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Cannabis im Krankenhaus

Publiziert am: 07.07.11 - Medienformen: Medienform Text

Doktor Hanf alias Lars Scheimann leidet an Tourette sowie ADHS und ist seit Anfang 2009 Besitzer einer Erlaubnis, seine Symptome mit Cannabis zu lindern.

Liebe Hanf Journal Leser,
Liebe Hanf Journal Leserinnen,


vor gut vier Wochen hat es mich mal kurz erwischt. Ich stand an der Fleischtheke und wollte meine lieben Mitarbeiter zum Start eines neuen Arbeitstages mit einem leckeren Frühstück überraschen, als ich plötzlich einen starken Schmerz in meiner Brust verspürte.
Nach langem Hin und Her beschloss ich den Rat meiner Ehefrau und meines Doktor Hanf Teams zu befolgen und ließ mich in die Klinik fahren. Und da war es; das Aufnahmegespräch. Frau Dr. fragte: „Welche Krankheiten sind denn bei Ihnen bekannt“? Doktor Hanf antwortete: „ADHS und ein Tourette Syndrom“. Jetzt wollte Frau Dr. wissen: „Aha, hmm! Welche Medikamente nehmen Sie denn ein“? Und Doktor Hanf sagte: „Cannabis! Nur Cannabis und sonst nix.“ „Aha“, sagte sie. „Und wie viel?“ fünf Gramm am Tag antwortete ich ihr und versuchte ihr mitzuteilen, dass ich es inhaliere und dass ich es auch hier rauchen müsste, im Krankenhaus.

Zunächst wurde ein Röntgen TX angemeldet. Ich hatte ein bisschen Angst, denn nach 18 Jahren Cannabis Konsum macht man sich so seine Gedanken?! Aber es war nichts zu sehen. Alles war in Ordnung! Lediglich das EKG zeigte einige Veränderungen, die sich -wie sich einen Tag später raus stellte- durch Stress erklären ließen. Fr. Dr. hielt es für richtig, dass ich einen Tag da bliebe, um einen Infarkt auszuschließen. Es folgten Blutabnahmen und ein Schädel CT. Der Dr. im CT fragte auch nach meinen Medikamenten und ich antwortete ihm, dass ich ausschließlich Cannabis einnehme. Das fand er gut.
Nun ging es weiter zum Herz Echo. Der dritte Mediziner wollte wieder das gleiche wissen. Ich fragte ihn, ob es da nirgendwo in den Papieren steht, weil man mich schon so oft gefragt hat und ich ja nicht wegen meines Tourette Syndroms da wäre, sondern Schmerzen in der Brust hatte, die mittlerweile schon wieder weg waren. Der Dr. wollte die Dose (Cannabis-Flos) sehen, schraubte sie auf, roch dran, lächelte und gab sie mir wieder. Nett dachte ich und fragte, ob er jetzt mit der Untersuchung anfangen könnte. Sein Echo war freundlich. Ich freute mich und als ich auf die Station kam, bat ich darum, dass ich mein Medikament rauchen könne.

Am nächsten Tag kam die Entwarnung. Alle Untersuchungs- und Laborparameter waren unauffällig und ich könne um die Mittagszeit entlassen werden. Am Vormittag des Tages kam aber noch ein Patient in mein Zimmer. Ein Polizist in Pension -Ein Tumor Patient, der unter anderem mit Dronabinol behandelt wird. Er schaute kritisch, als ich einen Joint im Zimmer drehte. Als ich nach dem Rauchen wieder kam, klärte ich ihn auf. Über die Erlaubnis und meine Erkrankung. Er hatte großes Verständnis, denn damit hatte er nicht gerechnet. Er erzählte mir von sich, dass er Dronabinol bekäme und dass es ihm seine Übelkeit nehme, unter der er zuvor nach der Chemotherapie immer litt. Ich durfte nach Hause und nahm etwas mit. Die Erkenntnis, dass THC medizinisch genutzt -egal in welcher Form- wohl mittlerweile an Bekanntheit gewonnen hat und der Umgang gesellschaftsfähiger wird.

Wege entstehen,
indem man sie geht ...
euer Doktor Hanf

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