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Kompakt angebaut

In der Ukraine ist der Anbau von Hanf zwar verboten, bis zu zehn Outdoor-Pflänzchen werden im Land unserer Schwesterzeitschrift Konoplyana Pravda jedoch nicht hart bestraft und sogar eher als Kavaliersdelikt angesehen. Indoor sieht das ein wenig anders aus, denn aufgrund staatlicher Propaganda über THC-Gehalte und Mafia-Grower werden Indoor-Gärtner oft in die kriminelle Ecke gedrängt, in die sie gar nicht gehören. So stehen Tarnung und Täuschung auch im zweitgrößten Land Europas ganz oben auf dem Merkzettel, wenn man sich entscheidet, ein paar Hanf-Damen zu beherbergen.
So wie Jardiniere, dessen Tipps zur Tarnung des eigenen Mini-Grows wir an dieser Stelle präsentieren.
Publiziert am: 10.04.12 - Medienformen: Medienform Text

Foto: Jardiniere

Eigentlich leben wir in einer schönen Welt, in der immer mehr unserer Freunde Alkohol verabscheuen, aber gerne Gras rauchen. Ihre Wahl ist logisch und eindeutig, jedoch nicht immer einfach umsetzbar. Von Strassendealern zu kaufen, gleicht einer Lotterie, eine normale Growbox ist ein riskanter Weg, die begehrten Blüten zu ergärtnern, sofern man im Studentenwohnheim oder bei den Eltern wohnt. Selbst in einer gemieteten Wohnung kann der Mini-Grow aufgrund eines paranoiden Hausmeisters zum Super-Gau werden.



Hier in der Ukraine, weit weg von den EU-Entspannungszonen für Hänflinge, müssen wir die Kräfte der Evolution nutzen und neue Wege finden, mit dem aggressiven Umfeld umzugehen. Dieser Trend schlägt sich in Erfindungsreichtum und der Schaffung neuer Geschäftsmodelle nieder.



Immer mehr Growliebhaber richten sich ihre eigenen kleinen versteckten Growkammern ein, um auf sicherer Art und Weise kleine Pflanzen anzubauen, denn: Je weniger sie wissen, umso besser schläfst Du. Am besten integriert man eine Kompakt-Grow Box in die ohnehin vorhandene Inneneinrichtung, wofür sich zum Beispiel eine Garderobe oder auch ein Hoch- bzw. Hängeboden bestens eignen. Wenn man jedoch wirklich mobil sein möchte, um die Box auch beim nächsten Umzug mitnehmen zu können, schlage ich ein altes Computergehäuse vor. Optimal ist eine relativ große PC-Tower Box, bei der der Lüfter noch funktionstüchtig ist. Ich kenne auch Kleinstgärtner, die Lautsprecher oder Koffer benutzen. Je besser Eure Phantasie hierbei ist, desto höher ist auch der Grad der Tarnung.



Ein weiterer Vorteil ist die kurze Standzeit, weil auf solch kleinem Raum sehr früh die Blüte eingeleitet werden muss, damit die Ladies nicht zu groß werden. Hat man nur wenige Samen oder Stecklinge, so kann man auf so kleinem Raum auch sehr einfach scroggen, also die Pflanzen mit Netzen, Bambusstöcken und/oder Kabelbinder zu in Form biegen, dass sie weniger Blattwerk, jedoch mehr kompakte Buds bilden.
Ein weiterer, ganz großer Pluspunkt ist die Stromrechnung, die von einer solchen Minibox, fast gar nicht belastet wird. Je nach Größe benötigt man ein 70-200 Watt CFL-Leuchtmittel für einen solchen Micro-Grow. Da der Abstand zu den Tops aufgrund der kleinen Box sehr gering gehalten werden muss, eignen sich auf solch kleinen Raum Energiesparleuchtmittel besser als Natriumdampflampen. Letztere würden die Luft so stark aufheizen, dass der Abstand zu den Spitzen zu gering und zudem der kleine PC Lüfter überfordert wäre. Entscheidet man sich trotzdem für eine Natriumdampflampe, so muss die Hitze von den Pflanzen abgeschirmt und abgesaugt werden (Cooltube-Prinzip).



Jetzt gilt es nur noch abzuwarten, bis es endlich effektive LED-Lampen für blühende Pflanzen gibt. Das eröffnet uns in Zukunft ganz neue Möglichkeiten für einen „Nano-Grow“: Noch weniger Platz heißt noch weniger Risiko.
Passt auf Euch auf.
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