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Schweigen bedeutet Zustimmung

Kirchen sollen Haltung zum Drogenkrieg korrigieren
Publiziert am: 06.06.11 - Medienformen: Medienform Text

Michael Kleim/ Foto: Schildower Kreis


„Nun ist es endlich an der Zeit, dass auch Kirchen und christliche Hilfsorganisationen ihre Haltung zum Drogenkrieg überdenken und korrigieren“ fordert der Thüringer evangelische Theologe Michael Kleim. „Mit ihrem fortgesetzten Schweigen zu dieser Frage unterstützen Christen Menschenrechtsverletzungen und Unrecht.“ Bezug nimmt der Theologe dabei auf die Global Commission on Drug Policy, der u.a. auch der einstige UN- Generalsekretär Kofi Annan angehört. Deren Initiative zum Ende des Drogenkrieges wurde bisher von über 600.000 Stimmen im Internet unterstützt.
"Mit der strafrechtlichen Verfolgung von Drogengebrauch widersprechen wir dem biblischen Menschenbild, weil wir ausgrenzen und kriminalisieren, statt zu integrieren und zu helfen.“ Pfarrer Kleim verweist auf die Folgen der Prohibitionspolitik, die sich durch systematische Menschenrechtsverletzungen, dem Abbau von Demokratie, Begünstigung von Korruption, einer stetig wachsenden Morbiditätsrate und einem ökologischen so wie ökonomischem Desaster zeigen.
"Im Gegensatz zur Caritas, die sich betreits seit längerem offen für eine humane Drogenpolitik ausspricht, haben evangelische Stimmen zu diese wesentlichen Frage bisher weitgehend geschwiegen."


Michael Kleim gehört dem renommierten Schildower Kreis an, einem Verband namhafter Wissenschaftler, die bereits seit Jahren eine grundlegende Änderung der Drogenpolitik anmahnt.
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