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Breitspiele

Oktober 2011, der Herbst hält Einzug. Für mich ging die Frankfurter Buchmesse fast nahtlos in die Spiel 2011 in Essen über. Neuerscheinungen über Neuerscheinungen. Mittwoch vor der Messe, Pressekonferenz und Neuheitenschau. Mehr als 750 Spiele sind es in diesem Jahr. Ein Teil davon ist nicht ganz taufrisch, aber die meisten der Spiele werden in Essen erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und suchen ihre Liebhaber. So ist es kein Wunder, dass eine weitere Halle dazu gekommen ist. Und immer wieder präsentieren sich auch neue Verlage.
Publiziert am: 02.11.11 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Kerstin Koch
Friedemanns Frieses Freitag

Mit Essen spielt man*
In diesem Jahr ist es zum Beispiel der Verlag Rightgames aus Russland, der nicht nur ganz aktuelle Spiele, sondern auch schon ältere vorstellt. Ich persönlich bin sehr gespannt auf folgende drei Kartenspiele: Evolution, ein Kartenspiel von Dimitri Knorre, der Biologe an der Universität Moskau ist. Zwei weitere Spiele Potion-making und The Kingdoms of Crusaders sehen nicht nur online sehr schön aus
www.russianboardgames.com.

Ganz arg neugierig bin ich auf Friedemanns Frieses Freitag, ein Solokartenspiel, das im Rahmen Freitag – das Projekt entstanden ist. Wie sich jeder denken kann, geht es um Freitag, Robinson, eine Insel und Rangeleien, aber auch Tollpatschkarten sind im Spiel. Was das eigentliche Projekt angeht, ist nun ein Deckbuilding-Worker-Placement-Drafting-Spiel in Planung, der Name Fremde Federn. Weitere Informationen finden sich auf dieser Seite:
www.2f-spiele.de.



Und es gibt noch ein Spiel, auf das ich mich aus mehreren Gründen sehr freue: Zum Einen, weil es von Martin Wallace, dessen Spiele ich seit Jahren sehr schätze, ist, zum Anderen weil es Ankh-Morpork heißt. Und somit die Spieler in die Scheibenwelt von Terry Pratchett entführt. Laut Regel ist Ankh-Morpork ein einfaches Spiel. Eine Karte ausspielen, machen, was drauf steht und die Kartenhand wieder auf fünf auffüllen. Dann ist der nächste dran. Das geht solange weiter, bis einer sagt: Ich habe gewonnen oder der Kartenstapel alle ist. Es gewinnt, wer seine geheimen Aufgaben erfüllt hat, die jeder zu Spielbeginn erhält. Ab und an tauchen Trolle, Nebel, Drachen auf oder es kommt zu Erdbeben, Fluten oder anderen Katastrophen.
www.treefroggames.com



Bei Kosmos ist eine deutsche Ausgabe für 35 Euro erschienen. Weitere Neuerscheinungen von Martin Wallace sind: A few Acres of Snow für 2 Personen, die gerne Krieg spielen und das Kartenspiel Old Men of the Forest, bei dem es gilt, möglichst viele Orang-Utans zu retten.
Ein paar der Spiele, die in Essen vorgestellt werden, konnte ich schon ausprobieren. Da wäre einmal Ruhm für Rom, ein Kartenbauspiel, das recht einfach ist, aber so viele Optionen birgt, dass es auf alle Fälle nicht so schnell langweilig wird, denn es ist spannend und flott gespielt. Wer dran ist, spielt eine Karte, die die Aktion vorgibt, die anderen können sich dieser anschließen oder lieber Karten ziehen. Und eine volle Kartenhand ist immer gut. Sobald ein Gebäudestapel alle ist, ist auch das Spiel vorbei. Eine nächste Partie ist gewiss.
www.lookout-games.de

Dann sind da noch zwei Spiele, die sich insofern ähneln, da in beiden Titeln Tokyo vorkommt. Das wäre zum einen Tokyo-Train, das allerdings schon aus dem Jahr 2009 stammt. Tokyo-Train ist ein sehr lustiges Kartenspiel, denn mit Händen und japanischen Wörtern muss dem Gegenüber erklärt werden, wie er die Karten, die zwischen beiden liegen, verschieben muss. Da das bis zu drei andere Pärchen auch machen, geht es laut und munter am Spieltisch zu. Wer zuerst die Karten in die richtige Reihenfolge gebracht hat, ruft „Tokyo-Train“ und die nächste Runde beginnt. Statt die Hände zu benutzen, können auch Grimassen geschnitten oder die Stimme in verschiedenen Tonlagen eingesetzt werden. Aber egal, wie ihr es eurem Partner versucht zu erklären, er wird recht verwirrt gucken und nicht unbedingt das machen, was er soll. Kaufen könnt ihr es dort:
www.spiele-offensive.de



King of Tokyo hingegen ist ein Würfelspiel, das gewinnt, wer entweder 20 Zerstörungspunkte hat oder als einziges Monster alle anderen überlebt. Wer ein anderes Monster angreift, wird nach Tokyo versetzt und darf nur noch eins machen, auf die anderen Monster draufhauen. Die wiederum können entweder das Monster in Tokyo angreifen oder in Lebenspunkte, Upgrades oder Siegpunkte investieren. Wer zuschlägt, landet automatisch in Tokyo. Sollte da schon jemand sein, muss der zurück auf die Straße. Für Viel- wie Gelegenheitsspieler gleichermaßen geeignet. Beim Heidelberger Spieleverlag gibt es wieder so einige Spiele, die mich interessieren. Zum Einen ist da Elder Sign, wie der Name schon sagt, geht es mal wieder in die Arkham-Horror-Welt. Diesmal müssen die Ermittler gemeinsam verhindern, dass sich das Böse seinen Weg im Museum zu uns sucht. Eine Mischung aus Karten- und Würfelspiel. Deadwood wird ebenfalls vom Heidelberger Spieleverlag vertrieben, es entführt in den Wilden Westen, dort gilt es, die besten Gebäude an der Bahnlinie zu errichten. Und da die anderen das auch wollen, werden Duelle ausgetragen, die zu Steckbriefen führen, die sich am Spielende negativ auswirken. Und erstmals vertreibt der Heidelberger auch ein Spiel von Hasbro: Risiko Evolution, von dem es heißt, jedes Spiel verändert das nächste. Ich bin sehr, sehr gespannt.
www.heidelbaer.de



Es gibt auch wieder etliche Spiele, die die unendlichen Weiten des Universums zum Thema haben: Space Bastards von Jiras Games (www.jirasgames.com) oder von Giochix The Forgotten Planet (www.giochix.it). Da der Redaktionsschluss mit dem Messebeginn zusammenfiel, kann ich euch noch keine näheren Details liefern, dafür einige aktuelle Fotos und mal sehen, welches der oben genannten Spiele dann tatsächlich von mir rezensiert wird.
Und zu guter Letzt, den deutschen Spielepreis hat – wie nicht anders zu erwarten war – 7 Wonders (Ausgabe August 2011) gewonnen.

*Kalauer

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