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Die Hanfberatung im Hanf Journal: Erste Hilfe für Kiffer

Kascha ist per e-Mail über kascha@hanfjournal.de zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht, nur blöde Antworten.
Publiziert am: 03.03.10 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Kascha
Mal kurz Untertauchen


Jamal (ohne Alter und Wohnort) möchte gerne wissen:
„Schönen guten Tag.
Ich hab da mal so ‚ne Frage, und zwar, ob ihr vielleicht schon mal etwas von Fondue, (sei es Käse oder auch Schokolade) gemischt mit Gras gehört habt? Ein Freund von mir hatte von einer Erfahrung erzählt, die er gemacht hatte, wo er das Gras mit Sahne und Käse zu einem Fondue gemischt hatte und es erwärmte, dass er den ganzen Tag stoned war und es immer wieder von Neuem kam über Stunden. Und jetzt würde mich mal interessieren, ob ihr vielleicht ein Rezept parat hättet oder eine Anleitung oder auch Tipps, wie sich das am besten verwirklichen lassen würde. Ich danke sehr für eure Hilfe.“


Kascha informiert:
„High Jamal,
zunächst muss ich dich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass wir weder zum Drogenkonsum anleiten wollen noch dürfen. Deshalb kann ich dir hier auch kein Rezept für ein Gras-Fondue verraten. Ich kann dir aber ein paar allgemeine Informationen darüber geben, wie das funktioniert, dass man von einem Gras-Fondue stoned wird.
Zunächst einmal ist wichtig zu wissen, dass sich THC, der wichtigste psychoaktive Wirkstoff im Gras, am besten in Fett löst. Das heißt, dass man Gras in den verschiedensten fetthaltigen Lebensmitteln, von Butter über Käse bis zu Öl, auflösen kann und dann eine Wirkung spürt, wenn man das isst. Wenn es dabei zusätzlich erwärmt wird, beschleunigt sich der Prozess, so dass es denkbar ist, dass bei einem Fondue eine gute Auflösung und Verteilung des THC im Käse erzielt werden kann. Die Mischung mit Sahne ist eine interessante Idee, auf jeden Fall eignen sich vermutlich fettarme Käsesorten weniger als Sorten mit einem hohen Fettanteil.
Zu beachten ist aber auch, dass THC, wenn man es isst, wesentlich länger und zum Teil auch stärker wirkt, als wenn man es raucht. Besonders Menschen, die noch wenig Erfahrung mit dem guten Ganja haben oder dazu neigen, auch mal einen unangenehmen Film zu schieben, könnte es vielleicht beängstigen, dass sie nach 8 oder 9 Stunden möglicherweise immer noch ziemlich high sind. Außerdem setzt die Wirkung erst mit etwa einer Stunde Zeitverzögerung ein und man sollte deshalb mit der Dosierung vorsichtig sein. Viele Menschen empfinden eine Dosierung von 0,3 - 1g pro Person als angenehm, wobei 1g pro Person für einige schon ziemlich heftig sein kann.“


Alex (ohne Alter und Wohnort) fragt:
„Hallo Kascha,
Ihr habt schon diverse Verfahren zum Verwerten von Knippresten vorgestellt gehabt. Mich interessiert aber: Ab welcher Menge (trockener Schnittreste) lohnt es sich (in einem Land, wo Hanf toleriert wird) Ice-Hash zu machen oder die Pollinatortrommel zu ordern, ab wann mit Siebbeuteln, ab wann mit Hand-Hash-Shaker und ab wann die Omas-Nylonstrumpfhose-Methode?“


Kascha antwortet:
„Hi Alex,
darauf kann ich dir jetzt leider keine Antwort geben im Sinne von: „Mit dem Pollinator bekommst du aus 300g trockenen Schnittresten etwa 3g Ice Hash“. Das liegt zum einen daran, dass die Harzanhaftungen an den Schnittresten sortenabhängig sind: Bei sehr harzhaltigen, z.B. Indica-, Sorten lohnt es sich mit Sicherheit eher als bei sehr harzarmen Sativa-Pflanzen. Das ist aber schnell geprüft: Der Grower kann seine Schnittreste mal ein bisschen zwischen den Fingern reiben und sehen, wie viel Harz hängen bleibt, das gibt eine Vorahnung darauf, was ein Pollinator raus holt. Der zweite Grund ist natürlich auch der, dass der Harzgehalt der Schnittreste davon abhängt wie großzügig bzw. genau der Grower seine Pflanzen beschneidet. Je mehr man an den Blüten dran lässt, desto weniger harzhaltige Pflanzenteile sind am Ende in den Schnittresten enthalten.
Wie du dir aber schon anhand dieser Schilderungen vorstellen kannst, benötigt man zur Herstellung von Haschisch mit den verschiedensten Verfahren für die gleiche Menge deutlich mehr Schnittreste als man Blüten benötigen würde. Genau aus diesem Grund ist natürlich ein professionelles Gerät Erfolg versprechender als die Methode mit der Nylonstrumpfhose, bei der der Anteil des nicht-psychoaktiven Pflanzenmaterials im Haschisch am Ende wahrscheinlich doch noch relativ hoch sein dürfte.“


Andreas (19, ohne Wohnort) hat eine Frage:
„Hi Kascha,
ich habe mal eine theoretische Frage. Angenommen man hat etwa 10 Indica-Samen, mit denen man eine kleine Ecke seines Gartens bepflanzen möchte – wann ist dann eine günstige Aussaatzeit? Ich habe mal gelesen, dass man im März anfangen kann die Pflanzen zu säen, und dass es im Mai oft schon relativ spät sei. Andererseits besteht dann aber das Risiko, durch einen späten Frost alle Pflanzen zu verlieren. Was ist da eine sinnvolle Strategie?“


Kascha antwortet:
„Hi Andreas,
also theoretisch funktioniert das so: Die Pflanzen wachsen, solange sie mehr als 12 Stunden Licht pro Tag bekommen, wenn das weniger wird, fangen sie an zu blühen. Je früher man die Pflanzen also einpflanzt, desto mehr Zeit haben sie auch zum Wachsen. Es ist auch möglich Ende Mai oder sogar im Juni noch Pflanzen auszusäen, diese werden dann aber meist nur sehr klein. Das mit dem Frost ist zumindest bei unserem Klima tatsächlich ein Problem, es ist ja nicht selten schon vorgekommen, dass selbst im April manchmal die Nachttemperaturen noch unter 0°C fallen. Das bringt die Pflanzen nicht immer gleich um, unter Umständen kann es das allerdings. Dafür gibt es aber eine einfache Lösung: Man kann die Pflanzen in kleinen Blumentöpfen auf dem Fensterbrett ab Anfang März vorziehen und sie dann, wenn sie einigermaßen robust geworden sind und die Außentemperaturen dauerhaft über dem Gefrierpunkt bleiben, an die gewünschte Stelle auspflanzen. Besonders für Grower, die nur wenige Samen zur Verfügung haben, ist dies ohnehin die bevorzugte Variante, da so auch die Gefahr ausgeschlossen wird, dass hungrige Vögel die nahrhaften Samen stehlen, bevor diese dazu kommen zu keimen.“
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