Hanf Journal Logo Teil 1
Hanf Journal Logo Teil 2
*
  SITEMAP
 
  * Rubriken
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

*
 
*
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-

*
 
*
-
-
-

- news
*
Versenden: Artikel drucken Bild Druckversion

Who the f... is Kimo?

Ein guerilla growing Redakteur im Gespräc
Publiziert am: 02.08.10 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Kimo
Regelmäßige Leser/innen des Hanf Journals und anderer deutschsprachiger Hanfzeitschriften kennen ihn als Autor zahlreicher Growing-Beiträge. Artikel über den in Deutschland immer noch illegalen Hanfanbau sind für ein Hanfmagazin das Salz in der Suppe: Was das Hanf Journal und andere Fachzeitschriften auf die Beine stellen, schafft keine ARD, kein RTL und kein Pro 7, auch wenn Sie 100 mal beim Hanf Verband anrufen und fragen, ob man nicht einen „auskunftsbereiten Cannabiszüchter“ kenne. Man sei ja auch bereit „zu anonymisieren und zu zahlen.“
Nene, so geht das nicht, wenn man über Grasanbau berichten will. Authentische Berichte über ein weit verbreitetes Phänomen, über das die handelnden Personen nicht gerne reden, weil es verboten ist, gibt es nur in Fachzeitschriften. Selbst die Autoren schreiben unter Pseudonym, weil sie Angst vor Kriminalisierung haben und kommen meist selbst aus der „Growszene“. Anders wäre gar kein Vertrauensverhältnis zu den kriminalisierten Kleingärtnern aufzubauen.
Einer dieser Growreporter ist Kimo, den wir zum ersten Mal seit seiner Tätigkeit für‘s Hanf Journal über seine Arbeit und ein paar andere Dinge befragen durften:


Hanf Journal: Hi Kimo

Kimo: Hi


Ha Jo: Wie wird man Growreporter?

Kimo: Da gibt es keinen vorgegebenen Weg. Wichtig sind zwei grundlegende Dinge: Man sollte ein wenig Ahnung vom Indoor-Anbau haben und die Schriftform seiner Muttersprache beherrschen. Das mit der Sprache ist mir schon immer leicht gefallen, mit dem Indoor-Anbau beschäftige ich mich jetzt seit 15 Jahren.


Ha Jo: Baust Du selbst an?

Kimo: Nicht mehr direkt. Das habe ich gemacht, als ich noch jung war (lacht). So bin ich zum ersten Mal in Holland in einen Growshop gekommen. Fand ich toll, und als ein Kumpel einen solchen Laden dann in Deutschland eröffnet hat, stand ich hinter der Theke. Von da an habe ich mich sozusagen täglich mit Indoor-Anbau beschäftigt. Aber als Growshopper war mir schnell klar, dass ich durch meinen Job nicht mehr selbst anbauen konnte. Aber man hat ja schließlich Freunde, so wie den Henk in Amsterdam.


Ha Jo: Wie ensteht so ein Growreport?

Kimo: Durch meine lange Zeit im Growshop habe ich natürlich eine Menge Leute kennengelernt. Einige davon hatten im Laufe der letzten Jahre dann Spaß daran, mich in einen ihrer Growräume mitzunehmen. Da mache ich dann ein paar Fotos und entweder interviewe ich den Kleingärtner oder ich schreibe ein wenig mit, wenn man mir das Setup und alles andere erklärt.


Ha Jo: Und was ist mit Henk?

Kimo: Der gute Henk (lacht). Der ist natürlich immens wichtig für meine Reportagen. Henk und ich haben uns vor sieben Jahren in Amsterdam kennengelernt. Damals wollte ich unbedingt wissen, wie diese Energiesparleuchten funktionieren. Ich habe dann unser Testmodell an Henk gegeben und einen Super-Report zurückbekommen. Sozusagen der Anfang einer wunderbaren Freundschaft. Die Ergebnisse waren übrigens damals so mies, dass wir den Report nie publiziert haben. Die kompakten CFL-Leuchtmittel in U-Form haben sich ja dann für die Blüte auch nicht durchsetzen können. Aber seitdem ist Henk gerade bei Neuentwicklungen der wichtigste Mann unserer guerilla growing Redaktion.

Ha Jo: Arbeitest du noch immer im Growshop?

Kimo: Nein, ich gehe mittlerweile einer anderen, geregelten Arbeit nach und schreibe nebenbei halt Growing-Artikel.

Ha Jo: Deine Highlights der vergangenen Jahre?

Kimo: Positiv: Fix und Foxi waren schon sehr coole und kompetente Jungs (siehe Hanf Journal SA-Growing 2005: „Blühen kann jeder“). Von der Outdoor-Fee M.A. (Hanf Journal 10/2006: „Outside In: Unkonventionell und natürlich“) habe ich noch eine Menge gelernt und auch die neue Ice-Hasch Methode (Hanf Journal 04/10: „Harze versenken...“), die Henk in den USA entdeckt hat, hat mich umgehauen. Und natürlich alles, wo ich legalen Hanf zeigen kann, so wie beim Cannabis College oder in Österreich.
Negativ: Das verseuchte Gras, über das ich zusammen mit der Hanf Journal Redaktion zum ersten Mal 2005 berichtet habe.Und natürlich die Aktion Sativa und alles, was damit zusammenhängt.



Ha Jo: Die beste Neuentwicklung im Growing-Bereich.....

Kimo: ....ist definitiv die erste funktionstüchtige HomeBox Anfang des Jahrzehnts. Seit der Einführung dieses Zeltes und all seiner Kopien hat die Grow-Kultur richtig große Kreise gezogen. Neuartige Reflektoren wie der Cooltube, der Adjust-a-Wing oder der Diamond haben auch zu echten Verbesserungen geführt. Ansonsten hat sich seit den Anfängen wenig geändert. Ich ärgere mich sogar immer ein wenig, wenn behauptet wird, man könne mit der neusten Technik soundso viel Strom sparen, Erträge bis zu 2 Gramm/Watt erzielen oder die eierlegende Wollsmilchsau züchten. Ein gut eingerichteter Growroom im Jahr 2010 unterscheidet sich nur in Nuancen von einem in den Niederlanden im Jahr 1990.


Ha Jo: Wenn Du erlaubst noch ein private Fragen. Kiffst du selbst?

Kimo: Seit 25 Jahren. Mehr oder weniger regelmäßig. Seit 10 Jahren nutze ich Hanfblüten auch gegen postoperative Schmerzen, die ich seit einem unverschuldeten Unfall habe. Ich bin gerade dabei, meine Medizin zu legalisieren. Aber das wird ein langer Weg....


Ha Jo: Was machst Du sonst so?

Kimo: Hm, mein Privatleben ist privat. Nur so viel: Viel rumreisen, damit ich möglichst wenig Growreports in Deutschland machen muss. Ich liebe die Grower hierzulande, gerade im Süden sind Indoorgärtner ob der unmenschlichen Kriminalisierung eine mutige und bewundernswerte Spezies. Aber bei Henk, in Tschechien, der Schweiz, Österreich oder Spanien ist es einfach lockerer, die Leute haben auch gerade bei kleinen Grows in einer Homebox lange nicht so viel Paranoia. Außerdem können sie viel mehr rumprobieren, weil es Samen gibt. Das ist aber auch die einzige Konsequenz des Samenverbots: In Deutschland ist die Sortenauswahl begrenzt, aber angebaut wird hier auch nicht mehr oder weniger als in den Ländern, wo man Samen kaufen kann.
In Osteuropa wird noch nicht ganz so viel angebaut, aber das liegt an der historischen Entwicklung der Hanfkultur. Die holen gerade saumäßig auf. In den westeuropäischen Ländern wird überall gegrowt, ob Samen nun erlaubt sind oder nicht. Wo Samen verboten werden, entsteht ein Stecklingsmarkt. Ein nettes Zubrot für den Grower.
Ansonsten mache ich viel Ausdauersport, zocke und lese gerne, nix Besonderes. Bin halt ein ganz normaler Bürger, mit der Ausnahme, dass ich lieber Hanf rauche anstatt Alkohol zu trinken. So wie mindestens vier Millionen andere Deutsche.



Ha Jo: Dann danken wir Dir für das Interview und all die informativen Beiträge der vergangenen fünf Jahre. Bis demnächst.

Kimo: Bis bald.








Versenden: Artikel drucken Druckversion Versenden: Artikel bookmarken bei einem ServiceBookmark it!

Mehr zum Thema:

- Diskutiere das Thema im Hanf Journal Forum

 
*
 Aktuelles HanfJournal
-