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Startschwierigkeiten in 'The Mansion'

Ist Mannsvolk anwesend?
Publiziert am: 02.03.12 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Ein unbekannter Leser
"Men only"

Ein treuer Leser des Hanf Journals wollte uns mit einem „Growtagebuch“ seines ersten Grows beglücken. Seine Vorbereitung war vorbildlich, er hatte die notwendige Lektüre verinnerlicht und auch für das richtige Equipment sowie Sauberkeit und Ordnung gesorgt. Doch leider ist auch das nicht immer genug ...

Tag 1
Los ging’s am 11.11. Von mir wurden neun reguläre Samen „Widow Skunk“ von De Sjamaan für das Casting auf ein feuchtes Bettchen gelegt und im Dunkeln deponiert. Geplant war es, in 3,6 Liter Töpfen kleine Pflänzchen vorzuziehen und diese dann möglichst früh in Blüte zu schicken.
Gefüllt wurden die Töpfe zu: 3/4 mit Plagron Grow-Mix und im oberen Viertel mit Fleurelle Anzuchterde (vermischt mit etwas Compo „Agrosil Wurzel Turbo“). Die Erde wurde nicht angedrückt sondern nur locker in den Topf gestreut. Diese Vorgehensweise erklärt sich später von selbst. Ich habe, sobald die Keimspitze bei den Samen zu sehen war, die Samen auf die Anzuchterde gelegt, ganz leicht bedeckt und sie verdunkelt weiter in der Erde keimen lassen.
Um die Pflanzen über den Verlauf des Grows besser verfolgen zu können, hatte ich beschlossen, ihnen Namen zu geben.

Tag 2
„Gina“, „Pam“ und „Kelly“ erblickten das Licht der Welt und wurden wie beschrieben gebettet.

Tag 3
Morgens erwarteten mich ungeduldig „Drew“, „Tracy“, „Vivian“ und „Lydia“, um in die Mansion einzuziehen. Zwei ließen auf sich warten, („was zieh ich an“ usw.), was ich als gutes Zeichen auf weibliche Gene deutete.
„Kim“ und „Jenna“ tauchten dann am späten Nachmittag auf. Eine Keimungsrate von 100 % binnen zwei Tagen. Was will man mehr?

Tag 4
Angestachelt vom Konkurrenzkampf beschlossen einige Mädels, mich mit ihren Formen eingehüllt in Samenschalen BH’s zu betören, aber da ich für Fairplay bin, habe ich dann morgens noch einmal ein wenig Erde darüber gestreut, sie in die Wuchsbox gestellt und die 125er ESL Wuchslampe angeschmissen.
Kelly war das egal, schon abends sah sie mich wieder mit treuem Augenaufschlag an - ohne BH - und sonnte sich unter den Strahlen der ESL Lampe. Sie hatte beschlossen, meine Nr. 1 zu werden.

Tag 5
Zum Frühstück erschienen zu meiner Freude dann alle oben ohne, zeigten gut zwei Zentimeter Bein und die ersten kleinen gezackten Blätter.

Tag 6
Trotz der spärlichen Beleuchtung von 125 Watt überraschten mich alle Mädels mit einem schnellen Wachstum.

Tag 7
Alle Mädels hatten nun eine Höhe von fünf Zentimetern. Dadurch, dass die Erde am Anfang nicht festgedrückt wurde, hatte sie sich durch das zwischenzeitliche Gießen gesetzt und ich füllte den entstandenen Platz mit Plagron auf.
Nun standen meine Schönen wieder bis zu den Keimblättern in Erde.

Tag 8
Pam, Kim und Drew sahen im Gegensatz zu den anderen Mädels nicht ganz so vital aus und während des täglichen Platzwechsels passierte es: Mir rutschte Kims Topf aus den Fingern und das kleine Pflänzchen war unter einem Berg Erde begraben.
Ganz vorsichtig steckte ich sie dann wieder in ihr Bett und sie bekam den Ehrenplatz mittig unter der Lampe. Ich hoffte, sie würde es mir nicht allzu übel nehmen.

Tag 9
Kim hatte den Unfall nur schlecht verkraftet und hatte eine Pause im Wuchs eingelegt; auch eines ihrer Blätter war deformiert. Auch Drew wollte aus irgendeinem Grund nicht so wachsen, wie es die anderen taten. Kelly führte die Rangliste immer noch an.

Tag 10
Zum morgendlichen Baden und Duschen erwarteten mich sieben prächtig ausgestattete Mädels deren zweites Blattpaar schon schöne drei Finger aufwies. Kim war immer noch eingeschnappt und hatte demonstrativ ihren Wuchs eingestellt.
Drew hingegen war eindeutig etwas für solche, die zierlichere Gestalten mit dunklerem Teint mögen. Sie war irgendwie grüner als die anderen und hatte nur 3/4 der Größe erreicht, die die anderen aufwiesen.


Tag 11
Da ich erst nachmittags in der Mansion eintraf und die Mädels in der Zwischenzeit sich selbst überlassen waren, war die Überraschung groß:
Während bei Drew’s Tempo alles unverändert war, hatten Vivian und Gina beschlossen, richtig ins Geschehen einzugreifen. Sie präsentierten mir stolze fünf Finger am zweiten Blattpaar und Beine wie sie schöner nicht sein konnten. Wo hingegen Kelly, Jenna, Pam, Tracy und Lydia nur mit 3 Fingern aufwarten konnten. Kim machte mir inzwischen richtig Sorgen, sie hatte immer noch das Wachstum eingestellt und ihre kleinen Blätter jetzt schon 2 Tage aufrecht ins Licht gestellt.

Tag 12
Angeregt durch den streichelnden Luftzugs des Ventilators hatten die Mädels ihr Formen genau da hin entwickelt, wie wir Kerle es gerne mögen. Mich strahlten keine Magermodels an, sondern gesund proportionierte Formen. Gina blieb allerdings sehr zurückhaltend. Kim schien sich langsam zu erholen, streckte sie doch ihre Blätter nicht mehr steil gen Himmel, sondern hielt sie schön waagerecht und schien angefangen zu haben, dass zweite Blattpaar auszubilden. Es schien, als sei sie über den Berg.

Tag 13
Um es vorweg zu nehmen; Kim hatte es geschafft. Alle anderen Mädels waren inzwischen fleissig dabei, die nächsten Blattpaare zu bilden. Da die Süßen gut zugelegt hatten, beschloss ich die tägliche Dosis Wasser auf 0,2 L. Wasser ohne Dünger zu erhöhen.

Tag 14
So langsam schien mir der Zeitpunkt gekommen, die Beleuchtung auf 12/12 runterzuregeln. Also Klamotten gepackt und raus aus der Wuchsbox in die Blütebox. Ich fieberte den Soloshows der Mädels entgegen.

Tag 15
Die neue Umgebung schien den Damen auf Anhieb zu gefallen. Die Temperatur von etwas über 25 Grad schien ihnen sogar sehr gut zu tun. Die folgenden Tage überliess ich die Damen wieder ihrem Schicksal und traf sie nur kurz beim Frühstück.

Tag 16 und 17
... verliefen dann - um die Mädels nicht zu sehr zu stressen - sehr ereignislos. War doch nur zu sehen, dass Jenna, Vivia, Tracy, Lydia und Kelly schlank waren und schöne, lange Beine hatten, während Pam, Gina, Drew und Kim nicht ganz so lange Beine aufwiesen, aber dafür mit den genau richtigen Proportionen aufwarten konnten.

Tag 18
Jede einzelne hatte ihre Eigenarten. Kim hatte Drew in ihrer Größe eingeholt, während Drew anfing die ersten beiden gut sichtbaren Seitentriebe zu entwickeln. Kelly hatte inzwischen ihr sechstes Blattpaar und keine Seitentriebe. Gina war klein geblieben, hatte nur fünf Blattpaare, dafür aber schon zwei gut gewachsene Seitentriebe und Blätter mit neun Fingern. Es war wirklich für jeden Geschmack etwas dabei, denn Jenna zeigte sieben Finger und war dabei Blattpaar Nummer fünf zu bilden.

Tag 19
Die Show ging los … bei meiner täglichen Untersuchung der Ladys, fuhr mir der Schreck in die Glieder. Zeigte mir die Lupe doch tatsächlich bei zwei der Damen etwas, was ich gar nicht sehen wollte: Mannsvolk. Also Security gerufen und die beiden abführen lassen. Um wen es sich handelte? Jenna und Kelly. Meine Stimmung war natürlich dementsprechend.

Tag 20
Es kam immer schlimmer. Beim Frühstück erklärten mir weitere vier Witwen, dass sie nicht willens seien in der Mansion zu wohnen. Das war ein Schock. Hatte ich doch alles getan, dass sie sich bei mir wohlfühlten. Aber so sind sie halt; verstehen können wir Kerls das nicht. Ich entschloss mich, sie meinem Kater zu überlassen. Der weiss, wie man mit undankbaren Pflanzen umzugehen hat (Vivian gefiel ihm sehr). So hatten sich die Reihen in meiner Box doch sehr gelichtet und ich blieb allein mit Pam, Kim und Drew.

Tag 21
Ich beschloss, die drei verbliebenen Mädels wie Königinnen zu behandeln. Ich stellte ihnen große 9 l Töpfe zur Verfügung und gab ihnen so auch die Möglichkeit, sich etwas freier zu entfalten.

Tag 22
Durch den Umzug in die grösseren Töpfe hatten die Damen wieder erst einmal eine Auszeit verdient. Ich goss sie mit der normalen Dosis Wasser und lies sie für sich alleine die Strahlen der Beleuchtung zu geniessen.

Tag 23
Bei der morgendlichen Waschung liess sich nun doch gut erkennen, dass meine Kleinen beschlossen hatten, den nun vorhandenen Platz zu nutzen und gründlich zuzulegen. Während Kim in die Höhe schoss und schlank blieb, blieb Pam kleiner und konzentrierte sich mehr auf ihre Seitentriebe. Drew entwickelte sich zu einer perfekten Pflanze mit stabilem Stamm und tollen Formen.

Tag 24
Die Lupe zeigte mir erste weisse Härchen, allerdings auch noch etwas anderes, das sehr maskulin aussah. Wollte ich das Gesehene doch nicht wahr haben und noch einen Tag warten ob sich mein Verdacht bestätigte. So langsam gingen mir die Weiber doch gehörig auf die Nerven mit ihrer Rumzickerei.

Tag 25
Ein Tag der Frustration. Schon mit einem mulmigen Gefühl im Bauch öffnete ich morgens die Box. Alle hatten beschlossen, munter zu zwittern.
Das trotz regelmässiger Beleuchtungszeiten und gleichbleibender Werte bei Luftfeuchtigkeit und Temperatur.

Tag 26
Als Anfänger ist man natürlich dann neugierig, wie sich das so weiter entwickelt. Daher beschloss ich die drei erst einmal weiter in der Mansion stehen zu lassen, bis ich den Platz anderweitig brauchen würde. Weitere Morde konnte ich auch nicht über‘s Herz bringen. Also überließ ich sie einfach ihrem Schicksal.

Ab Tag 27
... bis zu ihrem natürlichen Tod entwickelten sich die drei auch weiterhin verschieden. Während Pamulus bei einer Höhe von ca 50 cm stehen blieb und sich zu einem Tannenbaum entwickelte, wuchsen die anderen beiden auf die doppelte Größe. Kim Jon Ups bestand fast nur aus dem Stamm und entwickelte gar keine Seitentriebe. Drews sah aus, wie man es aus Werbeblättchen kennt. Alles in allem doch eine lustige Genetik.

Epilog
Inzwischen sind ein paar Wochen vergangen und ich habe die Enttäuschung verarbeitet. Ich habe wieder was gelernt und ein wundervolles Beispiel geliefert, wie ein Grow auch in die Hose gehen kann. Es war wohl doch nicht so gut, die Samen so früh in Blüte zu schicken.
Ich habe aber noch anderes Saatgut desselben Anbieters und werde mich nicht unterkriegen lassen. Es wachsen inzwischen ein paar neue Damen (?), bei denen ich hoffe, eine gute Mutterpflanze selektieren zu können, um auf Stecklinge umzustellen. Allerdings wachsen die auch grundverschieden, was immer neue Überraschungen birgt.

to be continued ... never give up
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