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Mexiko verblutet

Eine Woche im Drogenkrieg- eine Bilanz
Publiziert am: 27.06.11 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Phillip Smith/Übersetz.: Flow

Trotz oder gerade wegen der Verhaftung eines Kartellchefs geht der Drogenkrieg in die nächste, blutige Runde. Die Woche vom 15-22. Juni war eine der gewalttätigsten seit langer Zeit. Geht es 2011 so weiter, wird sich die Zahl der Toten noch einmal steigern. 2010 wurden über 15.000 Menschen in Mexiko ermordet. Deutschsprachige Zeitungen oder Nachrichtenagenturen halten Details aus diesem Konflikt anscheinend für zu uninteressant, deshalb haben sich unsere Redakteure auch diese Woche wieder die Mühe gemacht, die Wochenbilanz von stopthedrugwar.org in Auszügen zu übersetzen.


Mittwoch, 15. Juni 2011:

In Nuevo Leon werden 33 Leute an einem Tag ermordet. Unter den Toten sind zwei Leibwächter des Staatsgovernours Rodrigo Medina,die entführt, ermordet und verstümmelt wurden, 14 davon wurden in einer Gefängnisschießerei vorsätzlich getötet.


Freitag, 17. Juni 2011:

Nochmal Nuevo Leon: 26 Polizisten werden inhaftiert, weil sie in den Mord an den zwei Leibwächtern verwickelt waren.

In Matamoros wird der Anführer der Los Zeta, Heriberto Lazcano nach einem grausamen Gewehrgefecht, getötet. Mexikanische und Amerikanische Behörden haben den Tot nicht bestätigt, da de Getötete vermutlich am selben Tag in eine Schießerei nahe der amerikanischen Grenze verwickelt war.

Sonntag, 19. Juni 2011:

Mindestens 23 Menschen werden während des Wochenendes von den „Knights Templar“, einer Untergruppe der La Familia Michoacana, ermordet. Diese Morde wurden bereits Freitag angekündigt. Die LFM hat bereist Rache geschworen.



Im selben Ort werden sieben kommunale Polizeikräfte verhaftet, da sie in Verbindung mit dem Mord an einem mexikanischen Marinesoldaten, der am 11. Juni tot aufgefunden wurde, stehen. Er war einer der drei Marinesoldaten,die entführt und ermordet wurden.


Dienstag, 21. Juni 2011:

Im Ort Cosio, Bundesstaat Aguascalientes, wird der Anführer der La Familia Michoacana an einer Autobahnmautstelle festgenommen. Jose de Jesus Mendez Varga, auch bekannt unter dem Namen „El Chango“ (der Affe) war Anführer der LFM.

In Ciudad Juarez werden mindestens sieben weitere Menschen getötet. In einem Fall wurde eine Tüte mit dem Kopf und weiterer Körperteile an einer Kirche abgelegt. In einem anderen Stadtteil werden drei weitere Menschen in ihrem Haus niedergeschossen.

Im kleinen Städtchen Cuahtemoc, Sierra Chihuahua, bestätigen die Behörden acht weitere, brutal ermordete Personen.

In Mexico City berichtet der Salvadorische Präsident in einem Treffen mit Staatschef Calderon, dass die Zetas Leute nach El Salvador geschickt hätten, um durch korrupte Polizisten und Militärleute an Waffen zu kommen.

Die einzige mexikanische Zeitung, die eine Statistik über die Toten führt, hat aufgehört zu zählen. Mit mehr als 1400 Ermordeten allein im April diesen Jahres, wird diese wohl die des Vorjahres übertreffen. Man schätzt die Gesamtzahl auf bereits 38 000 seit 2006.
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