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Sechs Missionarinnen

Buddy's Victory auf (fast) ganzer Linie
Publiziert am: 25.04.12 - Medienformen: Medienform Text

Autor: mze
Interview: mze | Fotos: Bud Spencer

In der letzten regulären Hanfjournal Ausgabe hatten wir schon von Buddy´s neuer Einrichtung und der Erweiterung seines zu bestellenden Hanfackers berichtet. Da die sechs Victory Cannabis Pflanzen schon nahezu erntereif waren, vereinbarten wir mit Bud Spencer direkt den nächsten Termin, um ihm bei der einzufahrenden Blütensammlung etwas zu unterstützen.

Unser Gespräch wurde von uns und dem BND aufgezeichnet und wird nun hier in der Original Form an Euch weiter vermittelt.

Ha Jo: Klingel
Bud Spencer: Wach!

Ha Jo: Na, dann lass uns mal rein, das Hanf Journal steht vor der Tür. Hi Buddy!
Bud Spencer: Ach, ihr. Stimmt ja, ihr wolltet ja dabei sein, wenn die Klingen schwingen.

Ha Jo: Yo, wir waren verabredet, hast du´s vergessen?
Bud Spencer: Nicht ganz, schaut her.

Buddy zückt eine Sportzigarette, entzündet diese, zieht dreimal kräftig daran und reicht sie an die anwesenden Journalisten, die sie dankbar in Empfang nehmen

Ha Jo: Wow. Das schmeckt aber kräftig. Wo kommt das her?
Bud Spencer: Die hab ich extra für Euch aufgehoben. Da ist Öl drin, das ein Bekannter vor einiger Zeit aus seinen Pflanzenresten hergestellt hatte.
Ordentliches Zeug und das schmeckt nicht nur kräftig, es ist es auch.



Ha Jo: Oh ja, man merkts direkt. Wie wurde es hergestellt und hat sich der Aufwand für den Produzenten gelohnt?
Bud Spencer: Natürlich, Hanf lohnt sich doch immer, dank der weiterhin bestehenden Prohibition.
Und da man bei der Cannabisölherstellung nur Blattreste und Stängel verwertet, in dem man sie mit Butan Gas oder Iso-Propylalkohol in Verbindung bringt, um die Wirkstoffe herauszulösen, erst recht. Eine nicht ganz ungefährliche Prozedur, die auch einiges an Zeit kostet, aber das Ergebnis überzeugt mich jedesmal. Mein Kollege hier hatte es mit der Alkoholvariante gemacht, die etwas unreiner als die Butanversion ist, aber dafür auch etwas weniger gefährlich.
Niemand sollte sich uninformiert an eine solche Sache wagen, sag ich mal vorsichtshalber, im Anbetracht der heutigen Jugend, die neben den Adrenalinkicks durch lebensgefährliches S-Bahn Surfens auch zu gern von der schrecklichen Rap Musik verführt wird.

Ha Jo: Gut, dass du unsere Leser warnst, aber zieh doch nicht alles direkt über einen Kamm, Buddy.
Du warst doch auch mal jung. Danke jedenfalls für die kurze Erläuterung über die Cannabisölproduktion deines Freundes.
Doch lass uns mal zu Taten schreiten. Was erwartet uns heute bei dir?

Bud Spencer: Erntezeit. Meine sechs Victory´s sind soweit. Nach nur 49 Tagen, also genau sieben Wochen Blütenphase schaut ihr mir heute zu, wie ich den Biestern den Gar ausmache.

Ha Jo: Du hast uns also beim Wort genommen, als wir meinten dir gerne dabei einmal zu schauen zu wollen? Super, es ist lange her, dass wir direkt bei einer Ernte anwesend seien durften. Schnapp dir dein Schnittwerkzeug und auf zur Kammer.
Bud Spencer: Jo, die Arbeitseinstellung gefällt mir, sowas hab ich bei Terence immer vermisst, der schaut sich lieber vorher nochmal die Trichome unter der Lupe an. Ich hab das aber alles schon abgecheckt und freu mich über euer Vertrauen.



Ha Jo: Logo, du bist ja auch kein Frischling mehr und hast gerade genügend Zeit und Geld investiert, dass dir diese Ernte sicherlich zu wichtig ist, als sie wieder als Experiment zu werten.
Apropos, was kam denn eigentlich bei deinem zwölfwöchigen Doppelgrow im Endeffekt rum?


Bud Spencer: Es hielt sich in Grenzen. Wie ihr ja auch geschrieben hattet, hatte ich Probs mit dem Wachstum und das lag mit ziemlicher Sicherheit an der ausgebrannten Lampe, die hatte einfach nimmer genügend Power - so wie Terence.
Ich hatte ja dann nach vier Wochen vier aktiver Blühpflanzen einfach nochmal vier Steckis dazugestellt, damit ich vier Wochen nach der ersten weniger schönen Ernte, nochmal eine solche einfahren durfte. Somit bin ich ungefähr auch auf knapp 100 Gramm gekommen. Kein wirklicher Erfolg, aber immerhin hat´s das Missgeschick etwas ausgebügelt. Ich hab meine Lektion gelernt und werde nun regelmäßiger das Equipment checken und es nötigenfalls auch ohne zu zögern austauschen. By the way - meinen Kohlefilter musste ich auch noch auffrischen, da er nicht mehr richtig zog. Das war eine Scheißarbeit, kommt doch da nächstemal vorbei bitte, denn man muss die kleinen Kohlestückchen aus dem Rohr schütteln und dann neue hinein. Wer einmal im Kohlenkeller für etwas Wind gesorgt hat, weiß, was schon ein laues Lüftchen an feinem Schmutzstaub verursachen kann. Stellt euch also vor, ihr schüttelt einen Sack mit feiner Kohle über einen gewissen Zeitraum in euren eigenen vier Wänden, dann wird der große Spaß sicher bewusst.
Sollte man unbedingt draußen machen, wenn man kann.
Da ich auch ne special Lüftung für meinen Micro-Harvester benötige, kann man nicht einfach den Filter wechseln, sondern muss diese Prozedur durchführen, wenn man nicht gleich 150 Euro in ein neues M.A.V.S.- Filter und Lüftungssystem investieren will.

Ha Jo: Das mit dem Lüfter sparen wir uns lieber, der Ertrag deines zwölfwöchigen Doppelgrows hat dich aber immerhin etwas versorgen können. Da wären andere immer noch neidisch.
Bud Spencer: Ja so gesehen. Aber nun gut, lasst uns zur Tat schreiten und die Victory´s killen, ich erzähl euch derweil von meinem Erlebnissen mit den sechs Hübschen.

Wir wandern die Empore nach oben, öffnen eine Dachluke, kriechen durch einen Geheimtunnel, finden uns vor einem Dagobert Duck ähnlichem Geldspeicher wieder und bestaunen in einer kleinen Ecke Bud´s kommendes Räucherwerk, strahlend erleuchtet dank 250 Watt elektrisch betriebenem Natriumdampflicht, in einem dennoch recht unscheinbar wirkendem Schränkchen.

Ha Jo: Yo, hallöchen Ladies. Seid ihr reif?
Bud Spencer: Ihr Spinner, die sind doch erst insgesamt zehn Wochen alt, die können noch nicht sprechen.

Ha Jo: Achso, stimmt. Na dann können sie sich wenigstens auch noch nicht mit ihrem Sirenengesang zur Wehr setzten, wenn du ihnen nun an den Kragen gehst.
Bud Spencer: Höhö, auf geht’s! Ich schnapp mir die vorderen Pflanzen und kappe die Stängel.
Dann nehme ich mit etwas Geschick alle großen Blätter ab und hänge die gerupften Mädels Kopfüber in diesen Karton. Wenn ich durch bin, kann ich mich an einzelne Triebe machen und das grob überstehende Blattwerk abschnibbeln. Sammelt doch das Blattwerk auf diesem Hanf Journal, das ich immer als Unterlage missbrauche und tut es später in diesen Stoffbeutel. Ich mach mich dann an die hinteren Victory´s und verfolge die gleichen Ziele wie zuvor.

Ha Jo: Ok, und du erzählst uns mal, wie und was sich mit den Bräuten daheim alles so ereignet hat. Wir sehen hier nämlich schon etwas Erläuterungbedarf. Warum sind einige Blätter so gelb und warum ist auf manchen der großen Blätter hier und da so ein weißer Flaum?
Bud Spencer: Yo, da seht ihr´s. Insgesamt sind die Knospen ja ordentlich dick und beharzt, ganz gesund scheinen die Pflanzen aber nicht gewesen zu sein. Wohl auch schon die Stecklinge. Denn der weiße Flaum wurde erst als Spinnenmilbenbefall gedeutet und anschließend als falscher Mehltau enttarnt. Ich hatte mir extra noch Raubmilben besorgt, um die Eier der Spinnenmilben zu vernichten, aber wie sich herausstellte, sind die Pflanzen von einem seltenen und recht schwer zu erkennendem Pilz befallen, gegen den man auch nicht wirklich etwas tun kann.
Glücklicherweise haben die nur kurz blühenden Vicky´s dem Pilz aber nicht viel Zeit gegeben sich auszubreiten, wie ihr seht. Denn es sind nur ganz vereinzelte Stellen und einige der sechs Pflanzen haben erst vor einer Woche die ersten Symptome gezeigt. Ich hatte auch schon anfänglich mit Knoblauch- und Tabakaufgüssen die Pflanzen während des Wachstums besprüht, da ich vor möglichen Parasiten gewarnt wurde.
Gegen den Pilz konnte ich aber leider nichts mehr tun.



Ha Jo: Schade, aber das passiert bei Stecklingen halt auch, wenn man auf den (wenn auch viel freundlicheren) Pflanzenschwarzmarkt angewiesen ist. Wie erklärst du dir aber die gelben Blätter?
Bud Spencer: Das hängt zum einen sicherlich mit dem Pilz zusammen, der die Nährstoffversorgung der Pflanzen allgemein gestört hat und zum anderen an dem gewählten Medium Cocos, das einfach etwas mehr Düngeperfektion verlangt. Ich hab mich zwar strikt an die erlernten Messwerte gehalten, auch pk13/14 in Woche vier und fünf hinzugefügt, aber anscheinend war ein Mangel an Magnesium daran schuld, den ich aber auf den Pilzbefall schiebe. Ansonsten hatten die Bräute alles, was sie brauchten - Dreikomponenten Flüssigdünger mit einem Bloombooster sowie pk hätten eigentlich für genügend Nahrung sorgen müssen. Hier werd ich aber beim nächsten Mal auch wieder etwas Neues versuchen und das beobachten, da sich mein derzeitiger Dünger dem Ende neigt. Habt ihr Empfehlungen?

Ha Jo: Schau doch einfach mal ins Hanf Journal, da sollte es ausreichend Inspiration für dich geben. Die Geschichte mit dem Falschen Mehltau ist dafür äußerst interessant, da wir mitbekommen haben, das dieser Befall zu gerne missinterpretiert wird und auch in Fachbüchern zu gerne falsch beschrieben oder gar nicht genannt wird.
Dennoch machen deine Victory Knospen einen tollen Eindruck. Sie riechen frisch, fruchtig und verkleben, trotz größter Vorsicht beim Bescheiden ordentlich deine Hände. Naja, das hebst du dir wohl dann für später auf. Wie lange müssen wir uns denn jetzt gedulden, bis du uns wieder einlädst und von deiner geleisteten Arbeit profitieren dürfen?

Bud Spencer: Schaut doch mal in vier Wochen rein, bis dahin sollte die Ernte verdampf-, verrauch- und verzehrbereit sein. Hoffentlich ist bis dann auch noch genügend übrig, hehe.

Ha Jo: Na du wirst uns schon was davon anbieten wollen, davon gehen wir mal aus. Und es wirkt auch so, als hätt sich dein erhöhter Einsatz gelohnt.
Bud Spencer: Das bekommen wir schon hin, denn es scheint wirklich etwas mehr Gras als üblich geworden zu sein. Ich werd jetzt jedenfalls die Growkammer ordentlich reinigen, den Orca Grow Film feucht abwischen, da sich dort einige Kohlestaub und Tabaksprühreste festgesetzt haben und dann mach ich mich mal an eine komplette Überprüfung der Lüftungsverbindungen und der Stromkabel. Denn neben etwas zu hohen Temperaturen im Raum hat sich meine Lampe öfters bei leichten Erschütterung ausgeschaltet, was auf eine lockere Stromverbindung schließen lässt. Zum Glück war ich immer anwesend und konnte alle Gefahren abwenden. Danach wird jedenfalls dann direkt weitergemacht.
Dank der kleinen Anzuchtstelle kann ich mich ja nun komplett und ohne jegliche Zeitverzögerung mit Stecklingen selber versorgen, auch wenn die kleinen Pflänzchen mehr Aufmerksamkeit brauchen als vermutet, doch dazu gerne ein andermal mehr. Bud braucht jetzt Ruhe.

Ha Jo: Das Hanf Journal versteht. Arbeit strengt dicke Menschen im Alter einfach mehr an ...
Bud Spencer: Na, na ihr Schlingel, machts mal lieber gut jetzt, sonst setzt es zum Abschied noch einen Satz warme Ohren. Aber ich dank euch für die Hilfe und sage bis zum nächsten Mal.

Ha Jo: Machs du mal gut!
Und danke dir für die vielen Beschreibungen deines Tuns und auch für das extrem feine Haschöl in den drei, äh ...vier Joints. Wiederschauen!

Bud Spencer: Reingehaun!


Dieser Artikel gibt die Realität wieder. Illegale Realität, jedoch Realität. Macht diese illegale Realität nicht zu eurer Realität. Denn diese Realität wäre strafbar bei Entdeckung durch rechtliche geltende Realitäten.

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