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Marihuana: Droge oder Medizin?

Doku-Tipp
Publiziert am: 02.05.12 - Medienformen: Medienform Text

Snow White

Im Netz findet man eine recht interessante Dokumentation, die wohl im letzten Jahr via Sky History zu sehen war und die Verwendung von Marihuana in den USA beleuchtet.
Durch den Anbau von Cannabis werden in den Vereinigten Staaten schätzungsweise über 36 Milliarden Dollar jährlich erwirtschaftet. Im Gegensatz dazu werden mehr als 100 Milliarden Dollar im Kampf gegen den Import, den Verkauf und die Verbreitung der Droge aufgewendet. In 14 US-Bundesstaaten hingegen wird Marihuana zu therapeutischen Zwecken legal eingesetzt.

Nach einer interessanten Einleitung mit diversen Stimmen, die sich zum Thema Hanf und seiner Geschichte äußern, fliegt ein Helikopter über ein schickes Anbaugebiet nördlich von San Francisco, das sich „Emerald Triangle“. Sowohl Allen St. Pierre, der Direktor von NORML, ein Polizeichef sowie einige Farmer kommen zu Wort und schildern ihre Einstellung zu Hanf und Wirtschaft. Laut des Office of National Drug Control Policy konsumieren fast 10 % der US-Bevölkerung regelmäßig Marihuana, das sind über 22 Millionen Konsumenten. Noch im Jahre 2009 wurden über 10 Millionen Pflanzen in den USA konfisziert, dennoch stieg die Zahl der Konsumenten an. Ein legalisierter Cannabismarkt könnte landesweit mindestens 10 Milliarden Dollar erwirtschaften, wovon die US-Regierung sicherlich am meisten profitieren würde – der Steuerzahler sowieso.

Dann zieht die Dokumentation Vergleiche zu Alkohol und Tabak, und Alexandra Datig (Gründerin der oppositionellen Initiative „Nip It In The Bud“) sollte mal jemand sagen, dass Botox ein Nervengift ist und sicherlich eher zum Tod führen kann als THC. Nach einer Exkursion nach Jamaika geht’s zurück ins „glamouröse Amerika“. Die Leute in den USA sind nämlich „intelligent, kultiviert und stolz darauf, wer sie sind“. Also schauen wir doch mal nach Amsterdam, um uns die Coffeeshops und das holländische Modell näher zu betrachten. Die Entkriminalisierung spart hier auf jeden Fall eine Menge Geld.

Eine historische Retrospektive führt uns nach China, wo die medizinische Verwendung der Cannabis-Pflanze etwa 5000 Jahre alt ist und gegen Malaria und Rheuma genutzt wurde. In den USA wurde die Unabhängigkeitserklärung auf Hanfpapier geschrieben, doch 1935 begann der Kreuzzug gegen Marihuana und Herr Anslinger ganz schön rumzunerven, bevor Nixon Anfang der 1970er noch einen drauf setzte.
Die zweite Hälfte dieser Dokumentation befasst sich dann auch endlich mit dem medizinischen Aspekt (also quasi dem Titel), und bevor ich hier in meiner Inhaltsangabe à la „3.Klasse, 2.Halbjahr“ zu viel verrate, klickt euch doch einfach selbst auf das altbekannte Videoportal. Keine Ahnung, wer den Film konvertiert hat – Qualität geht anders, aber stört euch nicht an den Pausen und Hängern. Die 83minütige Doku ist inhaltlich wirklich gut und deckt viele Facetten ab.



Marihuana: Droge oder Medizin?




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