Hanf Journal Logo Teil 1
Hanf Journal Logo Teil 2
*
  SITEMAP
 
  * Rubriken
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

*
 
*
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-

*
 
*
-
-
-
-

- news
*
Versenden: Artikel drucken Bild Druckversion

Drogenforschung

Die Heidelberger Jahre
Publiziert am: 01.09.11 - Medienformen: Medienform Text

die guten, alten 20er Jahre


In den 1920er Jahren war die Drogenforschung der Universität Heidelberg weltweit führend. Der herausragende Vertreter dieser „Heidelberger Schule“ war Kurt Beringer (1893-1949). Zwischen 1921 und 1932 war er als Assistent Prof. Willmanns an der Psychiatrischen Klinik Heidelberg. Später wurde er selbst Professor und wirkte als solcher ab 1934 in Freiburg. Zusätzlich gründete und betrieb er auch zwei Zeitschriften, u.a. „Der Nervenarzt“, der heute noch als ein anerkanntes Fachblatt erscheint. Er erforschte Drogen, war bekannt durch seine Selbstversuche und Untersuchungen zum Thema experimentelle Psychosen nach Vergiftungen. Sein Werk „Der Meskalinrausch“ aus dem Jahr 1927 ist noch heute das allseits anerkannte Standartwerk zum Thema. Seine Forschungen konzentrierten sich neben einer genauen deskriptiv-phänomenologischen Erfassung des Rauschverlaufes und der Rauschinhalte besonders auf den Zusammenhang von Persönlichkeit und Rauscherleben.

In diesem Materialienband findet sich eine kurze Biografie Beringers wie auch ein Großteil seiner publizierten Arbeiten mit psychoaktiven Substanzen. So bekommen wir interessante Einblicke in seine Arbeit „Der Meskalinrausch“, zusammengefasst von Werner Pieper. Für unsere Leser dürfte besonders die systematische Bearbeitung des Haschischrausches aufschlussreich sein. Während Kurt Beringer sehr akribisch die unterschiedlichen Formen von Denkstörungen erläutert, berichtet W. v. Baeyer über psychomotorische Erscheinungen, bevor H. Marx abschliessend auf das Thema Stoffwechselstörungen und damit auf die Reaktionen der inneren Organe eingeht. Was die zahlreichen Versuche diverser psychoaktiver Substanzen für die Klinik bedeuteten, ist ebenso bemerkenswert wie sein Kapitel „Zur Kulturgeschichte der Rauschgifte“. Am Ende gibt’s noch einen Nachruf auf Kurt Beringer von J. Zutt als Original-Artikel aus „Der Nervenarzt“ vom Dezember 1949.
Ein empfehlenswertes Buch über den fast vergessenen Heidelberger Pionier der Psychonautik.

Kurt Beringer und die Heidelberger Drogenforschung der 20er Jahre
Werner Pieper, Hg, Edition Rauschkunde 47 | € 7,50 | 80 Seiten
ISBN 978-3-930442-47-8


www.gruenekraft.com
www.syntropia.de
Versenden: Artikel drucken Druckversion Versenden: Artikel bookmarken bei einem ServiceBookmark it!

Mehr zum Thema:

- Diskutiere das Thema im Hanf Journal Forum

*
  Sonderausgaben
-