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Sie nannten ihn Micro

Vier Pflanzen auf dem Weg zur Tüte
Publiziert am: 02.08.10 - Medienformen: Medienform Text

Autor: KIMO
Bud Spencer baut an. Cannabis-Blüten für den eigenen Bedarf, nicht aus medizinischen Gründen sondern einfach aus Spass am Konsumieren. Natürlich ist das verboten, deshalb weisen wir wieder einmal darauf hin, dass ihr das nicht nachmachen dürft, wenn ihr nicht über eine Ausnahmegenehmigung zum Cannabisanbau@home der Bundesopiumstelle verfügt. Wer über ein solches Papier verfügt, darf das sogar 1:1 kopieren. Unser Interviewpartner darf das nicht, schert sich aber wenig darum und macht es einfach.

Hanf Journal: Hi Bud.
Bud Spencer: Yo Ha Jo

Ha Jo: Bevor wir ich über die Details Deines Grows fragen: Was hat Dich veranlasst, Gras@home zu züchten?
Bud: Nun ja, ich kiffe nun seit 20 Jahren mehr oder weniger regelmäßig. Nebenbei versorge ich auch ein paar Kumpels mit Weed, andere würden das Dealen nennen. Aber ich verdiene nix dran und fühle mich deshalb auch nicht als solcher. Auf jeden Fall hatte meine Connection (Anm. Der Redaktion: illegaler Hanf-oder Drogenfachverkäufer) seit 2006, genau zur Fussball-WM, zum ersten mal verseuchtes Gras. Seitdem gab es regelmäßig Mumpe, irgendwas war meistens dran. Geschmack, Geruch oder Abbrennverhalten haben mich skeptisch gemacht. Freunde von mir, die selbst anbauen, haben das Zeug dann mit ihrem eigenen unter einen Mikroskop verglichen. Sah auf jeden Fall anders aus.

Ha Jo: Hast Du Dich beschwert?
Bud: Logo! Aber natürlich wusste der von nichts. Erst als vermehrt Kunden sich über das merkwürdige Kraut beschwerten, wurde ihm die Lage klarer. Da er das Zeug auch selber konsumierte, wurde er dann auch etwas ärgerlich und wechselte seinen Großhändler. Das änderte leider an der Lage wenig.

Ha Jo: Heißt trotz anderer Herkunft war das Weed dennoch kontaminiert ?
Bud: Ja, zumindest teilweise. Ab und an gab es fantastisches „Hollandgras“, aber man konnte sich nie sicher sein was man im Endeffekt erhielt.

Ha Jo: Weißt du mittlerweile womit das Weed gestreckt wurde?
Bud: Nicht wirklich, aber ich vermute Vogelsand, dann Brix und später ein vergleichbares Puder, das zwar optisch nicht so leicht zu erkennen war, aber beim checken mit der Zunge einen extrem wasserziehenden Effekt hatte. Fast vergleichbar mit dem Lutschen an einer 9 Volt Batterie!

Ha Jo: Wie lange hast du das mitgemacht?
Bud: Fast vier Jahre. Natürlich hab ich auch bei unterschiedlichen Händlern zugegriffen und bin manchmal auch in einschlägigen Cafes gelandet. Dort war die Lage aber noch schlechter.

Ha Jo: Das hat dich also letztendlich zum Grow@home bewegt?
Bud: Yo, ich wollte einfach kein unsicheres Zeug inhalieren und dafür mein sauer Verdientes Tickern (Anm. der Redaktion: Slang für illegalisierten Drogenfachverkäufer) mit Starallüren hinterlassen. Ausserdem hatte ich bei Bekannten schon einige Grows miterlebt und dachte mir, dass ein solches Hobby ja auch Spaß macht.

Ha Jo: Und, macht es Spaß?
Bud: Auf jeden Fall. Nachdem ich mir den Gedanken gemacht hatte, hab ich mich mit Freunden zusammen gesetzt und eine Einkaufliste geschrieben, die benötigten Utensilien besorgt und direkt mit dem Pflanzen begonnen.

Ha Jo: Was für Equipment benutzt du denn?
Bud: Zuerst war mir wichtig, dass ich ein abgeschlossenes System nutze, das niemandem auffällt aber dennoch den gewünschten Effekt hat. Daher besorgte ich mir einen Micro-Harvester, der optisch wunderbar in eine Kücheneinrichtung paßt. Das kompakte Gerät ist so auffällig wie ein handelsüblicher Kühlschrank und ist dazu auch noch transportabel da es eine feste Kiste aus Metall ist, die man sogar auf Rädern durch die Wohnung schieben kann.

Ha Jo: Womit ist der Micro-Harvester denn ausgestattet?
Bud: Der Schrank hat eine 250 Watt Natrium-Dampflampe, einen Aktivkohlefilter mit integriertem Lüfter und eine integrierte Tropfbewässerung, sowie einen höhenverstellbaren Boden. Außerdem alle Gimmicks, die man sonst noch braucht: Ein Thermo-Hygrometer, Refelktionsfolie an den Wänden, eine Stützmöglichkeit für die später schweren Buds und so weiter...

Ha Jo: Wie groß ist der denn?
Bud: Mit Netzteil, Tank und Rollen besitzt er die Abmaße 142 x 50 x 60 cm.

Ha Jo: Reicht das denn?
Bud: Zur Selbstversorgung ist es ideal. Ich habe derzeit sechs Pflanzen in Vier-Liter-Töpfen in ihm stehen und brauche dank der Stecklinge nur insgesamt neun Wochen. Mit Samen wäre es deutlich aufwendiger, aber ich bekomme zum Glück immer ganz gute Stecklinge.

Ha Jo: Wie viel hast du denn das letzte Mal erwirtschaftet, wenn man fragen darf?
Bud: Das letzte Mal war mein erstes Mal und ich habe ungefähr 130 Gramm herausgeholt.

Ha Jo: Worauf und was hast du angebaut?
Bud: Ich hatte Bio-Erde von CANNA sowie vier Stecklinge der Sorte Jack Flash. Diese hatte ich zwei Wochen in der Wachstumsphase und dann ziemlich genau 55 Tage in Blüte.






























Kurz vor der Ernte


Ha Jo: Hast du gedüngt?
Bud: Na, klar. Zuerst habe ich den Pflanzen bei jedem Gießvorgang etwas Wurzel-Komplex von Hesi gegeben, und während der Blütephase nutzte ich das Schweizer „Crystal Top“ Düngekonzept.

Ha Jo: Wie durstig waren die Mädels denn?
Bud: Während der Wachstumsphase gab es alle drei Tage einen halben Liter Wasser mit Wurzelstimulanz pro Pflanze. In der Blütephase hatten die Damen etwas mehr Durst und es gab alle zwei Tage etwas zu trinken.

Ha Jo: Hast du denn mit einem pH- oder Ec-Meter das Gießwasser gemessen?
Bud: Zuerst nicht, da ich mir die Geräte sparen wollte. Doch als ich das erste Mal dunkelgrüne olivenähnliche Blätter zu Gesicht bekam, wusste ich, dass da was nicht richtig läuft. Überdüngt. Also hab ich mir schnell die Geräte besorgt und war überrascht wie hoch mein EC-Wert war. Glücklicherweise habe ich direkt reagiert, die Erde ausgespült und nach ein paar Ruhetagen mit kontrollierter Düngung weitergemacht.

Ha Jo: Und der pH Wert?
Bud: Ja, aber eher vernachlässigt. Beim Mischen hab ich einfach eine Messerspitze Ascorbinsäure ins Wasser getan. War der Tipp eines Bekannten. Aber jetzt beim zweiten Durchgang werde ich den auch kontrollieren.

Ha Jo: Verlief die Düngung dann ohne weitere Probleme?
Bud: Ja, das Konzept des Crystal Top Düngers lässt sich recht einfach nachvollziehen und mit der entsprechenden Wassermenge berechnen. Fürs Abmessen der exakten Mengen konnte ich auf meine Digitalwaage zurückgreifen und somit das richtige Mengenverhältniss garantieren. Zu bemerken sei jedoch, dass gerade bei Crystal Top auf Erde nur mit den halben Werten gearbeitet werden muss.

Ha Jo: Also ist der Dünger sparsam?
Bud: Das kann man sagen.

Ha Jo: Wann hast du gemerkt das die Damen ausgereift waren?
Bud: Einmal an der Verfärbung der vielen rot-braunen Härchen an den Knospen und zum anderen stimmte der Termin tatsächlich mit den Herstellerversprechen überein. Es waren exakt 55 Tage Blütephase. Wobei ich die Beleuchtungszeit in der letzten Woche auch nochmal von den regulären zwölf Stunden Blütelicht um 45 Minuten verkürzt habe. Natürlich hab ich auch schon ein paar Tage vorher mal einzelne Knöspchen zum antesten geschnitten und trocknen lassen, damit ich eine ungefähre Vorstellung bekam, was mich demnächst erwarten würde.

Ha Jo: Wie hast du denn geerntet?
Bud: Die Pflanzen wurden 24 Stunden in Dunkelheit gehalten, dann geköpft, umgedreht und aufgehängt. Dazu nutze ich ebenso den Micro-Harvester, da er mit seiner Aktivkohlefilterlüftung für eine durchgängige Frischluft zufuhr sorgt , lichtdicht ist und meine Wohnung ebenso vor übertriebenen Düften schützte. Nach drei Tagen waren die Pflanzen schon schön angetrocknet, so dass sie zur ersten Beschneidung bereit waren. Anschliessend wurden die Knospen luftdicht in Tupperware verschlossen und dem gewöhnlichen Fermentierungsprozess ausgesetzt.


























Jack Flash, geernted


Ha Jo: Warst du im Endeffekt mit allem zufrieden?
Bud: Ich kann mich nicht beklagen. Trotz des kleinen Düngefehlers habe ich den ersten Grow sehr genossen. Ich hatte schon lange kein so schmackhaftes und fettendes Gras mehr in den Händen, und das aus eigener Herstellung. Wenn ich mich nicht irre, dürfte ich pro Gramm circa 2 Euronen bezahlt haben, was für mich eine Preisverbesserung von 60% darstellt. Da man sich dazu den Ärger mit der Suche nach sauberem Weed erspart und eine feine Beschäftigung stattdessen erhält, spricht für mich alles für Grow@home.

Ha Jo: Super, das freut uns zu hören. Danke für den Einblick hinter die Kulissen, viel Erfolg weiterhin und pass auf Dich auf.
Bud: Werd ich. Danke schön.
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