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Rolys Silberscheiben des Monats Dezember 2010
Publiziert am: 01.12.10 - Medienformen: Medienform Text

Fenin: Mixes & Maxis
(shitkatapult)


Nachdem sein Debut-Album „Grounded“ aus dem Jahre 2005 noch ein Mix aus Techno, Reggae, Dub und anderen elektronischen Klangwelten war, stellte Lars Fenin auf dem Nachfolger „Been Through“ drei Jahre später seine Fähigkeiten als Songwriter unter Beweis.
Nun veröffentlicht der gebürtige Hamburger mit „Mixes & Maxis” neun Tracks auf Albumlänge, die bisher teilweise nur auf kleinen 12“ Vinylauflagen vorlagen. Nachdem der Blue-Print Track „Done“ das Werk ruhig und besinnlich einleitet, klackert „Division El Norte“ sehr funky nach vorne. Das dubsteppige „Seem Like“ (Dock) kommt sehr atmosphärisch, und Fenins Evergreen „None Of Them“ (feat. Gorbi) erscheint erstmalig als seelenvoller „Robags Wokksikon Remikks“ des Leipziger Produzenten Robag Whrume. Nach einem aktuelleren Release wie dem melodie-orientierten „Romeo Kalimba“ (Echocord) folgen meine beiden Favoriten: „Driven“ (Meteosound) – einfach hören und abdriften – und der unglaublich deepe Ambient Track „Adeto“. Das minimalistische „And Again” (Echocord) lebt nur von unterschiedlichen Sounds und Effekten, und Sänger Gorbi bringt schliesslich auch in „Sound And Power“ den gewissen Dub-Touch mit hinein. Eine sehr gelungene Bestandsaufnahme der letzten zehn Jahre von Fenins Schaffen, die vor allem eins wieder zurückbringt: Tiefe und Seele. Manche sprechen ja schon von einer derzeitigen Renaissance von Dub-Techno. Und das hier ist so warm und deep, dass ich mich nicht scheue, Vergleiche zu legendären Basic Channel und Chain Reaction Platten zu ziehen.
www.myspace.com/feninmusic
www.fenin.net
www.shitkatapult.com




Shad: TSOL
(decon)


Das New Yorker Label Decon Records steht seit 2004 für hochtalentierte, urbane Künstler wie Dilated Peoples, Freestyle Fellowship und Black Milk, die mit Muße und Liebe zur Kultur darum bemüht sind, qualitativ hochwertige und nachhaltige Musik zu produzieren.
Neben der Kollabo-LP „Gutter Water“ von Gangrene (The Alchemist & Oh No) möchte ich euch vor allem Shad’s erfrischendes Werk „TSOL“ ans Herz legen. Beeinflusst durch True-School MCs wie Common, Ras Kass oder Outkast, präsentiert der kanadische MC mit kenianischen Wurzeln nach seinem komplett selbst finanziertes Debüt „When This Is Over“ (2005) und seinem vielumjubelten zweiten Album „The Old Prince“ (2007) nun mit seinem dritten Longplayer „TSOL“ vielleicht das Hip Hop Highlight des Jahres. Tracks wie das tiefgründige „Rose Garden“ mit Lisa Lobsinger und einem hübschen Lynn Anderson Sample, das Drums geladene „Keep Shining“, das wortverspielte „Lucky 1’s“ mit Kamau, das sonnig groovende „A Good Name“, das konzeptionelle „Telephone“, das darauf antwortende Interlude „Call Waiting“, das ansagekräftige „Yaa I Get It“, das von der Kunst des Zuhörens handelnde „Listen“, das weinend-lachende „At The Same Time“ oder das zwischenmenschliche „We, Myself, And I“ beweisen erneut seine textliche Vielfalt, seinen smoothen Flow und sein feinsinniges Gespür für den richtigen Beat. Das ist der Hip Hop, den ich immer geliebt habe und immer lieben werde. Dynamisch, samplelastig und lyrisch ausgefeilt – so klingt hochwertiger, superdeeper Conscious Rap der Extraklasse! Yaa I Get It!
www.myspace.com/shad
www.shadk.com
www.deconrecords.com




Viva Elvis – The Album
(legacy recordings / sony music)


„Before Elvis, there was nothing“, sagte einst Beatle John Lennon. Mit seinem Hüftschwung und seiner Stimme riss Mister Presley alle musikalischen Schranken nieder, revolutionierte die Welt des Films, der Musik und der Mode. Egal, welcher Rasse, welchem Geschlecht, welcher gesellschaftlichen Schicht oder Generation man angehörte – an niemandem ging seine Wirkung spurlos vorüber. Dank seiner grossartigen Begabung konnte Elvis in den unterschiedlichsten Musikstilen seiner Zeit brillieren - ob Delta Blues, Rockabilly, Gospel oder Vegas Pop.
Diese Hommage beleuchtet seine Musik aus einer völlig neuen Perspektive und beweist, dass er sich wohl auch in zeitgenössischen Sounds wie Garage Rock, Punk, Urban oder Hip Hop zu Hause gefühlt hätte. Über 17000 Samples aus Elvis-Songs wurden als Rohmaterial für die Cirque du Soleil-Show „Viva Elvis“, eine begeisternde Kombination aus Tanz, Akrobatik und Livemusik, produziert und in verschiedenen Variationen wieder in die Songs des „King“ eingefügt. Ohne sie dabei zu verfälschen oder in ihrem Kern zu verändern, verleihen sie den Originalen zusätzlichen Drive. Rockende Songs wie „Blue Suede Shoes“, „That’s All Right“, „King Creole”, „Burning Love” und „Suspicious Minds” swingen neben legendären Balladen wie „Love Me Tender”, „Memories” und „Can’t Help Falling in Love”. Dieses Tribut an das Leben und die Musik von Elvis Presley zeichnet ein Porträt des Superstars und lässt den Spirit des „King“ in neuem Soundgewand wieder aufleben. Elvis Presley as you’ve never heard him before – Future Rock’n’Roll!
www.myspace.com/thekingelvis
www.elvis.de/vivaelvis
www.cirquedusoleil.com/lasvegas
www.legacyrecordings.com




Pink Martini: Joy To The World
(naïve / heinz records)


Hoho, und jetzt empfehle ich noch ein grandioses Weihnachtsalbum des 12-köpfigen Mini-Ensemble Pink Martini. Aufgenommen wurden die 14 Songs im beheimateten Portland/Oregon in der Kung Fu Bakery unter Federführung von Toningenieur Dave Friedlander (Prince, The Decemberists) und produziert von Bandkopf und Pianist Thomas Lauderdale. Es beginnt mit dem traditionellen „White Christmas“ von Irving Berlin, englisch und japanisch performt von China Forbes & Saori Yuki, die aus dem ewigen Klassiker eine asiatisch feierliche Angelegenheit zaubert, deren fernöstliche Ausstrahlung harmonisch zum Tragen kommt.
Konfessionsübergreifend und weltoffen im wahrsten Sinne des Wortes, erklingt dann gemeinsam mit dem Pacific Youth Chor und dem Handglocken-Ensemble Bells of the Cascades das ukrainische „Shchedryk“ (bekannt als „Carol Of The Bells“). Das hebräische Gebet „Elohai, N’tzor“, dem die Bläser und das Klavier Festliches einhauchen, wurde mit Ida Rae Cahana, Ari Shapiro und Patricia Costa Kim eingespielt, während in den Jazz-Kontext von „Little Drummer Boy“ mit Congas, Trompete und Rasseln eine weltmusikalische Prägung eingeflochten wurde. Neben dem zeitlos schönen „Do You Hear What I Hear?“ und Verdi’s „La Vergine Degli Angeli“ gibt es auch einen chinesischen Neujahrssong aus dem Jahr 1946, eine Fela-inspirierte Version von „We Three Kings“ in Ladino (die Sprache der sephardischen Juden), ein dreisprachiges „Silent Night“ (Deutsch, Arabisch und Englisch) und eine Samba-Version von „Auld Lang Syne“ mit dem Refrain in Englisch, Arabisch und Französisch, gemischt mit unglaublichen Percussions von den Lions of Batucada. So erschliesst „Joy To The World“ ganz eigene Wege und kann zum Fest der Liebe überall gehört werden.
www.myspace.com/pinkmartinionmyspace
www.pinkmartini.com
www.naive.fr

Roly
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