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SCM

Kriminalisierung von Patienten beenden!
Publiziert am: 01.07.11 - Medienformen: Medienform Text

Mitglieder des Selbsthilfenetzwerk-Cannabis-Medizin (SCM) werden sich an der Hanfparade beteiligen und ihre Forderung nach Entkriminalisierung von Cannabis-Patienten vor dem Bundesministerium für Gesundheit vertreten.
Vor kurzem hat die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Mechthild Dyckmans vollmundig in der Presse verlautbart, dass nun cannabishaltige Schmerzmittel in Deutschland zugelassen werden können. Sie hat dies als „bedeutenden Schritt“ bezeichnet, „weil Schwerkranke dadurch eine zusätzliche Therapieoption“ erhielten. Tatsache ist allerdings, dass mit dieser Umstufung lediglich die Voraussetzung geschaffen worden ist, das Fertigarzneimittel „Sativex“ auf dem Markt zuzulassen und zwar ausschließlich für die Indikation „Spastik bei multipler Sklerose“.
Für die involvierten Firmen ist dies sicher ein bedeutender Schritt, denn multiple Sklerose ist einer der größten Pharma-Märkte. Das SCM hofft selbstverständlich, dass den betroffenen MS-Patienten dieses Mittel genauso gut hilft wie die Pflanze Cannabis. Alle anderen Patienten, diejenigen mit Schmerzen, Krebs und HIV, Tourette und ADS, Ataxien, Migräne und Epilepsien etc. bleiben allerdings weiterhin unversorgt und sind nach wie vor von Strafverfolgung bedroht, wenn sie sich illegal versorgen.
Sie müssen sich jedoch illegal versorgen, da das Bundesministerium für Gesundheit bisher mit aller Gewalt verhindert, dass Patienten ihren Eigenbedarf selbst anbauen können. Das betrifft auch diejenigen Patienten, die vom Bundesinstitut für Arzneimittel eine Ausnahmegenehmigung für den Import von Medizinal-Cannabis des holländischen Gesundheitsministeriums haben, denn die meisten können sich diesen Cannabis zum Gramm-Preis ab 14 Euro aufwärts nicht leisten. Es betrifft aber auch alle anderen Kranken, die die strengen Hürden des Genehmigungsverfahrens erst gar nicht schaffen, weil sie keinen Arzt haben, der sie in ihrem Anliegen unterstützt, oder die gar nicht erst bereit sind sämtliche zugelassenen Medikamente mit oft schweren Nebenwirkungen an sich auszutesten. Und es trifft diejenigen, für die noch keine gute Studienlage existiert, weil ihre Krankheit für den Markt nicht interessant genug ist.
Das Selbsthilfenetzwerk Cannabis als Medizin fordert deshalb, endlich die Kriminalisierung von Cannabis-Patienten zu beenden und einen Paragrafen ins BtMG aufzunehmen, der die Strafverfolgung von Patienten und die Beschlagnahme von Medizinal-Cannabis unterbindet.
Diejenigen Patienten des SCM, die den weiten Weg der Hanfparade nicht schaffen, treffen sich um 13:00 Uhr (also zu Beginn der Parade) direkt vor dem Bundesgesundheitsministerium zu einem Sit-In. Sie stoßen dann während der Zwischenkundgebung zur Parade hinzu.

Andere Patienten, denen der Weg ebenfalls zu beschwerlich ist, dürfen sich gerne anschließen.
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