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Neues von und mit Marion

Publiziert am: 10.01.11 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Roland Grieshammer
Bitte recht freundlich

Sie ist unter anderem Mitglied der IG Bergbau, Chemie, Energie, des BUND e. V., des Deutschen Roten Kreuzes und der Naturfreunde Lörrach sowie Präsidentin beim Kneippverein Lörrach. Von 2002 bis 2005 war sie Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Gesundheit und Soziale Sicherung und anschließend von 2005 bis 2009 Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Gesundheit. In den Jahren 2001 bis 2005 trat sie außerdem als Drogenbeauftragte der Bundesregierung in Erscheinung und erfreute in Cousto’s legendärem Dossier „Feuer auf …“ die Herzen unserer Leserschaft. Die Rede ist natürlich von Marion.
Frau Caspers-Merk (SPD) stand einem Kurswechsel in der Cannabispolitik immer schon ablehnend gegenüber, weil sie bei einer Legalisierung eine Verharmlosung von Cannabis und einen Anstieg des Konsums bei Jugendlichen befürchtete. Man könne nicht gleichzeitig im Umgang mit Tabak und Alkohol auf die Bremse treten und bei Cannabis auf’s Gas, so lautete eine ihrer Lieblingsmetaphern. Dass die bisherige Politik die Verbreitung des Cannabiskonsums mitnichten gebremst hat, nahm sie nie wahr. Das Pendant zu Sucht und exzessivem Konsum ist nicht Abstinenz, sondern Drogenmündigkeit. Oder verfallen wir in Hysterie, wenn Frau Caspers-Merk mal wieder an einer Weinprobe teilnimmt? Ach nee, Wein ist ja ein „Kulturgut“, ganz vergessen.
Ausgerüstet mit ihrer ganzen Erfahrung und Kompetenz startet Frau Caspers-Merk nun wieder voll durch und ist gemeinsam mit der ehemaligen Schweizer Gesundheitsministerin Ruth Dreifuss in die „Global Commission on Drug Policy“ berufen worden, die vom ehemaligen brasilianischen Präsidenten Fernando Cardoso gegründet wurde. Dazu gesellen sich auch die ehemaligen Präsidenten Mexikos und Kolumbien, Ernesto Zedillo und César Gaviria, sowie der mexikanische Schriftsteller Carlos Fuentes. Ziel der Kommission ist es, für einen Strategiewechsel in der internationalen Drogenpolitik zu werben und neue Ansätze vornehmlich für Südamerika zu entwickeln, damit dort die Verbindung zwischen Drogenhandel, Gewalt und Korruption nicht eskaliert wie in Mexiko, wo der Krieg der Drogenmafia und die organisierte Kriminalität die Autorität des Staates zunehmend untergraben haben und in den letzten vier Jahren 30 000 Tote gezählt wurden.
So will die Kommission weg von der rein restriktiven Politik und mehr auf Aufklärung und Hilfen bauen. Wir fragen uns, inwieweit Frau Caspers-Merk in ihrer neuen Rolle als Beraterin lernfähig geworden ist und ihre fundamentalistischen Parolen von früher, oft mit diversen abenteuerlichen Behauptungen garniert, im Griff hat. Schließlich argumentierte sie nie sachlich, sondern dramatisierte immer nur den Konsum von Drogen. Und mit ihrer Dauerhysterie wird sie bei der brisanten Lage Südamerikas keine große Hilfe sein.

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