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Lanz kifft?

Nein, das ist keine neue Talkshow für kiffende Kinder im Nachmittagsprogramm des ZDF ...
Publiziert am: 01.02.12 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Sadhu van Hemp
Beichten bei Lanz

... sondern nur eine Frage, die sich dem treuen Zuschauer aufdrängt, wenn der Traumschwiegersohn der Nation in seiner Unterhaltungssendung alle Nase lang die Gäste damit kompromittiert, ob sie mal gekifft haben. Das ist außergewöhnlich für einen Vorzeigebiedermann und zeugt von einer gewissen Affinität zum bösen Hanf. Mittlerweile ist die Late-Night-Talkshow auch ein Muss für jeden Haschgiftdealer, denn mit dem Zweiten sieht man besser, wer die Kunden sind.

Natürlich ist das nur eine billige Masche des Tendenzmoderators, weil er genau weiß, dass kaum einer seiner Gäste auf die Frage, ob er schon mal onaniert, gepupst oder gekifft hat, mit einer Lüge antworten wird. Das sind dann die armseligen Momente, in denen das Fernsehmännchen glaubt, er sei ein investigativer Journalist – und das ohne ordentliches Studium an der Axel-Springer-Akademie. Doch so erbärmlich die kulturelle Stereotype eines rückgratlosen, das Fähnchen in den Wind hängenden TV-Nachtwächters auch daherkommt, er hat es raus, wie man sich einschleimt und Leute dahingehend manipuliert, sich vor Millionen Zuschauern als Kiffer zu outen.

Und das ist durchaus im Sinne der Hanffreunde, denn der Südtiroler Saubermann macht sich somit zum Fürsprecher der verbotenen Wunderpflanze, ohne dass er sich dessen gewahr ist. Denn während die klassischen Kifferbösewichte wie Bushido und Sido brav THC-Abstinenz heucheln, um sich in die Herzen der Spießer zu schleichen, sprechen Alt-Hippies wie Heiner Lauterbach und Helmut Berger frei weg von der drogenerprobten Leber, was sie an Cannabis schätzen und lieben.

Was hilft da noch Markus Lanzens erhobener Zeigefinger vor Drogenkonsum, wenn Promi-Vorbilder wie Andre Agassi, Howard Carpendale, Jürgen Drews und Heinz Buschkowsky von den guten alten Kifferzeiten plaudern. Das sind dann die schönen Momente, in denen sich der Hanffreund in seinem illegalen Tun bestätigt fühlt und zur Feier des späten Abends eine Extratüte wickelt, die er am liebsten durch die Flimmerkiste in die Quasselrunde weiterreichen will.
Warum die ZDF-Intendanten die Lanzsche Werbung für Hanf zulassen, bleibt ein Rätsel.

Vielleicht ist es ja die Angst der Fernsehchefs, selbst in die Kifferfalle gelockt zu werden. Zumal nicht jeder der Proporz-Diener der öffentlich-rechtlichen Medienanstalten die Schlagfertigkeit des Ex-FDP-Propagandasekretärs Christian Lindner besitzt, der dem Lanz antwortete: „Wer 32 Jahre alt ist und das noch nie probiert hat, ist ein Alien.“
Nun, bleibt die Frage an den zweiundvierzigjährigen Markus Lanz: Sind Sie von dieser Welt oder doch ein Außerirdischer, der die „Hefe des Denkens“ noch nie probiert hat?
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