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Sir Paul jetzt hanflos

Kommentar: Ohne Entzug? Der Ex-Beatle hört einfach auf
Publiziert am: 17.02.12 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Michael Knodt
Will oder darf der Ex-Beatle nicht mehr kiffen?



Die Medien jubeln, dass Paul McCartney nach weit über 40 Jahren Cannabiskonsum aufhört zu kiffen. An sich ist diese Nachricht nicht besonders interessant, weil es eigentlich seine ganz private Entscheidung ist, die, mit Ausnahme der Familie und nahen Freunde, niemanden etwas angeht. Doch bei näherem Hinsehen drängen sich ein paar Fragen auf:

Sir Pau McCartney hat die Welt 50 Jahre lang mit seiner musikalischen Genialität verblüfft, anscheinend bekifft.

Er hat, anscheined bekifft, vier Kinder großgezogen, die heute als Erwachsene mitten im Leben stehen und nie durch so genannte "Drogenskandale" aufgefallen sind. So schlecht kann die Erziehung in Sachen Prävention und Aufklärung also nicht gewesen sein, bedenkt man zudem, dass seine damalige Frau Linda seine Einstellung und Passion in Sachen Hanf teilte.

Er wurde, anscheined bekifft, mit Preisen überschüttet, zur Queen eingeladen, geadelt und auch von den Medien ob seiner musikalischen Fähigkeiten oder seines sozialen Engagements und seines vorbildlichen Familenlebens, in den Himmel gelobt, ohne dass jemand Anstoß an seiner Vorliebe für Hanf nahm.

Wieso fragt eigentlich keine/r, wie man 50 Jahre kiffen und gleichzeitig kreativ, spontan und voller Energie sein kann, kurzum ein Vorbild für die Jugend?

Wieso fragt niemand, welcher Art der Thearapie sich der Beatles-Bassist nach fast 50 Jahren Dauerkiffen denn unterziehe? Weil er keine braucht, er will nicht mehr und das reicht anscheinend. Das käme in den Medien aber schlecht an.

Wie sieht es bei Herrn McCartney mit den "beeinträchtigten, kognitiven Leistungsfähigkeiten, der eingeschränkten Fruchtbarkeit (der Mann ist mit 61 zum mindesten zum fünften Male Vater geworden) oder den negativen Langzeitfolgen auf die Psyche", die der Dauergebrauch der Droge angeblich zwangsläufig mit sich bringt, aus?

Seine Begründung für den Sinneswandel liest sich ein wenig holprig, "die Verantwortung für seine Tochter" habe ihn zu diesem Schritt veranlasst. Hat er etwa jahrelang vor seiner Tochter geraucht? Das wäre per se unverantwortlich. Egal ob Cannabis, Nikotin oder Alkohol, der Konsum sollte privat und vor allen Dingen nicht vor den Nasen und Augen der Kinder stattfinden. Dann ist das mit der Erziehung auch kein Problem.

Hatte er sein neu entdecktes Verantwortungsbewusstsein bei seinen ersten vier Kindern etwa nicht? Oder erwecken die den Anschein, vom Cannabiskonsum ihres Vaters traumatisiert oder von verantwortungslosen Kiffern erzogen worden zu sein?

Oder hat der Ex-Beatle vielmehr Angst um sein Sorgerecht? Denn sein Cannabiskonsum scheint einer der Hauptgründe für die Scheidung von Heather Mills zu sein, die sich öffentlich über die mangelende Vorbildfunktion ihres Ex beklagte. Mills plauderte aus, dass er Joints geraucht habe wie andere Tee tranken und deshalb nicht in der Lage sei, seine jetzt achtjährige Tochter auf lange Sicht von Drogen fernzuhalten.

Der Fall Paul McCartney beweist, wie verlogen unsere Medien mit dem Thema Cannabis umgehen und wie feige die meisten Promis sind, wenn sie beim Kiffen erwischt werden. Vielleicht wäre der Cannabisliebhaber im Rentenalter besser beraten, zu seiner Leidenschaft zu stehen und sich öffentlich mit dem Thema "Jugendschutz und Cannabis" zu befassen. Zum Kiffen kann er sich einen Rückzugsraum bauen lassen und im Rest der Villa dann offen mit seiner Tochter über Papas Laster reden, wenn es an der Zeit ist. So könnte er endlich wieder die englische Legalisierungsbewegung unterstützen, für die er seit dem Tod seiner ersten Frau nur noch wenig übrig hatte. Denn er ist der lebende Beweis dafür, dass das Cannabisverbot ein Treppenwitz der Geschichte ist, doch macht sich der Altstar auch in den Augen vieler Fans mit dem "Gang nach Cannabinossa" auf seine alten Tage unglaubwürdig.


Bleibt nur zu hoffen, dass die Kreativität nicht unter der Abstinenz leidet.



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