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Hoch auf dem grünen Wagen

Cannabiskultour nimmt Formen an
Publiziert am: 02.04.12 - Medienformen: Medienform Text

Foto: Steffen Geyer
Steffen Geyer im Interview mit dem Hanf Journal

Der bekannte Hanf Aktivist Steffen Geyer, der schon über eine Dekade maßgeblich an der Organisation der Hanfparade beteiligt ist, hat sich in diesem Jahr etwas ganz Besonderes vorgenommen, um seine von Politik wie Hanffreunden geschätzte Legalisierungsarbeit zu verrichten. Mit einem umgebauten Feuerwehrwagen will Steffen 100 Tage lang Deutschland bereisen und täglich Hanf-Events in verschiedenen Orten veranstalten. Wo genau? Das bestimmt ihr!

Ha Jo: Hi Steffen, schön, dass du uns einen Besuch abstattest.
Steffen: Grins.

Ha Jo: Du planst ja nun eine recht große Reise durch Deutschland, um etwas Hanfinformationen unters gemeine Volk zu streuen. Wie kamst du auf die Idee?
Steffen: Etwas Info ist untertrieben, ich mir hab die größte Hanfaufklärungsaktion vorgenommen, die es in Deutschland bisher gab. Ich will an 100 Tagen in ebenso vielen Orten für die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel werben.

Ha Jo: Das scheint ein großes Unterfangen.
Steffen: Das ist richtig, aber die Zeit ist reif für eine solche Aktion.

Ha Jo: Wie hast du denn angefangen die Cannabiskultour zu planen?
Steffen: Entstanden ist die Idee durch die letzte Hanfparade. Als Reaktion auf die nicht von uns erhoffte Teilnehmerzahl. Wie so oft musste ich mir anhören, dass Berlin zu weit weg sei, weswegen ich mir ein Mittel gegen diese Ausrede einfallen ließ. Mein Ziel war jedem deutschen Hanffreund die Möglichkeit zu geben praktisch vor Ort aktiv zu werden. Dabei wurde schnell klar, dass es nicht gelingen würde dezentrale Organisatoren in ganz Deutschland zu finden. Wie so oft blieb die Arbeit an den Berlinern hängen. Also machte ich mich daran ein Konzept zu entwickeln wie ich Berliner Legalize Know How in die Republik tragen kann. Die beste Lösung schien mir dafür ein rollendes Aktionsbüro. Im Herbst letzten Jahres besprach ich die Idee einer Cannabiskultour mit anderen Aktivisten, die meine Begeisterung sofort teilten. Es wurde jedoch klar, dass die Sache zwei Haken hat.

HaJo: Und die wären?
Steffen: Zum einen bedeutet die Tour jede Menge Arbeit, außerdem ist ein ganzer Haufen Geld von Nöten.

Ha Jo: Wie hoch ist denn das veranschlagte Budget, um den Plan in die Tat umzusetzen?
Steffen: Rund 30.000 Euro werden am Ende nötig sein.
Von Anfang an war klar, dass ich das nicht selbst finanzieren kann, so gern ich das auch würde.

Ha Jo: Woher soll das Geld dann kommen?
Steffen: Ein Drittel will ich über Sponsoren organisieren. Den Rest soll die Szene per Spenden zur Verfügung stellen. Bisher funktioniert das auch ganz gut. Mit Weedstar, dem Nachtschatten Verlag, Near Dark und Homebox habe ich bereits die Hälfte der Sponsoren an Land gezogen. Und auch die Spenden gehen inzwischen langsam aber stetig auf dem Konto ein.

Ha Jo: Wie viel Spenden die Leute denn so?
Steffen: Das ist ganz unterschiedlich – je nachdem, wie viel sie haben. Ich freue mich über jeden Euro. Schon weil ich ja nicht weiß, wie viel der Spender hat. Manche geben 100 Euro und merken das nicht, andere spenden nur fünf, sparen sich die aber vom Munde ab.

Ha Jo: Was wird denn dann alles davon besorgt werden und wofür dient das Geld genau?
Steffen: Zunächst einmal muss der Cannabus angeschafft werden, das ist ein Mercedes Sprinter, den Kagg Motorsport dann zum rollenden Aktionsbüro ausbaut. Dazu kommen Benzingeld, Verpflegung und Gema-Gebühren.

Ha Jo: Gemagebühren?
Steffen: Ja, an den Wochenenden zwischen Mai und August will ich jeweils in einer Landeshauptstadt eine Demonstration veranstalten und ohne Musik demonstriert es sich schlecht. Leider hält da die Gema dann immer die Hand auf.

Ha Jo: Hast du auch schon konkrete Termine?
Steffen: Im Moment sammle ich noch Aktionsideen, doch Anfang April wird der finale Terminkalender erstellt und auch auf meiner Webseite www.cannabiskultour.de veröffentlicht.
Ziel der Tour ist es ja nicht, dass ich meinen Kopf durchsetze. Vielmehr will ich den Hanffreunden des Landes die Möglichkeit geben eigene Aktionsideen verwirklichen zu lassen.
Außer den Demonstrationen wird es Vorträge, Podiumsdiskussionen, Infostände und ähnliches geben. Was und wo, das bestimmt die Szene.


Ha Jo: Gab es schon außergewöhnliche Vorschläge von Nutzern deines Portals?
Steffen: Höhepunkte im provisorischen Tourkalender sind ein Projekttag an einer Schule und eine von der Grünen Hilfe organisierte Podiumsdiskussion in Göttingen, an der unter anderem Frank Tempel (die LINKE) teilnehmen wird. Auch auf die erste Hanfdemo in München am 07. Juli freu ich mich. Los geht die Cannabiskultour mit dem Hanftag am 05. Mai in Berlin.

Ha Jo: Dann sind ja doch wieder als erstes die Berliner aufgerufen etwas für die Legalisierung zu tun.
Steffen: Auch das Finale wird in Berlin stattfinden. Die Cannabiskultour soll ja auch für die Hanfparade am 11. August mobilisieren. Aber dazwischen geht’s einhundert Tage einmal gegen die Uhr durch Deutschland. Am Ende soll niemand sagen können, das war zu weit weg.

Ha Jo: Klingt super! Wie kann man dich denn bis und während der Aktion am besten unterstützen.
Steffen: Geld ist im Moment noch das größte Problem. Ich rufe alle Leser des Hanf Journals auf, die Tour im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit Spenden zu unterstützen. Ansonsten hoffe ich, dass die Millionen Kiffer in unserem Land endlich mal den Arsch hoch kriegen und etwas für die Legalisierung tun. Einfacher war das noch nie.

Ha Jo: Wir drücken dir ganz fest die Daumen, dass alles gut klappt, weiterhin viel Erfolg bei der Sponsorensuche und vielen Dank für das Interview.



Das Spendenkonto, um Steffen´ Cannabiskultour zu unterstützen und alle Daten, alle Informationen rund um die Tour sind unter folgender Adresse in Internet zu finden: www.cannabiskultour.de



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