Hanf Journal Logo Teil 1
Hanf Journal Logo Teil 2
*
  SITEMAP
 
  * Rubriken
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

*
 
*
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-

*
 
*
-
-
-

- news
*
Versenden: Artikel drucken Bild Druckversion

Rolys Silberscheiben des Monats Januar 2012

Publiziert am: 05.01.12 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Roly
Naughty By Nature: Anthem Inc

Naughty By Nature: Anthem Inc
e one music

Neun Jahre war es still geworden um Treach, Vin Rock und DJ Kay Gee. Doch zum 20. Bandgeburtstag melden sich die drei Rap-Legenden aus East Orange, New Jersey (auch „Illtown“ genannt) mit ihrem sechsten Studioalbum als Naughty By Nature zurück (im Jahre 1989 veröffentlichten sie ihr Debut „The Independent Leaders“ unter dem Namen The New Style).
Das neue Album „Anthem Inc“ beinhaltet zunächst einmal 12 neue Songs. Bereits im Januar 2011 erschien die erste Singleauskopplung „Flags“, für die sich die drei Jungs, neben Balewa „Bilal“ Muhammad von The Clutch und dem für einen Grammy nominierten R&B-Künstler Jaheim, auch Ice-T mit ins Boot geholt hatten. Das dazugehörige Video gibt es in zwei Versionen, die sich im Ausgang der Story voneinander unterscheiden. Mit starken Tracks wie „Naughty Nation“, „Throw It Up“ (feat. Tah G Ali), „I Gotta Lotta“ (feat. Sonny Black), „Perfect Party“ (feat. Joe), „Name Game“ (Remember) (feat. Kate Nauta), „God Is Us” (feat. Queen Latifah), „Ride“ und „Doozit“ (feat. Syleena Johnson) kehrt die Rap-Formation zu ihren Wurzeln der Partymusik zurück. Zum 20. Jubiläum der Band gibt’s als Bonus mit „Uptown Anthem“, „Hip Hop Hooray“, „O.P.P.“, „Feel Me Flow“ und „Everything’s Gonna Be Alright“ auch fünf ihrer grössten Hits als Re-Recordings in der sogenannten 20th Anniversary Version. Fünfzehn Jahre nach dem Gewinn des Grammys für das beste Rap-Album – „Poverty’s Paradise“ war damals das erste Rap-Album, das diesen Titel verliehen bekam – wollen es Naughty By Nature ihren Fans nochmal beweisen.
Für mich ein sehr gelungenes Comeback, wenn man es so nennen möchte.

www.myspace.com/naughtybynature
www.naughtybynature.com




Deckard: For A Better Tomorrow
equinox records

Das 2002 von DJ Scientist in München gegründete und mittlerweile in Berlin ansässige Label Equinox Records hatte ich schon eine ganze Weile nicht mehr auf dem Schirm. Doch die ausgefeilten wummernden Downtempo Beats des Münchner Produzenten Attila Makai alias Deckard liessen bisher keine Wünsche offen und begeisterten all jene, die noch das fehlende Bindeglied zwischen Prefuse 73 und DJ Krush suchten. Wer den guten Mann von ganz frühen Veröffentlichungen wie „Das Abstrakt” (2004), „Noir Desire“ (2005) oder seiner aktuellen 12″-Single „Andromeda“ (schön spacig) kennt, darf sich jetzt auf sein Debut-Album „A Better Tomorrow” freuen. Inspiriert durch den Protagonisten des Film Noir- / Sci-Fi-Klassikers „Blade Runner“, der nicht nur Maßstäbe im Set-Design sondern auch in der Art, visuell Genres zusammenzuführen, gesetzt hat, ist die Aufgabe von unserem Deckard hier, instrumentalen HipHop und elektronische Musik zu verbinden. Alle Tracks folgen einer musikalischen Erzählstruktur, die den Hörer auf eine Reise im eigenen Kopf mitnehmen soll. Der Sound(track) von sphärisch-dichten Stücken wie „Noir Desire“ (Part 2), „Günesim“ (feat. Deniz Cagli), „The Dawn“, „Leaving“, „For A Better Tomorrow“, „Where Are We?“ und „Land Of Souls” ist wie gewohnt schön düster-melancholisch und voller Energie, also für mein Musikverständnis perfekt für diese Jahreszeit.
Deckard liefert mit seinem Debut-Album ein in sich kraftvoll verwobenes Werk mit hypnotischem Bass und feinen Beats ab. Wer gerne DJ Shadow oder Wax Tailor hört, wird beim Kauf dieses Albums nichts falsch machen. Cineastisch-bombastisch.

www.deckard-worldwide.com
www.equinoxrecords.com




Teacha Dee: Reggae Souljahs
ten floor records

Bereits Ende Oktober letzten Jahres veröffentlicht, hat man sicher den ein oder anderen Tune auch schon auf unserem Videokanal Exzessiv.TV gehört. Vielen sollte der Jamaikaner Damion Darrel Warren aka Teacha Dee von den Pow Pow Selections bekannt sein. Der Reggae-Künstler und Highschool Lehrer aus Montego Bay, Saint James nimmt seit fast zehn Jahren professionell Songs für unterschiedliche Produzenten wie zum Beispiel Ingo Reinbay von Pow Pow oder Teka von Rootdown sowie einige Produzenten in Jamaika auf. Hierzulande ist er im Jahre 2006 mit seinem Tune „Smoke & Fly“ auf dem Kingston Town Riddim bekannt geworden, 2007 gab’s „Smuggling Weed“ für Pow Pow und 2009 „The System“ auf dem TNT Riddim für Dasvibes Productions. Nachdem er im Sommer quer durch Deutschlang getourt ist, hat er nun sein Album „Reggae Souljahs: Beating Babylon With Music” auf seinem Label Ten Floor Records veröffentlicht. Darauf zu hören gibt es 20 Tracks aus den letzten fünf Jahren, einige davon hat er selbst produziert, andere sind in Zusammenarbeit mit Produzenten aus Jamaika und Europa entstanden. So singt er zum Beispiel „Reggae Souljahs“ auf dem „I Love“ Riddim des Kölner Rootdown-Labels und die neueste Single „Cyaan Stop We“ auf dem „Way Forward“-Riddim von Greezzly Production aus Mailand. Die beiden Tracks „Green Trees“ und „One Thing About Herbs“ kennen aufmerksame Exzessiv-Zuschauer aus der Folge N° 185 zur Hanfparade 2011.
Viele Reggae-Künstler sehen sich selbst als Lehrer – Teacha Dee ist einer. Sehr entspannt und immer positiv pendelt er hier zwischen Roots-Reggae und massivem Dancehall. Strictly conscious.

www.myspace.com/teachadee
www.teachadee.com




LAL: LAL
public transit recordings

1998 begannen die Sängerin, Dichterin und Aktivistin Rosina Kazi und der Produzent und Soundtüftler Nicholas Murray ihre musikalische Zusammenarbeit. Auf dem kleinen, bis dato eher unbekannten Label Public Transit Recordings kam im Jahre 2000 ihr Debut-Album „Corners“ in Kanada heraus, der Nachfolger „Warm Belly High Power“ wurde vom kanadischen Exclaim! Magazine zum besten Soulalbum des Jahres 2005 gekürt. Mitte der Nullerjahre stiess Bassist Ian de Souza dazu. LALs drittes Album „Deportation“ erschien 2008 als Auseinandersetzung mit den Folgen des 11. September: Migration, Militarismus, gesellschaftliche und persönliche Veränderungen reflektierte ihr künstlerischer Output. Themen, die das kanadische Trio nicht von ungefähr betreffen. Kazis Familie stammt aus Bangladesh, Murray ist auf Barbados und de Souza in Uganda geboren. Mit ihren Worten und Sounds, die sich aus Beats und Folk genauso speisen wie aus Soul und World Music, kämpfen sie auch auf ihrem selbstbetitelten, vierten Album für Gerechtigkeit. „LAL“ sei die Verkörperung ihrer Hoffnungen und Ängste, sagt die Band, ein Album, das Pop, Jazz, Soul und Elektro zu einem einzigartigen Toronto-Sound verbindet.
Wer früher gerne „TripHop“ und „Downbeat“ gehört hat und die melancholische Tiefe von Künstlern wie Massive Attack, Tricky, Nicolette, Moloko oder auch Björk zu schätzen weiss, wird ein kuschelig-warmes Album geniessen, in der die Hoffnung leuchtet. „Und einen Teil dieser Zukunft zu gestalten, beginnt jetzt, indem wir gemeinsam daran arbeiten, einander und die Welt mit Würde und Respekt zu behandeln.“ Klingt doch gut und ist es auch.

www.lalforest.com
www.ptrmusic.com




Lee Burton: Busy Days For Fools
klik records

Die Langsamkeit in der Elektronik ist wieder auf dem Siegeszug. Nachdem Nicolas Jaar und Pantha du Prince die Romantik zurück in die elektronische Musik geholt haben, ist nun der griechische Künstler Lefteris Kalabakas alias Lee Burton aka Liberto an der Reihe. Durch seine Single „You’ve Got Me” (im Nhar Firefly Remix) und weitere Releases auf bekannten Labels wie Playmobil Series und Sonik Magazine hat er sich einen Namen gemacht und veröffentlicht nun mit „Busy Days For Fools” sein Debut-Album auf Klik Records. Das 2003 gegründete Label aus Athen dürfte vielen durch gute Leute wie Mikael Delta, Hiroshi Watanabe oder auch Ralph Myers’ schickes Album „Outrun“ ein Begriff sein. Lee Burton lässt hier auf kunstvolle wie auch emotionale Art und Weise Folk, elektroakustische Experimentierfreude und moderne elektronische Tech-House Elemente miteinander verschmelzen, was den ganzen Longplayer so kraftvoll macht. Auf 11 deepen Tracks führt Lee Burton den Hörer durch mystische Klänge über chillige Lounge-Atmosphäre zu ausgeklügelten Samples. Besonders organisch verdammt warme Tracks wie „Breath“, „Crash“, „Recover“, „Analise This”, „Boyman”, „Die Therapie” und „Eleven” nehmen sich viel Zeit und Raum, bezaubern mit tiefgründigem Songwriting und laden dazu ein, die winterliche Seele baumeln zu lassen.
Ein wunderschönes Album mit ausgeklügelten Arrangements, das sich als kleines Juwel der Melancholie entpuppt und nicht nur Fans smarter Elektronikexkurse begeistern wird, sondern auch Liebhaber eleganter und zeitloser Popmusik. „Busy Days For Fool” ist die „stoner side of electronica“.

www.myspace.com/libertomusic
www.klikrecords.gr


Versenden: Artikel drucken Druckversion Versenden: Artikel bookmarken bei einem ServiceBookmark it!

Mehr zum Thema:

- Diskutiere das Thema im Hanf Journal Forum

 
*
 Aktuelles HanfJournal
-