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DVD-Specials - Dezember 2011

Publiziert am: 12.12.11 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Roly
>>DVD - Drogen-Drama

Requiem For A Dream
constantin film

„Requiem For A Dream“ erschien bereits vor zehn Jahren als Verfilmung des gleichnamigen Romans von Hubert Selby jr. („Letzte Ausfahrt Brooklyn“), dessen Werke dafür bekannt sind, den Finger tief in die besonders abartigen Wunden des versagenden amerikanischen Sozialsystems zu legen. In diesem Falle hiess die Wunde Drogenabhängigkeit und wurde in einem Mikrokosmos von vier Protagonisten in gnadenloser Konsequenz veranschaulicht. Ich muss gestehen, dass ich Darren Aronofskys abgedrehte Geschichte bisher noch nicht kannte, auch wenn sie mir von einigen Freunden immer wieder empfohlen wurde. Und ja, dieser zu Hauf gepriesene Film hat all die Seele, die ein Film braucht, um noch lange, nachdem er vorbei ist, im Kopf des Zuschauers herumzuschwirren. Unterteilt in drei Jahreszeiten (Herbst, im amerikanischen Englisch doppeldeutig: „Fall“ = Herbst + Sturz) kündigt sich früh eine verstörende Wirkung an, die bis zur letzten Blende anhält und gegen Ende auf ein Maximum gesteigert wird. Die einsame Witwe Sara Goldfarb (top: Ellen Burstyn) verbringt ihre Tage mit dickmachenden Leckereien vorm Fernseher, ihr einziger grosser Traum ist der Besuch in der TV-Game-Show Tappy Tibbons. Für den ersehnten Auftritt hungert sie sich mithilfe von Diätpillen in ihr rotes Kleid, das sie zum letzten Mal vor 20 Jahren trug. Ihr Sohn Harry (Jared Leto) und seine Freunde Tyrone (Marlon Wayans) und Marion (Jennifer Connelly) versinken in einem gefährlichen Sumpf aus Kokain, Heroin, Kriminalität und Prostitution. Am Ende haben alle verloren. Ihre Freiheit, ihre Würde, ihren Verstand oder ihren Arm. - Die schauspielerischen Leistungen und die Inszenierung sind beeindruckend, wobei mir besonders der dynamische Zeitraffer-Schnitt in Verbindung mit der anspruchsvollen Kameraarbeit gefällt, hinzu kommt der legendäre Soundtrack von Clint Mansell. Hier wird nicht mit erhobenem Zeigefinger belehrt – hier werden Geschichten erzählt, die tausendmal mehr weh tun als die üblichen, meist kontraproduktiven Ermahnungen. So ist dieses gesellschaftskritische Drama eine visuell elektrifizierende, schauspielerisch perfekte und inhaltlich bedrückende Spirale hinunter in die Hölle von Drogen, Einsamkeit und Wahnsinn. Der Clou dabei: Der Film selbst ist der Trip!

www.constantin-film.de

GEWINNEN
Wir verlosen zum Start der Blu-ray ab 01.Dezember 2011 zwei Exemplare. Sollte dein Interesse durch dieses Review geweckt worden sein, schreibe uns eine Mail mit dem Betreff „Requiem For A Dream on Blu-ray“ und deiner Postanschrift an
gewinnen@hanfjournal.de
Einsendeschluss ist der 31.12.2011




>>DVD - Martial Arts
Shaolin
new ksm

Wir befinden uns in China im Jahre 1912. Das Land versinkt im Chaos, während skrupellose Warlords versuchen die Macht an sich zu reissen. Jeden Tag gibt es mehr Opfer, mehr Leid und immer weniger zu essen. Einzig und allein die Mönche eines Shaolin-Tempels im Wald am Berg Shaoshi versuchen die Armen und Schwachen zu beschützen. Der grausame General Hao Jie (Andy Lau) geht besonders brutal vor, denn bei seinen Feldzügen macht er kaum einen Unterschied zwischen Soldaten und Zivilisten. Als Hao von seinem Zögling Cao Man (Nicholas Tse) verraten wird, muss er die Flucht ergreifen – seine Tochter verletzt sich dabei schwer. Ausgerechnet im verborgenen Gebirgstempel der Shaolin, in dem er sich einst den Zorn der Mönche zugezogen hat, sucht er Schutz. Der Abt des Klosters wirft die Vergangenheit nicht in die Waagschale, sondern gewährt Hao Jie Zuflucht. Hier ist er auf dem besten Weg seinen Frieden zu finden. Krieg ist kein Weg zur Erleuchtung, diese bringt nur der allmächtige Buddha. Doch Cao ist nicht weit. Fest entschlossen den Rivalen endgültig zu beseitigen, bringt er den Krieg bis zum Tempel der Shaolin-Mönche, so dass diese gezwungen sind, ihre Neutralität aufzugeben. Ein ungleicher Kampf beginnt. – Meiner Meinung nach sind über zwei Stunden etwas zu lang für diese klassische Läuterungsgeschichte. Doch bevor es zu langatmig wird, taucht Tempelkoch Wudao (Jackie Chan) auf, wodurch die komplette Szenerie etwas aufgelockerter wirkt. Gelungen sind natürlich die abwechslungsreichen Kampfsequenzen, die aufgrund ihrer Präzision und Schnelligkeit stets eine Augenweide sind. Auch die Filmmusik weiss zu gefallen, da die wunderschönen Melodien die stark entsättigten, grau-grün-gelb-gefilterten Bilder in ihrer Wirkung um ein Vielfaches verstärken. Das Bombardement der Briten, die sich am Ende auch noch einmischen, bildet nochmals einen starken Kontrast zum spirituellen Weg der Mönche und lässt den Zuschauer fassungslos zurück. Benny Chan legt mit „Shaolin“, einem freien Remake des 1982er Klassikers „Shaolin - Kloster der Rächer“, ein bildgewaltiges Martial-Arts-Drama vor, das vor allem als differenziert-philosophisches Plädoyer für pazifistische Werte punktet.

www.ksmfilm.de/shaolin




>>Doppel-DVD + Kochbuch
Die kulinarischen Abenteuer
der Sarah Wiener in Österreich

edel germany gmbh

In der 10-teiligen Arte-Serie „Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener in Österreich“ kehrt die sympathische Köchin nach vielen Jahren in Deutschland zurück nach Österreich, in ihre Heimat. Das Land ihrer Kindheit hat sich verändert, und auch die Küche ist eine andere geworden. Längst gibt es in Österreich mehr zu entdecken als Wiener Schnitzel, Kaiserschmarrn und Strudel. Zeit also, sich auf die Suche nach den Wurzeln der österreichischen Küche zu machen, nach Köchen und Landwirten, Winzern und Gärtnern, die sich nicht nur auf die Tradition besinnen, sondern sie auch neu zu interpretieren wissen. Nun dürfen wir auf zwei DVDs etwa 450 genussvolle Minuten lang die Freude und Gedanken der Sarah Wiener teilen, wenn sie in ihrem roten VW Käfer durch die schöne Landschaft fährt und auf ihren Stationen, ein leckeres Essen vorzubereiten, immer wieder lieben Menschen begegnet. Anfangs kochen ihre Schwester Una und sie nacheinander den Tafelspitz mit Semmelkrenkruste und Babygemüse. In den waldigen Hügeln der Steiermark gibt es zarten Maibock im Kranewittenschmalz, dazu Kraut aus der Grube und zum Nachtisch Kürbiskern-Nudeln. In Niederösterreich wird lackierte Entenbrust mit heiss-scharfen Marillen und Erdäpfel-Mohnnudeln serviert, während im Burgenland eine Halászlé-Fischsuppe zubereitet wird. Ein Tiroler Klassiker ist der Schlutzkrapfen mit Rüben-Speck-Fülle und Mangold. Direkt an der Donau in Oberösterreich lernen wir den Donau-Waller sowie den Gurkenflieger kennen, hoch hinaus geht es für Sarah Wiener in Vorarlberg, denn für das Lamm in Latchenkiefersauce mit Bergkäse-Riebel-Talern akzeptiert Erwin Kasper nur besten Käse von der Alm. In Salzburg wird Fasanenbrust präsentiert, Wien bietet uns Biskuitroulade mit Mokkacrème, Traubenstrudel sowie die berühmte Sachertorte, und zum Abschluss darf’s Kärntner Kavier sein. Die TV-Serie gibt es jetzt auf zwei DVDs inkl. Kochbuch zum Nachkochen. In kurzen Bonusvideos verrät Sarah Wiener Tipps und Tricks bei der Zubereitung der Gerichte und wirft außerdem einen ganz persönlichen Blick auf ihre Heimatstadt Wien. Eine unglaublich charmante Frau, die es versteht, den Zuschauer für’s Kochen zu begeistern. Vielen Dank dafür.

www.sarahwiener.de
www.edel.com


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