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Mr. Nice

Das innovative Portrait des sympathischen Walisers ab 23. Juni 2011 im Kino
Publiziert am: 03.05.11 - Medienformen: Medienform Text

»Wie heißt du mit Nachnamen, Don?«...

... ,fragte ich. Mir waren schon einige ziemlich furchtbare Dinge angehängt worden.
»Nies.« »Wie schreibt sich das?« »N I C E . Wie die Stadt am Mittelmeer.« Wie Don seinen Namen aussprach war seine Sache. Ich wusste, ich würde ihn anders aussprechen. Ich wurde gerade zu Mr. Nice.
(Auszug aus dem Buch „Mr. Nice“ von Howard Marks, Heyne Verlag)

43 Decknamen, 89 Telefonanschlüsse, 25 Firmen, Kontakte zu Mafia und Geheimdiensten und über eine Million verkaufte Bücher: Kaum einer spielte mit dem Feuer des Verbrechens so ungeniert wie der Mann, der einst mit Hilfe der IRA und des britischen Geheimdienstes den Drogenhandel globalisierte. Geboren 1945 in Kenfig Hill, einem kleinen Kohleabbaudorf in der Nähe von Bridgend, besuchte Howard Marks die Oxford University, wo er einen Abschluss in Atomphysik machte und weitere Qualifikationen in Philosophie erwarb.






















Von der Daily Mail als „Der kultivierteste Drogenbaron aller Zeiten“ bezeichnet, begann alles in den 70er Jahren, als der Joint Symbol einer besseren Welt war: Howard will Lehrer werden, bis er vertretungsweise mit einer Ladung Drogen quer durch Europa rast – ein buchstäblich bewusstseinserweiternder Trip! Kurz darauf erobert sich Howard mit Hilfe eines IRA-Anführers den amerikanischen Markt und wird als Agent des MI6 angeworben – sehr zum Verdruss der internationalen Drogenpolizei.
Vor den Augen der Weltöffentlichkeit hält Mr. Nice ein ganzes Justizsystem zum Narren, ist mal unberechenbarer Geheimagent, mal schäbiger Geldwäscher, und genießt ein Leben zwischen Cannabis, Cadillacs und viel viel Cash. Howard bleibt nicht zu fassen und wird zum Helden der Legalisierungsbewegung. Aber Craig Lovato von der US-Drogenbehörde hat genug von dem Katz-und-Maus-Spiel. Er setzt alles daran, den begnadeten Trickser endlich dingfest zu machen. Doch der bleibt vor allem eins: Verbrecher – und stolz darauf.
1988 verhaftete ihn das amerikanische Drogendezernat. Er wurde verurteilt zu 25 Jahren Gefängnis in Amerikas härtester Vollzugseinrichtung, Terre Haute, Indiana. 1995 entließ man ihn wegen guter Führung auf Bewährung, nachdem er sieben Jahre seiner Strafe abgesessen hatte.





















Im darauffolgenden Jahr veröffentlichte er seine Autobiografie, Mr. Nice, die nach wie vor ein internationaler Bestseller ist, in verschiedene Sprachen übersetzt wurde und 1997 das bestverkaufte Non-Fiction-Buch war. Zu seinem Buch sagt er: „Durch eine Fülle an Funk- und Fernsehinterviews und mehreren öffentlichen Lesungen wurde mir klar, dass der vorherrschende Grund, warum so viele Erwachsene und Studenten MR. NICE gelesen und gemocht haben, ihre Frustration über das Gesetz war, das Handel und Konsum von Cannabis untersagt.“
Im Jahr 1997 begann er seine ersten Live-Shows, in denen er sein Leben als Marihuana-Schmuggler und seine Sicht auf Drogengebrauch und -legalisierung diskutiert. Die Shows bekamen exzellente Kritiken in der landesweiten Presse und seine mittlerweile legendäre One-Man-Comedy-Show „An Audience with Mr. Nice“ sorgt weiterhin für ausverkaufte Veranstaltungen in Großbritannien und Europa.
Fünf Jahre lang schrieb Howard Marks eine monatliche Kolumne für Loaded und hat Leitartikel für den Observer, Daily Telegraph, Evening Standard, Time Out, GQ und den Guardian verfasst. Seine Kampagne für die Legalisierung von Entspannungsdrogen führt er weiterhin energisch fort.

Dass „Mr. Nice“ eigentlich der perfekte Stoff für einen Spielfilm ist, wusste man schon länger. Alle Versuche „Mr. Nice“ zu verfilmen scheiterten aber an der britischen BBC, die die Rechte bereits 1996 für einen Fernsehfilm gekauft hatte. Howard Marks vermutete in der Blockade politische Gründe, doch im Jahre 2008 schnappte sich die renommierte, britische Produktionsfirma „Independent Film Company“ die Rechte. Gemeinsam mit Produzent Luc Roeg inszenierte Regisseur Bernard Rose die wahre Geschichte dieses charismatischen Outlaws als pointen- und wendungsreiche Komödie voller Dialogwitz und satirischer Seitenhiebe und liefert mit „Mr. Nice“ die kongeniale Verfilmung der gleichnamigen, legendären Autobiographie von Howard Marks, der übrigens selbst in einer kleinen Nebenrolle als holländischer Coffeeshop-Besitzer in Erscheinung tritt.
























Vor zwei Jahren sagte Howard Marks in einem Interview: „Der Film wird sicherlich auch dazu führen, dass sich neue Leute für das Thema interessieren.“ Die Hanf Journal Redaktion wird am 02. Mai bei der Pressevorführung anwesend sein und euch in der kommenden Ausgabe berichten, warum es sich für euch lohnt, ab 23. Juni ins Kino zu gehen …


Mr. Nice
UK 2010, 121 Minuten
Verleih: Koch Media

Darsteller:

Howard Marks Rhys Ifans
Judy Marks Chloë Sevigny
Jim McCann David Thewlis
Malik Omid Djalili
Ilze Elsa Pataky
Lovato Luis Tosar
Ernie Combs Crispin Glover
Mac Christian McKay

Eine Produktion von Independent,
in Koproduktion mit Prescience, Wales Creative IP Fund,
Lipsync Productions LLP und Kanzaman S.L

Kinostart: 23. Juni 2011

www.mrnice-themovie.co.uk
www.howard-marks.de
www.kochmedia-film.com
www.neuevisionen.de
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