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Die Hanfberatung im Hanf Journal: Erste Hilfe für Kiffer

Kascha ist per e-Mail über kascha@hanfjournal.de zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht, nur blöde Antworten.
Publiziert am: 01.07.11 - Medienformen: Medienform Text

Marcel (ohne Alter und Wohnort) möchte wissen:
„Hey Kascha,
ich wollte mal eine Frage los werden. Ich kiffe jetzt schon etwas länger (ca. 1 Jahr), jedoch hatte ich in dieser Zeit praktisch nie rote Augen nach dem Kiffen, eher glasige Augen. Ist das jetzt ein Zeichen dafür, dass das Gras / Peace schlechte Qualität hat, oder kommt das ab und an vor, dass jemand, der kifft, keine roten Augen bekommt?“

Kascha antwortet:
„Hi Marcel,
es ist so, dass die roten Augen nach dem Kiffen durch eine typische Cannabiswirkung entstehen: Der Augeninnendruck sinkt, dadurch erweitern sich die Blutgefäße im Auge und das Auge erscheint rot – in Wirklichkeit scheinen einfach nur die vielen sonst nicht sichtbaren Kapillargefäße durch. Es ist aber in der Tat so, dass das bei jedem unterschiedlich stark auftritt, weil es natürlich auch vom normalen Augeninnendruck und auch von den Blutgefäßen abhängt – einige Menschen bekommen sehr schnell vom Kiffen rote Augen, während andere wirklich sehr stoned sein müssen. Andere bekommen zum Beispiel von Haschisch schneller rote Augen als von Gras, möglicherweise weil Haschisch oft etwas stärker ist. Manche Kiffer bekommen auch ganz winzige, zugeschwollene Augen von einem Joint, während andere immer offene und große Augen haben, egal wie viel sie rauchen. Ob das Gras schlechte Qualität hat, sollte man also nicht daran fest machen, dass man davon rote Augen bekommt, sondern zunächst daran, wie man die Wirkung empfindet. Leider weiß ich jetzt nicht, ob deine Freunde, wenn sie das gleiche Gras rauchen, rote Augen bekommen? Jedenfalls ist es nichts schlimmes, vom Kiffen keine roten Augen zu bekommen, das kann vor allem in der Öffentlichkeit sogar recht hilfreich sein.“

Alex (ohne Alter und Wohnort) fragt:
„Hallo lieber Kascha,
weil ich in einer Woche ein Festival besuche, stellt sich mir folgende Frage: Wenn ein Kumpel bei mir im Auto Cannabis mitführt, in seiner Tasche, die eben in meinem Auto steht und bei der Anfahrtskontrolle die Drogen gefunden werden, könnte ich dann auch bestraft werden? Wäre es etwas anderes, würde er es in seiner Hose mitführen?“

Kascha erklärt:
„High Alex,
also prinzipiell ist es so, dass der bestraft wird, dem die Drogen gehören. Idealerweise weißt du nicht einmal, dass dein Mitfahrer Gras im Gepäck hat, und im Falle einer Kontrolle gibt er auch zu, dass es seines ist und du damit nichts zu tun hast. Besonders, wenn er es in seiner Hosentasche oder gar seiner Unterhose transportiert, ist das auch relativ selbsterklärend. Wenn es unter einem Sitz im Auto versteckt ist, wird das schon komplizierter. Das ist oft ein Problem, wenn man Mitfahrer mitnimmt, die man nicht kennt: Verstecken diese das Gras im Auto und leugnen bei einer Kontrolle, dass es ihres ist, hat man erst einmal ein Problem. Kann nicht geklärt werden, wem das Gras im Auto zugeordnet werden kann, werden oft zunächst alle angezeigt, wobei natürlich bis zu einer gewissen Grenze viele Verfahren auch einfach wieder eingestellt werden. Natürlich musst du dir eine Kontrolle, bei der bei einem Beifahrer Cannabis gefunden wird, als eine zum Teil ausufernde Maßnahme vorstellen: Ihr steht dann erst einmal sozusagen auf der Liste und dürft euch, je nach Bundesland, in dem ihr euch befindet, und je nach Situation, also Festival oder Grenze oder ähnliches, auf eine recht genaue Untersuchung des Autos freuen. Und in der Regel ist dann auch für den Fahrer ein Drogentest fällig, denn mit Drogenkonsumenten auf dem Weg zu einem Festival zu sein, begründet oft schon einen Anfangsverdacht auf Rauschfahrt.“


Beni (ohne Alter und Wohnort) fragt:
„Hallo, liebes Hanf Journal Team.
Ich hätte da mal eine Frage zur Geschlechterbestimmung. Ich probiere mich dieses Jahr zum ersten Mal mit Outdoor Growing. Die Pflanzen befinden sich seit Ende April im Freien und haben ordentliche Höhen von 0,7 – 1,3 Meter erreicht. Nun zu meiner Frage: Wann kann ich Outdoor das Geschlecht bestimmen? Ich dachte eigentlich, dass ich das Ende nächsten Monats sehen könnte. Aber zwei Pflanzen haben an der Spitze verdächtig viele Knödel, die dem männlichen Pollensäckchen doch sehr ähneln.“

Kascha rät:
„Hi Beni,
zunächst muss ich dich natürlich darauf hinweisen, dass Hanfanbau in Deutschland nicht erlaubt ist und ich dich nicht zu einer möglichen Straftat beraten darf. Allerdings kann ich dir allgemein sagen, dass es jetzt noch zu früh ist, dass die Pflanze blühen kann. Eigentlich beginnen Hanfpflanzen mit der Blüte, wenn die Beleuchtungszeit am Tag (das ist sozusagen die Zeit von Sonnenauf- bis Untergang, solange es hell ist) unter 12 Stunden fällt. Am 21.06. ist jedes Jahr die Sommersonnenwende, wo also der Tag mit etwa 16 Stunden am längsten ist, und erst gegen Ende Juli erreichen wir wieder eine Beleuchtungszeit von weniger als 12 Stunden. Die einzige Ausnahme bilden Pflanzen, die Cannabis Ruderalis enthalten, die nicht abhängig von der Sonnendauer, sondern nach einer bestimmten Anzahl von Wochen beginnen zu blühen.
Viele Grower möchten natürlich das Geschlecht vorher bestimmen, um männliche Pflanzen rechtzeitig zu erkennen und aussortieren zu können. Dafür nehmen sie dann meist Stecklinge von den Pflanzen, die ja logischerweise das gleiche Geschlecht haben wie die „Mutterpflanze“. Diese Stecklinge werden dann künstlich verdunkelt, um die Blütenbildung anzuregen: Das heißt nach einer kurzen Wachstumsphase steckt der Grower sie jeden Abend nach 12 Stunden in den Schrank und holt sie nach weiteren 12 Stunden wieder heraus. In der Regel kann man mit dieser Methode nach etwa zwei Wochen das Geschlecht der Pflanzen genau bestimmen.“
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