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Pier Solar and the great Architects

Pure Magie
Publiziert am: 02.02.11 - Medienformen: Medienform Text

Autor: mze
Pier Solar

Eigentlich hatten wir schon im Dezember 2008 damit gerechnet, aber zwei Jahre Verzögerung machen Fans wenig aus, wenn sich das Warten dann lohnt.
Es hat sich gelohnt!
Mit „Pier Solar and the great Architects“ erscheint ein magisches Stück Software für die Hartgesottenen, die echten Fans, eben für Zocker aus Leib und Seele.
Ein waschechtes, neues und hervorragend produziertes Rollenspiel für die 22 Jahre alte 16-Bit Maschine von Sega, dem Mega-Drive, schlägt derzeit hohe Wellen in der Gamingszene.
Fans hatten sich vor langer Zeit in einem Sega Forum kennen gelernt und kamen auf die Idee einen Traum zu verwirklichen. Ein neues, typisch japanisches Rollenspiel in Cartridgeform für den belebten Retrogaming Markt zu veröffentlichen. Dabei das Hauptaugenmerk auf grafische und stimmungstypische Details setzen und nachträglich der damaligen Konkurrenzkonsole von Nintendo, dem 16-Bit Super Nintendo, zu beweisen, dass das Mega-Drive dieses Genre ebenso gut bedienen kann. Dies war etwas, was die Produzenten damaliger Software kaum versuchten.
Nun ist es geschehen, eine Watermelon Corporation wurde gegründet und die Versprechen an die Szene wurden mehr als nur gehalten.
Vorbesteller erhielten um Neujahr herum, ihr in China produziertes Exemplar, das Sammlerherzen höher schlagen ließ. Nicht nur das passgenaue Spielmodul, sondern vor allem die famose Qualität der Box, des Booklets und eines Strategy Guides gefielen. Dazu noch versteckte Boni in der Verpackung zu finden sorgten für Staunen und schummrige Wärme in einigen Zockerherzen.
Erstbesteller bekamen auch noch eine Enhanced Soundtrack CD, die alternativ, simultan zum Spiel, vollere Klänge aus dem Sega Mega-CD presst. Einmalig in der Geschichte der Sega Geräte Kombination. Ebenso ist das Modul selber das Größte seiner Art. Mit 64 Mega Bit sprengt der Umfang Pier Solar´s den eines jeden vorher erhältlichen 16-Bit Spiels auf Cartridge bei weitem. Und dass der genutzt wird, merkt ihr sofort beim Spielen des nun erhältlichen Kleinods anhand der stimmungsvollen Details und der farbenfroher Grafik. Von den verzaubernden Klängen des Enhanced Soundtracks ganz zu schweigen.
In der sympathisch erzählten Geschichte des Spiels seid ihr Hoston, ein Bub aus Reja, dessen Vater an einer starken Krankheit leidet. Um jeden Hoffnungsschimmer zu nutzen, macht ihr euch trotz Verbote eurer Eltern mit zwei Freunden in die Wälder auf, um ein spezielles Heilkraut für Rudy, euren Dad, zu finden. Dabei stoßt ihr auf die Überreste einer vergangenen, fast vergessenen Zivilisation und die faszinierende Geschichte nimmt ihren Lauf. „Pier Solar and the great Architects“ lässt sich am besten mit vergangenen 16 Bit Abenteuern der Final Fantasy Factory Square vergleichen, die damals ihre Spiele, bis auf kleine Ausnahmen, nicht in Deutschland veröffentlichten, da man sich nicht denken konnte, das so etwas hierzulande ebenso gezockt werden würde wie in der japanischen Heimat oder den USA.
Genretypisch seid ihr in einer Gruppe unterwegs, durchforstet Dörfer, in denen ihr euch mit vorhanden Ressourcen ausstatten könnt und führt Gespräche mit den Bewohnern, die euch entweder weiterhelfen in der Story voran zu schreiten oder euch bloß mit sympathischen Lebensweisheiten erheitern. Um Markierungen auf der Landkarte zu durchqueren, lauft ihr aber weitaus häufiger durch verzweigte Areale, in denen es gilt Schätze zu finden und sich durch überraschend auftretende Gegnerhorden zu schlagen.
Diese sind nämlich erst unsichtbar und greifen in kurzen Intervallen an. Dabei schaltet der Bildschirm in einen Kampfmodus, in welchem ihr in rundenbasierenden Kämpfen, jede Aktion einzeln auswählt. Ein taktisches Vorgehen und das Suchen nach Schwächen beim Gegenüber werden dabei zur Pflicht, da ihr immer gut mit eurem Inventar sowie den Status-Werten eurer Truppenmitglieder haushalten müsst.
Neben Angriffen beherrschen die Charaktere Zauberattacken, die sich im Laufe des Abenteuers entwickeln und von denen noch einige mächtige Magien gelernt werden wollen.
Nach jedem Kampf erhält jedes Gruppenmitglied Experience Points, die ihn stärker machen und im weiteren Verlauf der Geschichte aufleveln.
Nach dem Kampf findet man sich an der zuletzt besuchten Stelle wieder und versucht ein paar Schritte weiter, in dem circa 35 Stunden langen Abenteuer, zu kommen.
Da die Geschichte fesselt, die Charakter viel Charme besitzen und das Spiel einem vergleichbaren professionellen Produkt in keinster Weise hinterherhinkt, kann man der Watermelon Corporation nur sehr dankbar sein, dass sie uns eine solche Zeitreise ermöglichen, die sich viele Retrozocker schon lange und regelmäßig wünschen. Hoffentlich finden sich noch viele Nachahmer, die sich den alten Konsolen annehmen werden, um ähnliche Freuden und Spielspaß zu verbreiten.
Jedem, der das Genre liebt, der noch ein Mega Drive auf dem Dachboden hat oder sich eines besorgen kann, sei „Pier Solar and the great Architects“ nahegelegt, denn mehr Herzblut kann man in ein Spiel nicht stecken. Wer heute also Chrono Trigger sagt, muss zweimal Pier Solar sagen.

Pier Solar and the great Architects / Sega Mega-Drive / 45$
Website und Bestellformular
Fotos: www.piersolar.com

In der zweiten Auflage, die im typischen Hardcase und ohne CD verschickt wurde, ist das Spiel mittlerweile abermals vergriffen, für den anhaltenden Ansturm wird aber erneut nachproduziert.
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