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Die Szene wächst

Hanf in Österreich
Publiziert am: 01.07.11 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Mario Danne
Hanf in Österreich
2011 ist ein bewegendes Jahr nicht nur für Österreich, auch wenn es weiterhin an Aktivisten mangelt, hat sich viel getan in der Legalisierungsszene der Alpenrepublik. Leider ist es auch in Österreich vom Bundesland abhängig, was die Information und den Umgang mit der Drogenpolitik betrifft. Wien geht hier sicherlich mit gutem Beispiel voran, woran sich mittlerweile auch etablierte Parteien wie „Die Grünen“ oder die Piratenpartei beteiligen. Rechts- und Aufklärungsarbeit leistet schon seit Jahren der Verein Legalisieren.at, welcher heuer zusammen mit unserem Elite-Aktivist Dave R. den Hanfwandertag 2011 in Wien organisiert hat. Vermisst wurden von den Organisatoren etwas mehr Eigeninitiative seitens der Besucher, denn es waren relativ wenig Transparente oder Fahnen mit Forderungen zu sehen. Dafür konnte sich der Demozug mit über 2000 Menschen und einigen Demo-Wagen, gestellt von lieben Sponsoren, wohl sehen lassen, auch wenn es mal wieder in größeren Medien nicht erwähnt wurde.

Allerdings sorgten viele Radio- und Online TV-Sender, unter anderem auch BlunTV über die bekannten Volksmedien für Verbreitung. Ich als Hanfaktivist habe dieses Jahr eine persönliche Rede gehalten, in der ich die Anliegen von Konsumenten und Patienten versucht habe zu interpretieren. Des Weiteren war mein Anliegen endlich vielen Menschen die Ängste zu nehmen, die sie daran hindern, diese wichtige Aktion für eine Legalisierung zu unterstützen.
Viele kommen einfach nicht aus Angst vom Arbeitgeber gesehen zu werden oder Nachbarn, die einen eventuell anschwärzen und viele weitere paranoide Wahnvorstellungen, die es auszuräumen gilt. Durch jahrelange Manipulation seitens der Medien und der falsch geführten Drogenpolitik gibt es zwar viele unsinnige Verbote, jedoch wenig bis keine Informationen und Hilfen für mündige Konsumenten oder Patienten, die sich nicht weiter von einem korrupten System unterdrücken lassen wollen.

Es wäre noch wichtig zu erwähnen das ISI-Europa.org (Kreativ & Kulturverein) das erste europaweite „Charity Projekt“ für die gesamte Legalisierungsszene ins Leben gerufen hat, dieses ist zu erreichen unter www.Legalisieren.eu . (Es werden noch Aktivisten zum Ausbau und der Organisation gesucht)
Jedes Unternehmen und jeder Händler ist hiermit aufgerufen, dieses Projekt zu unterstützen, denn es ist positiv für alle, die aus dem Hanfbereich stammen. Einnahmen werden dann wieder in die Legalisierungsarbeit in ganz Europa gesteckt, so dass es überall weiter geht. ISI-Europa hat im Januar 2011 eine Petition für die „Rekultivierung – Entkriminalisierung – Legalisierung von Cannabis“ eingereicht. Nach einigen Rückfragen erhielten wir nun endlich diesen Monat Antwort. Der Petitionsausschuss hat die Petition geprüft und nach den Bestimmungen des europäischen Parlaments für zulässig erklärt. Nun rufen wir sämtliche Organisationen in Europa auf sich an der Organisation dieser eingereichten Petition zu beteiligen.


Peter S. aus Wien:
ISI-Europa – Legalisieren.eu
Ich finde es toll, dass nun endlich etwas Bewegung in die Entkriminalisierung von Cannabis gekommen ist. Schon in den 90ern gab es jedes Jahr eine Demo (Hanffeuer) in Wien und auch damals war ich schon dabei. Leider gab es danach keinen Fortschritt, was vermutlich auch mit der Jahrtausendwende und ihren Ereignissen zu tun hat (9/11). Auf den ersten Blick mag sich nicht viel verändert haben, doch hinter den Kulissen brodelt es. Vereine und Aktivisten schließen sich nun weltweit zusammen und versuchen gemeinsam gegen die Prohibition anzugehen. Die Globalisierung und die neuen Medien erlauben es uns die Menschen besser aufzuklären und alle unter einem Banner zu vereinen.
Begeistert bin ich auch von der europaweiten Petition, die bald gestartet werden soll, und hoffe, dass sie die nötige Unterstützung erfährt.
Für die nächsten Jahre wünsche ich mir, dass sich dieser Trend fortsetzt und wir in eine Zukunft ohne Strafverfolgung und Repression von Cannabis-Konsumenten schauen können.


Dominic M. aus Salzburg
Ich bin 15 Jahre alt, komme aus Österreich und hatte den ersten Kontakt mit Hanf, als ich 14 war. Eine Woche später habe ich mir das Buch „Rauschzeichen“ gekauft und kam zu dem Entschluss, dass in der Drogenpolitik weltweit etwas getan werden muss. Ich denke, dass das Problem schon in der Schule beginnt. Es wird einem eingetrichtert, Cannabiskonsum führe unweigerlich zu Heroin, macht stark abhängig und ist sehr gesundheitsschädlich. Jedoch ist dies nicht der richtige Weg. Die Jugendlichen werden unsachlich „aufgeklärt“ und somit im „entscheidenden“ Moment des Erstkonsums unwissend gelassen. Ausprobiert wird in diesem Alter sowieso und daher ist diese Herangehensweise der Politik völlig kontraproduktiv.
Nachdem dann Jugendliche ihren ersten Joint geraucht haben, bewahrheitet sich das, was diese in der Schule gelernt haben, natürlich nicht. Dass wiederum lässt die Kompetenz der Lehrer im Punkt „Drogenaufklärung“, die ja keine ist, sehr stark anzweifeln.
Ich persönlich würde mir mehr Leute in meinem Alter wünschen, die die „Augenbinden“ ablegen und sich gegen das System wehren. Denn nur so können wir etwas erreichen.


Andreas Holy, Wien
Encod – Legalisieren.eu
Nach wie vor werden europaweit Millionen von Bürgern verfolgt und mit Strafe bedroht, weil sie Cannabis bzw. Hanf (wie die Pflanze eigentlich in unseren Breiten heißt) konsumieren. Die politisch Verantwortlichen wollen oder trauen sich daran nichts zu ändern, denn schließlich hat man das Volk ja Jahrzehnte lang belogen. Man ist dem aus den Vereinigten Staaten (USA) gesteuerten „War on Drugs“ (Nixon: Krieg gegen Drogen), dem Diktat der Prohibition ohne es zu hinterfragen, gefolgt.
Mehrere Generationen sind mit dieser Lüge groß geworden - wie sage ich es als Politiker jetzt also dem Bürger, dass das ein Fehler war?
Für viele ist auch die oft bemühte „Single Convention“ (on Narcotic Drugs) der einzige Grund, die einzige Ausrede, das Verbot noch aufrecht zu erhalten - obwohl das so nicht stimmt, denn wie sonst wäre es möglich, dass ausgerechnet in den Vereinigten Staaten bereits seit Mitte der 1990er Jahre Cannabis zur medizinischen Verwendung freigegeben ist.
Hanf ist kein Betäubungsmittel (narcotic drug) und hat es also nicht einmal verdient in der Single Convention (UNO) oder im Betäubungsmittelgesetz (D) erwähnt zu werden. Selbiges gilt auch für das Suchtgiftgesetz (A), da Hanf verglichen mit anderen, legalen Substanzen (Alkohol, Tabak) oder Suchtfaktoren (Spielsucht) weder süchtig macht noch giftig ist.
Der „War on Drugs“ ist ein Krieg, der mehr Menschen das Leben kostete als der Konsum der sogenannten „illegalen Drogen“ gemeinsam. Der „War on Drugs“ fördert nur das organisierte Verbrechen, mit einem Jahresumsatz von 400 Mrd. Euro die zur Zeit finanzkräftigste Wirtschaftsmacht. Der Drogenkrieg ist längst verloren und doch gibt es noch immer kein Ausstiegsszenario, obwohl immer mehr Staaten der bisherigen Politik skeptisch gegenüber stehen.
Ein neuer Weg der Vereinten Nationen (UN) ist lange überfällig. Erste Ansätze sind mit dem Wechsel des Vorsitzenden im „United Nations Office on Drugs and Crime“ (Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung, UNODC) zu erahnen. Schon jetzt hat die EU keine Einwände gegen eine Reglementierung von Cannabis und anderen verbotenen Drogen in ihren Mitgliedsstaaten. Für Europa brächte eine Entkriminalisierung einer EU-internen Studie zur Folge 100 Euro pro EU-Bürger und Jahr alleine an Einsparungen. Zusätzliche Einnahmen sind durch die Besteuerung und dem neu entstehenden Wirtschaftszweig zu erwarten.
Nichts desto trotz gilt für Hanf nach wie vor, und da sind sich mittlerweile nahezu alle Spezialisten aus Wissenschaft und Medizin einig: Die Kriminalisierung ist die schlimmste Nebenwirkung! Es ist höchste Zeit, dass sich an diesem unhaltbaren Zustand etwas ändert und dazu sind WIR ALLE aufgerufen.
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