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Drogen 2.0: Sinnlose Verbote

Fragwürdiger Erfolg in Österreich
Publiziert am: 26.05.11 - Medienformen: Medienform Text

Traurige Berühmtheit: Das erste Fake-Weed

Der Österreichische Bundesgesundheitsminister Alois Stöger hatte bereits vor zwei Wochen im Schnellverfahren weitere
Bestandteile so genannter Räuchermischungen verboten. Die Tagespresse meldete, Österreich habe als erstes Land Europas geschafft, so ziemlich sämtliche Räuchermischungen zu verbieten. Ab sofort seinen ganze "Substanzklassen" illegal, was so klingt, als habe man das Problem der ständig veränderten Rezepturen damit gelöst, und zwar im Eilverfahren.
Haus- und Ladendurchsuchungnen folgten umgehend, was unserer Redaktion dann veranlasst hat, ein wenig genauer zu schauen, was da eigentlich verboten wurde.
Das neue Gesetz umfasst bei Weitem nicht alle zur Zeit verfügbaren Indol- und Cannabionoid-Verbindungen, die Cannabis-ähnlich wirken. Die Amphetamin- und Koksderivate, meist als Badesalze und Düngerzusätze verkauft, wurden glatt vergessen und sind nach wie vor legal. Es ist also wiederum eine Frage der Zeit, bis auch in Österreich wieder nicht dem Suchtmittelgestz unterstellte Cannabinoide oder Indolverbindungen auftauchen.
Diese Vorgehen zeigt, wie wenig Ahnung die handelten Personen von der Materie haben, ein Blick auf die Seite der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht(EMCDDA) hätte gereicht.
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