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DVD-Specials - März 2012

Publiziert am: 07.03.12 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Roly
DVD – Doku

Ecstasy Bandits
Die Wunderwelt der XTC‘s - hautnah und ungestreckt
ascot elite

MDMA ist die Abkürzung für 3,4-Methylendioxy-N-Methamphetamin und gehört zur Stoffklasse der β-Phenylalkylamine. Im Jahre 1912 wurde MDMA als Synthese-Zwischenprodukt auf der Suche nach einem Hydrastinin-Analogon vom Pharmaunternehmen E. Merck als „blutstillendes, gefäßzusammenziehendes“ Medikament (Hämostatikum) entwickelt und 1914 patentiert. Bei der Aussage, MDMA wäre als Appetitzügler (Anorektikum) entwickelt bzw. vertrieben worden, handelt es sich ebenso um ein Gerücht wie die fälschliche Aussage der vorliegenden DVD „Ecstasy Bandits“, dass der Wissenschaftler Alexander ,Sasha’ Shulgin der „Erfinder“ von MDMA sei. Der Chemiker hat es 1967 durch einen Studenten lediglich „wiederentdeckt“ und aufgrund seiner empathogenen und entaktogenen Wirkung als Hilfsmittel in der Psychotherapie erstmalig eingesetzt. Die im Jahre 2010 unter dem Namen „Dirty Pictures“ entstandene Dokumentation taucht in die Lebensgeschichte von Dr. Shulgin ein und zeigt dessen Errungenschaften und was sie für die Welt bedeuten sollten. Der 1925 im kalifornischen Berkeley geborene Pharmakologe und Chemiker russischer Abstammung hat sich im Laufe seines Lebens besonders auf die Entwicklung von Halluzinogenen aus den Strukturklassen der Phenethylamine und Tryptamine, die wir heute als Designerdrogen kennen, spezialisiert und an der Universität Berkeley mehr als dreihundert psychoaktive Verbindungen synthetisiert, die im Selbstversuch mit seiner Frau Ann Shulgin getestet wurden. Privilegiert, eine staatliche Lizenz zu besitzen, die ihm das Arbeiten mit verbotenen Drogen („Schedule I Drugs“) erlaubt, distanziert sich Alexander Shulgin von dem Missbrauch von MDMA als Partydroge. Auch andere rebellische Wissenschaftler, ihre Entdeckungen, Motivationen, Ideen und ihren Glauben in die Forschung werfen einen interessanten Blick auf etwas, was in unserer modernen Gesellschaft verpönt ist. Wo früher LSD, Marihuana und Woodstock eine Generation einten, entwickelte sich MDMA unter dem Begriff Ecstasy via Yuppiebars in Dallas und schwule Tanzszene zur Droge der Rave-Kultur, um den Partypeople das Gefühl von Zusammenhalt und Wärme zurück ins Gedächtnis zu schleudern. Shulgin nannte MDMA „window“ – ein Fenster zur Psyche. Wer Interesse an ein wenig Hintergrundwissen und Weiterbildung hat, sollte sich diese informative Dokumentation zu Gemüte führen. Besonders für pharmakologisch interessierte Freunde elektronischer Musik sehr empfehlenswert.
www.ascot-elite.de
www.globalcinema.de




>>DVD – Action-Komödie
Paris Express
Ein Mann, ein Roller, eine Mission
universum film

Samuel Skjqurilngskwicz (Michaël Youn), von Freunden sicherheitshalber kurz Sam genannt, arbeitet als Bote auf seinem Motorroller für den Pariser Kurierdienst Pli Express, dessen Unternehmensmotto „Zero Stress“ lautet.
Doch wenn man wie Sam in der Hierarchie der Kurierfahrer ganz unten steht, dann sind solche Worte nur Makulatur und man selbst die absolute Niete, die atemlos von Auftrag zu Auftrag hetzt. Außerdem missachtet Sam alle Regeln des Straßenverkehrs, um seine Fracht möglichst schnell ans Ziel zu bekommen. Dabei wird er auch noch bei jedem Verkehrsverstoß von einem Polizisten erwischt – seinem Vater. Von seinem Chef kommt er weder ein Lob noch einen Bonus, so sehr er sich auch bemüht.
Deshalb will er diesmal auch unbedingt alles richtig machen, als er einen vielversprechenden Lieferauftrag erhält, zu dem ihm auch endlich die heißersehnte Prämie versprochen wird. Allerdings verlässt sich heute auch seine Freundin Nadia (Géraldine Nakache) ganz besonders auf ihn, denn ihre Schwester heiratet und Sam soll sie begleiten. Doch die Prämie ist verlockender und überhaupt soll es ja auch nur ein zehnminütiger Botendienst werden. Daraus werden schließlich ein Tag und eine Nacht, denn der sympathische Held findet sich in kürzester Zeit unfreiwillig zwischen den Fronten diverser Verfolger wieder, die alles tun, um in den Besitz des ominösen Pakets zu gelangen, während er seine Freundin retten muss. Auf der einen Seite steht Steve Loki (Jimmy Jean-Louis), ein verdammt cooler Typ im edlen Zwirn, der für die Geheimorganisation „La Sphere“ seine Päckchen ausliefert.
Gegenüber agiert die brutale Gang um Iris (Natalia Dontcheva), und irgendwo lauert Louise (Catalina Denis) als verführerische Femme fatale. - Mit „Paris Express“ melden sich die Macher von „Taxi“ und „Transporter“ mit einer brandneuen, temporeichen Komödie zurück und liefern eine vergnügliche, chaotische und effektvolle Action-Tour-de-Force quer durch die Stadt der Liebe.
Direkt aus Frankreichs Kinos kommt „Paris Express“ frisch auf den Tisch und ist ab dem 24. Februar 2012 erstmalig in Deutschland auf DVD und Blu-ray Disc mit exklusivem Bonusmaterial, darunter ein Making Of und das Featurette „Pli Express“, erhältlich. Unter der Regie von Hervé Renoh („Requiem“) verbindet diese humorvoll-tollpatschige Home Entertainment-Premiere unterhaltsames Popcorn-Kinovergnügen mit französischem Charme.
Ein Mann, ein Roller, eine Mission ...
www.universumfilm.de




>>DVD – Kult
Trio: ... und dann kannst du mich von vorne sehen
universal music

Stephan Remmler spielt auf seinem klickernden „Spielzeug-Keyboard“ Casio VL-1 den Rhythmus und singt lakonisch (auch per Kehlkopfmikrofon), Kralle Krawinkel zwirbelt an der Fender-Gitarre, und Peter Behrens verzieht am Schlagzeug, das als solches kaum bezeichnet werden kann, keine Miene – seine Aufgabe besteht laut Remmler in der Ausübung „dynamischer Inkompetenz“ (ich kenne ihn Äpfel oder ein Brot verzehrend). An Weihnachten 1980 als Trio gegründet, wird ihre Top-Single „Da Da Da“, an der Dieter Meier (Yello) sowie Annette Humpe und Hans J. Behrend (Ideal) mitwirkten, im Jahre 1982 in 30 Ländern veröffentlicht und weltweit 13 Millionen Mal verkauft. Doch alles beginnt im oldenburgischen Großenkneten in einem großen Backstein-Einfamilienhaus in der Regenter Str. 10a im Ortsteil Regente, wo das Trio wohnt und sich musikalisch frei entfalten kann. Erste Live-Gigs werden in der Stammkneipe „Kempermann“ absolviert, und nach dem ersten Plattenvertrag 1981 stellen sich Trio auf ihrer ersten großen Deutschland-Tour dem Publikum vor:
„Hallo Leute, wir sind die Band, die in der ZDF-Hitparade nicht wieder gewählt wurde!“ Schnell werden die drei schrägen Vögel in die Klamauk-Schublade der „Neuen Deutschen Welle“ gesteckt, doch die neuen Dadaisten revolutionieren die deutsche Popmusik auf ernsthafte Weise und Kralle betont, dass „unsere Basis Rock’n’Roll ist, auf der wir alles Überflüssige weg lassen; von Starposen bis zu Instrumentenbombast“. Der Rest ist vergoldete Geschichte. Auf der neuen Doppel-DVD „… und dann kannst du mich von vorne sehen“ befindet sich der pophistorisch bedeutende Live-Mitschnitt des Rockpalast-Konzerts in der Hamburger Markthalle, das der WDR am 12.02.1982 mit visionärem Eifer aufgezeichnet hat. Und es ist mir ein wahres Vergnügen, 30 Jahre später den drei nordischen Anarcho-Minimalisten zuzuschauen und ihren wohldurchdachten Songs zu lauschen. Zusätzlich freut man sich über den von Hannes Rossacher produzierten Dokumentarfilm „Da, da, da – Die Geschichte eines Hits“, erstmals ausgestrahlt von Arte im August 2009, im Themenabend: „NDW – die deutsche Pop-Revolution“. Dazu gibt es Sticker, Fotoprints und vor allem ein 24-seitiges Booklet, in dem sich die kompletten Liner-Notes des Albums „Trio Deluxe Edition“ von Joachim Hentschel und auch ein kurzes Statement von ihrem Entdecker Klaus Voormann („Fünfter Beatle“) befinden.
Insgesamt gut zweieinhalb Stunden sehr amüsante Zeitgeschichte. Trio ist Kult.
www.stephan-remmler.de/Trio
www.universal-music.de


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