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Legal aber verboten?

Cannabis als Medizin und das Zollamt Kaldenkirchen
Publiziert am: 28.02.12 - Medienformen: Medienform Text

Die Ausnahmegenehmigung von Herrn Knust nach der Kontrolle: Zerfetzt und somit unbrauchbar Foto: M.Knust

Marcel Knust ist anerkannter Cannabispatient, er leidet aufgrund seiner starken Tourette-Krankheit an TICs, die er nur mit Hilfe von Cannabis kontrollieren kann.
Deshalb besitzt er eine Ausnahmegenehmigung der Bundesopiumstelle (siehe Foto). Seine Behandlung kostete ihn bislang 18.000 Euro, die Kosten werden von der Kasse nicht übernommen. Bei einem Preis von circa 16 Euro/Gramm kann sich Herr Knust Cannabis aus Deutschen Apotheke oft nicht leisten.

Wie er uns heute telefonisch mitteilte, verspürte er gestern morgen heftige Schmerzen aufgrund der anhaltenden TICs und hatte nicht genügend Geld, sein in Deutschland gültiges Cannabis-Rezept einzulösen.
Die kleinste Verkaufseinheit kostet über 70 Euro, Herrn Knust standen nach eigegen Angaben jedoch nur 30 geliehene Euro eines Bekannten zur Verfügung. Damit konnte er sich im 40 km entfernt gelegen Coffeeshop in den Niederlanden zwei Gramm Cannabis kaufen.
Auf der Rückfahrt wurde er von der Mobilen Kontrollgruppe des Zolls Kaldenkirchen kontrolliert. Im Laufe der Kontrolle wurde seine Medizin beschlagnahmt, weil die Ausnahmegenehmigung den Import von Cannabis aus den Niederlanden nicht einschließt.
Der Tourette-Patient wurde daraufhin gezwungen, mit den Beamten auf die Zollwache zu kommen und fing im Laufe der durchgeführten Durchungsmaßnahmen im Genitalbereich immer stärker an zu "ticken".
Herr Knust berichtete uns im weiteren verlaufs des Telefonats, dass die nach circa 45 Minuten hinzugezogene Notärztin ihm unterstellte zu simulieren, er habe kein Tourette. Sie wollte ihn mit "Haldol" ruhig spritzen, um ihn dann in die Psychatrie nach Süchteln bringen zu lassen.
Nur ein beherzter und erfolgreicher Fluchtversuch bewahrten den Cannabis-Patienten gestern vor der Zwangseinweisung.

Die Pressestelle des Zolls bestägtigte, gestern einem Cannabis-Patienten eine Dose mit Hanfblüten beschlagnahmt zu haben, "weil dieser nicht die notwendigen Papiere zur Einfuhr von Cannabis aus den Niederlanden besessen habe".
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