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"Wir müssen leider draußen bleiben"

Neue Coffeeshopregelung in den Niederlanden jetzt möglich
Publiziert am: 20.12.10 - Medienformen: Medienform Text

"Nur schauen, nicht kaufen." Die Zukunft für Hollands Gras-Tourismus?
Einen Tag vor Redaktionsschluss hat der Europäische Gerichtshof Europas Kiffern noch ein schönes Weihnachtsgeschenk beschert:
"Kein Hasch mehr für Ausländer" titelten viele Tageszeitungen, nachdem die Richter in Luxemburg die Klage eines niederländischen Coffeeshopbesitzers abgewiesen hatten, der trotz eines gegenteiligen Beschlusses der Stadt Maastricht weiterhin Gras und Hasch an seine deutsche Kundschaft verkaufen wollte.

"Ausländer" sind aber von dieser Regelung gar nicht betroffen, solange sie in den Niederlanden wohnen. Entgegen den meisten Meldungen der Tagespresse ist nicht die Nationalität auschlaggebend, sondern die Meldeadresse im Ausweis. Wer in den Niederlanden gemeldet ist, darf auch weiterhin in einem Coffeeshop einkaufen oder Mitglied im umstrittenen Pass-System werden, egal ob Niederländer, Deutscher, Türke oder was auch immer. Auch wird das Pass-System vorerst nur in einigen grenznahen Städten gelten, ob es irgendwann einmal auch in Amsterdam, Rotterdam oder Utrecht eingeführt wird, ist noch ungewiss.

Die neue, rechts-populistische Regierung hat sich zwar dafür ausgesprochen, die meisten Lokalpolitker, allen voran Amsterdams Bürgermeister Eberhard van der Laan, wollen aufgrund der durchweg positiven Erfahrungen mit den Coffeeshops in ihren Kommunen jedoch an der aktuellen Praxis nichts ändern und ihre Lädern weiterhin für Touristen offen halten.

Das Stadtoberhaupt der Grachtenmetropole zeigte sich ob des Urteils besorgt: „Sollten die Coffeeshops für Ausländer gesperrt werden, kriegen wir wieder die Zustände von einst, dann kehren die Dealer auf die Straßen zurück. Die Coffeeshops haben den Gebrauch weicher Drogen beherrschbar gemacht.“

Für Deutsche wäre auch nach diesem Urteil theoretisch weiterhin möglich, Weed oder Hasch einzukaufen, sofern sie über eine niederländische Meldeadresse verfügen- in Zeiten von Schengen für so manche/n sicher eine überwindbare Hürde.
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