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Mit richtiger Topfgröße zu gewichtiger Top-Größe

Umtopfen in Prag
Publiziert am: 02.04.12 - Medienformen: Medienform Text

Autor: HC4L
Text & Fotos: HC4L


Aus diversen Gründen habe ich im Moment keine eigene Mamapflanze und beziehe Ableger von Bekannten. Mit etwas Übung habe ich inzwischen die Ausfallquote auf ein Minimum gesenkt und erwarte bei bis zu 36 Ablegern, dass mir höchstens einer ausfällt. Ich plane die Organisation von Ablegern immer so ein, dass mir zwischen 15-20 Tagen für die Wuchsphase in verschiedenen Topfgrößen bleibt. Aus Interesse habe ich vor einiger Zeit bereits mal ein wenig mit Topfgrößen für junge Pflanzen experimentiert und mittlerweile den richtigen Weg für mich gefunden. Ich hatte erwartet, dass die jungen Pflanzen besonders gut wachsen, wenn diese gleich in einen möglichst großen Topf gesetzt werden. Probiert habe ich es mit ein paar Methoden.

Erste Methode
Die Pflanzen sofort bei Lieferung in den Topf (5,5 Liter) setzten in welchem diese später blühen sollen.

Zweite Methode
Die Pflanzen von dem Ablegertopf (7x7x8cm), in dem bewurzelt wurde, einmal umtopfen in einen 10x10x10cm Topf.

Dritte Methode
Vom Ablegertopf in einen 10x10x10cm Topf, und nach circa einer Woche in einen 13x13x13cm Topf.

Eigentlich habe ich erwartet, dass es sich auszahlt, die Pflanzen direkt vom Ablegertopf in den größtmöglichen Container zu setzten doch meine Versuche haben mich vom Gegenteil überzeugt.



Variante eins

Die erste Methode ist natürlich nur dann geeignet, wenn man den gleichen Raum für die Wuchsphase wie für die Blüte zur Verfügung hat.
Dafür habe ich extra zwei Durchgänge lang ein Zelt von einem Bekannten geborgt, um zu prüfen ob die Pflanzen kräftiger starten. Ich hatte das Gefühl, dass bei zwei Durchgängen die Babys erst einmal damit beschäftigt waren, Wurzeln zu bilden, und dann erst begonnen haben, neue Blätter und Triebe auszubilden. Wirklich in den Wuchs sind die kleinen erst nach einer Woche gegangen. Bereits in der zweiten Woche hatte ich bei manchen Töpfen unten aus den Drainagelöchern die ersten zarten Wurzelspitzen sehen können. Es war ein Gefühl, als ob die Pflanzen ihre Umgebung mit den Wurzeln austesten und dann an das Wachstum denken.

Variante zwei

Gleich beim nächsten Versuch, die Pflanzen in einen 10x10x10cm Topf zu setzten, waren die kleinen etwas schneller mit dem Ausbilden neuer Blätter beschäftigt, um möglichst viel von dem wertvollen Licht zu bekommen.
Die kleinen 7x7x8cm Töpfe waren bei Lieferung bereits gut durchwachsen, und es wurde sofort umgetopft.
Dann habe ich diese Pflanzen nach 18 Tagen in den Blüteraum gebracht und dort in den 5,5 Liter Töpfen sofort in die Blüte geschickt.

Variante drei

Bei er letzten Methode habe ich gleich nach der Lieferung in die 10x10x10cm Töpfe umgetopft und beim Auftauchen der ersten Wurzelspitzen an den Drainagelöchern nach acht Tagen noch mal in die 13x13x13cm Töpfe umgesetzt. Dort blieben Sie dann noch mal weitere 12 Tage und sind dann in den Blüteraum gebracht worden.
Tatsächlich hatte ich den Eindruck, dass die Pflanzen, die mehrmals umgetopft wurden, vitaler aussahen, als die, die gleich in den größtmöglichen Container gekommen sind.



Fazit

Es ist aufwendiger, die Klone mehrmals umzutopfen, aber die Mühe wird mit kräftigeren Pflanzen belohnt. Das mehrmalige Umtopfen hat zusätzlich den schönen Effekt, dass besonders die Pflanzen, die kränkeln oder einfach nicht so richtig starten wollen, frühzeitig erkannt werden und so nur die besten der besten Ableger den Weg in die Blüte finden. Es hat sich spätestens beim zweiten Umtopfen gezeigt, welche Pflanzen mit der Wurzelbildung hinterher hängen und wahrscheinlich eine längere Wachstumszeit als 15-20 Tage benötigt hätten, um gute Ergebnisse im Blühen zu bringen. Bei Gesprächen mit anderen Züchtern haben die meisten erklärt, die Pflanzen nach Lieferung der Klone direkt in die größtmöglichen Container umzutopfen und diese unter HPS Leuchtmittel für 5-15 Tage im Blüteraum unter 18/6 Stunden Beleuchtung noch mal anwachsen zu lassen. Richtig, die HPS Leuchtmittel haben ein ausreichend blaues Lichtspektrum, um Ableger für circa zwei bis drei Wochen 18/6 wachsen zu lassen. Ich denke das MH Leuchtmittel erst von Pflanzen die länger als 3 Wochen Wachstumszeit, also auch Mutterpflanzen, effektiver genutzt werden können. Für Züchter, die permanent den Blüteraum mit 12/12 Stunden beleuchten wollen und immer möglichst gesund gewachsene Pflanzen in die Blüte schicken möchten, ist es also sehr sinnvoll, einen weiteren Raum einzurichten und Ableger mehrmals umzutopfen. Achtet beim Umtopfen immer darauf, die Wurzeln nicht zu beschädigen. Gebt den Pflanzen während der Wuchsphase nicht nur Gießwasser, sondern besprüht diese auch in regelmäßigen Abständen. Generell denke ich, dass es nicht nötig ist Pflanzen, die regelmäßig in frische Erde umgetopft werden, extra Dünger zu geben. Wenn überhaupt mischt nur eine milde Dosis an Nährstoffen ins Gießwasser. Übrigens konnte ich keine Unterschiede beim Bewurzeln von Ablegern feststellen, deren Blätter beschnitten wurden oder nicht. Ein paar Bekannte bestehen darauf, andere finden es wie ich fragwürdig die Pflanzen so stark zu „beschädigen“. Ich denke mit ausreichender Lüftung, Bodentemperatur und Beleuchtungsstärke ist es nicht nötig, Blätter zu stutzen. Wer mal ausgefallene Methoden der Ablegerzucht und kurioses sehen möchte, dem sei das Roll It Up Forum empfohlen. Denkt auch an die Cannabizz Prague vom 04.05.2012 bis 06.05.2012.


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