gesundheitlichen Auswirkungen. Meine Frage kann im Cannabis-Blog des DHV oder auf abgeordnetenwatch.de nochmal nachgelesen werden. In einer früheren Antwort hatte Dyckmans ihre Untätigkeit noch darauf geschoben, dass ihr „über die wenig konkreten Angaben des Deutschen Hanfverbandes hinaus noch keine weiteren Meldungen vorliegen“. Aber offensichtlich interessiert sich Dyckmans gar nicht für konkrete Hinweise. Durch den DHV-Streckmittel-Melder liegen nämlich mittlerweile mehrere hundert konkrete Hinweise vor.

Hier Dyckmans Antwort auf meine Frage:
Sehr geehrter Herr Wurth, vielen Dank für Ihre Anfrage.
Insbesondere der Besitz, Handel und Anbau von Cannabis sind in Deutschland grundsätzlich verboten und strafbewehrt. Bereits insoweit sind jegliche Maßnahmen zur Ermöglichung oder Förderung des Konsums illegaler Cannabisprodukte nicht vertretbar. Hierzu zählt auch die von Ihnen angesprochene Qualitätskontrolle illegaler Cannabisprodukte. Vor den Risiken und Gefahren, die von illegalen Cannabisprodukten ausgehen, bietet der Verzicht auf einen Konsum sicheren Schutz! Dies gilt auch im Hinblick auf eventuelle Verunreinigungen.
Mit freundlichen Grüßen
Mechthild Dyckmans


Unglaublich, oder?

Da meint man, Schadensminimierung sei mittlerweile fester Bestandteil der deutschen Drogenpolitik. Es gibt Spritzentausch, Druckräume und Heroinverschreibung. Dyckmans kommt doch auch nicht auf die Idee, das alles wieder abzuschaffen und zu sagen: „Heroin ist gefährlich, Spritzentausch und Druckräume sind nicht vertretbar, vor den Risiken des Heroinkonsums bietet der Verzicht auf den Konsum einen sicheren Schutz!“

Frau Dyckmans, Sie haben nichts begriffen. Die Mehrheit der Cannabiskonsumenten geht verantwortungsvoll mit ihrem Genussmittel um und hat keine Probleme damit. Doch durch die Streckmittel vergiften sich tausende Menschen in Deutschland. Allein zwischen meiner Frage und Ihrer Antwort sind bei uns 150 Meldungen über Streckmittel-Funde eingegangen.

Frau Dyckmans, durch Ihre ignorante Haltung machen Sie sich mitschuldig daran, dass viele Menschen nicht mehr richtig atmen können; dass es Jugendliche gibt, die seit Jahren „Gras“ mit Zucker und Kunststoff rauchen und gar nichts anderes mehr kennen. Ich habe schon mehrere Anfragen gehabt, ob man Sie nicht wegen unterlassener Hilfeleistung oder Körperverletzung anzeigen könne. Juristisch geht das sicher nicht, aber moralisch.

Frau Dyckmans, Sie haben als Drogenbeauftragte versagt, treten Sie zurück und überlassen Sie das Feld einer Person, die sich mit dem Thema auskennt!
Georg Wurth.

http://hanfverband.de/cannabis-blog/archives/128-Dyckmans-antwortet-Wurth-zu-Streckmitteln.html


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