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Doktor-Hanfs Patienten Ecke 17

Doktor Hanf alias Lars Scheimann leidet an Tourette sowie ADHS und ist seit Anfang 2009 Besitzer einer Erlaubnis, seine Symptome mit Cannabis zu lindern.
Publiziert am: 01.10.10 - Medienformen: Medienform Text

Tourette Patient erhält Dronabinol
- Kostenzusage durch das Sozialgericht


Liebe Hanf Journal Leserinnnen und Leser,

bereits im Dezember letzten Jahres berichteten wir euch von Marcel Knust, einem Tourette Patienten, der aufgrund der zuvor verordneten Dronabinol-Therapie eine Chance haben sollte, in dieser Gesellschaft Fuß zu fassen.
Da jedoch die zuständige Krankenkasse die Übernahme der Therapie-Kosten bis zum Tage der Sozialgerichtsentscheidung im Oktober 2010 verweigerte, konnte er nicht den ursprünglichen geplanten Weg der Lehre und der anschließenden Übernahme in den Ausbildungsbetrieb antreten. Zur Erinnerung; Ihm wurde das Benutzen der Werkzeuge sowie der Maschinen, die üblicherweise im Garten und Landschaftsbau eingesetzt werden, unter einer erfolgreichen Dronabinol (THC) Therapie zugesagt und auch ärztlich bescheinigt. Die damaligen Ausbilder sowie die behandelnde Ärztin von Marcel konnten sich ein Bild davon machen, wie erfolgreich die THC Therapie bei Marcel einschlug und dass er diese Maschinen völlig Tic-frei bedienen konnte. Ohne die Therapie mit Dronabinol wäre es unmöglich für Marcel, mit diesen Hilfsmitteln umzugehen, da er unter sehr schweren Tics litt und er sich sehr wahrscheinlich hätte verletzten können. Doch auch dieses Argument ließ die Krankenkasse kalt und Marcel musste gezwungenermaßen und ungewollt soziale Bezüge in Anspruch nehmen, obwohl er viel lieber gearbeitet hätte. Nach der zweiten Ablehnung der Krankenkasse begleitete Lars (Doktor Hanf) ihn unter der Mithilfe seines Rechtsbeistandes vor das zuständige Sozialgericht. Ein Vertreter der gegnerischen Krankenversicherung war ebenfalls persönlich anwesend. Marcel und seine kleine Familie, bestehend aus seiner Ehefrau und seiner noch nicht einmal ein Jahr alten Tochter, zwei Schöffen und einer Richterin die in der folgenden Stunde über Recht und Unrecht, Gewissen und weiterer Lebensqualität entscheiden sollte. Vor der Türe wartete ein Kamera-Team von RTL, das über Ausgang der Entscheidung berichten sollte und am Ende eine für Marcel lebenswichtig positive Urteilsverkündung im Kasten hatte. Der gegnerische Vertreter der Krankenkasse wollte mit üblichen Argumenten überzeugen, indem er immer wieder darauf hinwies, dass es geeignete Medikamente für das Tourette Syndrom gäbe. Aber die gibt es eben nicht. Marcel hat genau wie Lars seine erfolgreiche Therapie längst gefunden. Nachdem auch Lars sich nicht mehr zurückhalten konnte und Umstände aus seinen eigenen Erfahrungen erläuterte, beriet sich die Richterin mit ihren Schöffen und vollzog noch am selben Tag in dieser Stunde das so genannte Stuhlurteil, das dazu geführt hat, dass Marcel nun seine THC Therapie von seiner Krankenkasse bezahlt bekommt. Marcel eröffnete bereits während seiner Phase des Hoffens und Bangens eine informative Homepage für Patienten, auf der alle Informationen über seine Geschichte nachzulesen sind (www.konzumenten.de) . Desweiteren hat er sich vor kurzem selbstständig gemacht und hat einen kleinen Laden, in dem er T-Shirts verkauft und bedruckt. Es läuft gut für ihn und das freut uns sehr. Wieder ein Beweis dafür, dass es sich lohnt zu kämpfen.

Wege entstehen, in dem man sie geht.

Euer Doktor Hanf


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