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Vorhersehbare Folgen unzeitgemäßer Drogenpolitik

Schweizer Bundespolizei beklagt mehr Gewalt durch mehr Repression beim Cannabishandel
Publiziert am: 27.03.12 - Medienformen: Medienform Text

Selbst Schuld am Elend mit dem Gras: Die Schweizer/innen lehnten einen regulierten Hanfmarkt 2008 ab


Die Schweizer Bundespolizei hat beklagt, dass der Cannabismarkt durch die zunehmende Repression mehr und mehr von gewaltbereiten Kriminellen übernommen werde. Seien es früher oft Schweizer Privatleute und kleine Läden gewesen, die das illegale Milliardengeschäft beherrschten, so hätten mit der steigenden Repression seit 2004 Banden, die ursprünglich mit Koks und Heroin dealten, auch diesen Geschäftsbereich übernommen. Für mafiöse Dealerbanden liegen die Vorteile des Hanfgeschäfts klar auf der Hand:

- Sie besitzen bereits die Logistik für den Vertrieb
- Die Strafen für Cannabis sind geringer als für andere, illegaliserte Drogen, die Margen trotzdem hoch.
- Die Übernahme des Marktes fällt durch die Gewaltbereitschaft leicht, da nicht organisierte Cannabisbauern sich kaum mit staatlicher Unterstützung gegen Marktübernahmen, sei es mit einer 45er oder einfach durch Denunzation, wehren können.
- Der Anstellung und Ausbeutung illegaler Arbeiter ist Tor und Tür geöffnet

"In Holland beobachteten wir ein ähnliches Phänomen. Seit die Strafverfolgung bezüglich Anbau dort intensiviert wurde, konzentriert sich die Produktion verstärkt in kriminellen Organisationen. Wir beobachten in unseren Studien, dass Schusswaffen und Bedrohungen umso eher auftauchen, je höher die umgesetzten Mengen sind." so Bernd Werse, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Centre for Drug Research an der Frankfurter Universität zur "Aargauer Zeitung".

Nach der Ablehnung der Hanfinitative sind die mafiösen Strukturen aber nur die Geister, die die Schweier/innen mit der Ablehung der Hanfinitiative einst gerufen hatte, glaubte man damals anscheinend, den Konsum durch Repression eindämmen zu können: Der VSPB (Verband Schweizerischer Polizeibeamter) hatte den staatlich kontrollieretn Anbau, der Teil der Hanfinitiative war, übrigens abgelehnt.
Jetzt ist genau das eingetreten, wovor die Befürworter einer staatlichen Regulierung immer gewarnt hatten: Das Angebot besteht weiterhin, wird aber von brutal agierenden, kriminellen Banden bestimmt, deren Betätigungsfelder weit über den Cannabishandel hinaus reichen.
Die Schweizer Bundespolizei Fedpol schreibt dazu in einem aktuellen Lagebericht:
"Der Cannabis-Markt Schweiz ist ein klassisches Beispiel dafür, wie die Bekämpfung von Konsum und Handel zur unerwünschten Wirkung eines steigenden kriminellen Profits führen kann."

Aber immerhin benennt die Schweizer Bundespolizei das Problem. In Deutschland oder Österreich sieht es nicht anders aus, die Polizeibehörden reden aber nicht darüber, da sonst offensichtlich falsche Schlüsse gezogen werden könnten.

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