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Ich komme wieder, keine Frage

Publiziert am: 10.04.12 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Kimo
Foto: Konoptikum

„Ich heiße Maria Johanna. Bis vor knapp 100 Jahren war ich überall auf der Welt unterwegs, um den Menschen zu helfen. Entweder, um ihre Krankheiten zu heilen oder zu lindern oder auch einfach nur, um ihnen ein paar schöne Stunden zu verschaffen, ohne ihnen dabei solch Schaden wie mein großer Bruder Alkohol oder meine große Stiefschwester Schmerztablette zuzufügen. Leider muss ich mich aus vielen verschiedenen Gründen, auf die ich hier nicht eingehen kann*, weil es einfach zu viele sind, seit fast hundert Jahren verstecken. Besonders schlimm ist es seit 1961. Damals hat die Internationale Staatengemeinschaft, die UNO, beschlossen, mich weltweit zu jagen und zu bekämpfen, weil ich trotz meines Auftrittsverbots immer noch viele Fans hatte. Ich weiß, dass die Menschen diesen Irrtum eines Tages bitter bereuen werden, denn momentan treiben eine Menge Scharlatane ihr Schindluder auf meine Kosten, indem sie viel Geld damit verdienen, mich zu jagen oder Lügen über mich zu verbreiten. Ich kann mich ja nicht wehren, weil ich noch mehr Ärger bekäme, wenn ich aus dem Untergrund auftauche, genau wie in einem ganz schlechten Krimi.
Viele Menschen, die mir helfen wollen oder wollten, sitzen sogar wegen mir im Gefängnis. Wegen mir, die nie jemanden umgebracht oder ernsthaft verletzt hat, unfassbar. Logisch, einige kommen mit mir nicht klar oder mögen mich einfach nicht, so ist das halt mit selbstbewussten Frauen. Aber das ist doch kein Grund, mich wie eine ansteckende Krankheit ausrotten oder so manipulieren zu wollen, dass ich mich selbst nicht wiedererkenne. Das macht mir Angst und deshalb verstecke ich mich seit über 40 Jahren bei Freunden. Früher haben mir ein paar wenige im Freien Verstecke gebaut und mich mit Essen und Trinken versorgt, aber mittlerweile habe ich weltweit viele Freunde, bei denen ich mich sogar in der Wohnung verstecken darf. Weil immer mehr Menschen verstehen, dass es für unsere Welt besser wäre, mich wieder in ihre Reihen aufzunehmen und trotz des Kontaktverbots mit mir kommunizieren.
Aber solange ich gejagt werde, bin ich auf die angewiesen, die mit mir zusammen Leib und in einigen Ländern sogar ihr Leben riskieren, damit ich überlebe. Deshalb danke ich all jenen, die mir einen Schrank, eine Lampe, Wasser und „Brot“ geben, mir ab und zu mal einen Mann „besorgen“ und so dafür Sorge tragen, dass ich nicht aussterbe. Mein ganz besonderer Dank gilt denen, die ihre Freiheit aufgrund meiner Anwesenheit verloren haben, das war nie in meinem Sinne, sorry.
Ich werde mich zu gegebener Zeit bei euch revanchieren. Ich denke, irgendwann kann ich mich auch wieder in der Stadt blicken lassen, aber bis dahin mache ich es mir halt weiterhin unter Freunden gemütlich, die dafür ja auch immer was von mir bekommen. Ich bin ja kein Schnorrer und wer mir Asyl gewährt, wird für das Risiko auch belohnt. Mich auszurotten werden die sowieso nie schaffen. Vielen Dank für Speis‘ und Trank, ich komme wieder, keine Frage“

*Lest die Gründe in allen 144 Ausgaben des Hanf Journals auf www.hanfjournal.de


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