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Matt und Sim aus Growningen

Paul Purple zu Gast bei Freunden
Publiziert am: 01.06.12 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Paul Purple
Fotos: Paul Purple

Unser Kollege Paul Purple war zu Besuch bei Sim und Matt aus Gro(w)ningen und hat ihnen beim letzten Grow ein wenig über die Schulter geschaut. Die beiden wohnen und growen schon seit einigen Jahren zusammen in der nordöstlichen Hauptstadt der gleichnamigen Provinz unseres Nachbarlandes. Bereits zu Weihnachten 2010 legten die beiden sich eine Homebox S (80 x 80 x 160 cm)zu, welche nun wieder mal zum Einsatz kommen sollte. In den Niederlanden sind fünf Pflanzen pro Person geduldet, jedoch nicht legal. Da die beiden zusammen mit zwei weiteren Personen in einer 4er-WG wohnen und die Box in einem Gemeinschaftsraum steht, laufen sie kaum Gefahr, strafrechtlich belangt zu werden. Im Falle einer Enttarnung wären sie zwar ihr Equipment los, gingen jedoch straffrei aus. Mittlerweile verfügt Sim in den Niederlanden über ein Rezept für medizinische Hanfblüten, was zwar auch dort keine rechtliche Grundlage für den Anbau @home darstellt, jedoch in den meisten Provinzen Hollands „geduldet“ wird.

Das Equipment
„Alles fing mit dem Aufbau des Zeltes an: Eine Homebox S. Der Aufbau war schnell erledigt und so ging es ans Vorschaltgerät der Firma GIB Lighting NXE 400 W, das zwischen 250 W, 275 W und 400 W regelbar ist. Als Leuchtmittel sollte eine gebrauchte GIB Lighting 400 W Flower Spectre dienen, welche aus Stromkostengründen auf 275 W lief.
Nach kurzer Installationsarbeit und dem ein oder anderen Dübel, läutete es an der Tür und ein weiterer Kollege von Matt stand vor der Tür und brachte ihm die zuvor bestellten Stecklinge. Dieser Durchgang sollte vorläufig mit zwei Blueberries und vier Shiva Skunks bestückt werden. Für eine gute Sortenvielfalt wollten Matt und Sim noch Platz für ein paar sativalastige Ladys lassen, die zu einem späteren Zeitpunkt in die Box kommen sollten.
Für perfektes Klima sorgte ein Rohrventilator einer unbekannten Marke mit 830 m³/h Leistung, eigentlich viel zu viel Leistung für eine solche Box, doch unsere Kollegen wollten nichts riskieren und auf Nummer sicher gehen. Außerdem wurde ein kleiner Ventilator installiert, der indirekt in Richtung der Pflanzen gedreht wurde, um für zusätzliche Zirkulation zu sorgen.



Die Darstellerinnen
Die Beiden entschieden sich bei diesem Grow die Ladys auf Erde wachsen zu lassen. Ungenügende Durchwurzelung einer Blueberry führte am zweiten Tag leider zum Verlust selbiger, der Rest der Babys gedieh prächtig und war nach einer Weile auch super angewurzelt. Auch ihr Längenwachstum war soweit voran geschritten, dass sie jetzt andere Töpfe brauchten. Matt wählte 2 ½ l Töpfe und eine gut vorgedüngte Erde aus dem Hause Canna. Als Dünger diente die GHE Bio Reihe, Mineral Magic und Diamond Nectar. Nach einer Weile entschied sich Matt dafür, noch weitere Stecklinge von den fünf verbliebenen zu schneiden, um eventuell für einen späteren Versuch die Genetik zu behalten. So schnitt er etwa 30 Klone und setzte sie auf Steinwolle unter ein kleines Plastikgewächshaus.
Die Ladys wuchsen nun schon fünf Wochen und die ersten fünf Stecklinge hatten sich sehr schön verzweigt. Doch langsam wurde mangelnder Platz wirklich zum Problem und auch waren nicht alle neuen Klone angewurzelt, nur rund ein Drittel hatte einen gesunden Wurzelballen gebildet und wurde zum weiterwachsen in der Box gelassen. Der Rest fiel der Schere und dem Mülleimer zum Opfer.
Die Lampe lief nun seit mittlerweile sieben Wochen auf 18h und auch die neu geschnittenen Stecklinge machten einen sehr guten Eindruck.
Aus Platzmangelgründen entschieden sich Matt und Sim dafür, einem Freund ein Geschenk zu machen, um seine neue Homebox ordentlich einzuweihen. Dieser hatte sich auch gleich bereit erklärt, zwei schöne Muttis aus den besten Stecklingen zu ziehen, um die Genetiken zu bewahren. Es wurde auch wieder einmal Zeit, den Ladies ein wenig mehr Topfgröße zu geben. Im Growshop des Vertrauens besorgten die beiden 7 ½ l AeroPots, ein optimiertes Pflanzengefäß zur besseren Sauerstoffversorgung der Wurzeln, welches seit einiger Zeit in jedem gut sortierten Growshop erhältlich ist.
In der Zwischenzeit wurde auch eine Klonquelle für schöne Sativas ausgemacht. Unsere Kollegen entschieden sich für fünf Super Lemon Haze aus dem Hause Greenhouse. Somit waren zur Blüte jetzt noch eine Blueberry, vier Shiva Skunks und fünf Super Lemon Haze in der Box und alle machten einen sehr gesunden und vitalen Eindruck.



In der Blüte des Lebens
Die Hazes vegetierten zusammen mit den anderen noch für eine weitere Woche, was insgesamt acht Wochen vegetative Phase bedeutete. Gegossen wurde jeden dritten Tag mit einem Verhältnis von 40ml Dünger pro 10 l Wasser. Die Luftfeuchtigkeit lag während der Wachstumsphase bei etwa 65- 67 % und die Durchschnittstemperatur bei etwa 26 Grad Celsius. Die Hybridsorten (Shiva Skunk, Blueberry) hatten eine Höhe von etwa 70 cm erreicht und viele Verzweigungen. Die Hazes waren bereits ziemlich hochgewachsen und konnten mit etwa 45 cm gut mithalten. Zwei waren allerdings höher als die Hybriden geschossen und mussten durch Abknicken und Herunterbinden vor Verbrennungen durch die Lampe geschützt werden.
Um langsam die Luftfeuchtigkeit zu senken, bekamen die Pflanzen in der ersten Blütewoche erstmal nur die halbe Ration an Wasser. Nach der ersten Woche war die Luftfeuchtigkeit auf 56 % gesunken und bei den Blueberries zeigten sich bereits erste Haare in den Zweigachseln. Auch geruchstechnisch war jetzt eindeutig mehr wahr zu nehmen und der Lüfter lief jetzt auf höherer Leistung.
Ab hier wurde es richtig interessant: Man konnte praktisch beim Wachsen zuschauen. Wenn man sich die richtigen Stellen merkte, konnte man täglich eine Veränderung wahrnehmen. Immer mehr Haare bildeten sich und auch die Hazes stoppten in der vierten Blütewoche allmählich ihr Höhenwachstum und bildeten erste Calyxen. Auch die Düngerration wurde wieder normalisiert. Zunächst gossen die Beiden jede Pflanze wöchentlich mit jeweils einem Liter Nährflüssigkeit, zweimal einen halben Liter alle drei Tage. Zusätzlich kippten die beiden noch 20 ml Diamond Nectar mit ins Gießwasser und streuten einen Teelöffel Mineral Magic um die Stengel. In der dritten Blütewoche verdoppelten sie die wöchentliche Düngerration auf 2 Liter pro Pflanze, da die Ladies immer mehr in die Breite wuchsen und auch den entsprechenden Appetit hatten. Die Humidität betrug in dieser Zeit durchschnittlich 47 %. Dieses Düngeschema wurde bis in die fünfte Blütewoche so durchgezogen. Als Mitte der fünften Woche die Luftfeuchtigkeit auf 57 % angestiegen war, entschieden sich Matt und Sim die Ration wieder auf die Hälfte runter zu schrauben, um eventuelle Schimmelbildung vorzubeugen.
Ab der sechsten Blühwoche lief der Lüfter, bis auf ein paar wenige Stunden in der Nacht, fast durchgängig auf voller Leistung wegen der ziemlich heftigen Geruchsbildung. Auch die Luftfeuchtigkeit hatte sich wieder gelegt und hielt sich im Bereich der 50 %. Die Blütenbildung war sehr gut voran geschritten und die Trichome vermehrten sich. Eine der Hazepflanzen hatte eine leichte purpurne Verfärbung bekommen, welche sehr schön anzuschauen war.
Die siebte Woche brach an und die Beiden fingen an die Senoritas mit klarem Wasser zu spülen. In der siebten Woche zunächst noch zweimal einen halben Liter pro Woche. Das letzte Mal wurden die Babys Anfang der achten Woche mit klarem Wasser gespült, am Anfang deswegen, da Matt
der Meinung ist, dass die Pflanzen, wenn sie in der letzten Woche trocken gehalten werden, nochmal kräftig nachharzen. In meinen Augen war es das wirklich wert, denn sie strotzten vor Harz. Die Hybriden hatten alle sehr schöne Blütenkolben gebildet, die im Licht glänzten. Man konnte klar die einzelnen Sorten am Geruch unterscheiden.



Das Leckere zum Schluss
Die achte Woche war vorbei und den Shiva Skunks und der Blueberry ging es an den Kragen. Durch die gute Blüten/Blatt Ratio war die Ernte schnell gemacht und auch die erste Fingercream wurde geraucht. Getrocknet wurden die Blüten zunächst im Karton, als in der neunten Blütewoche jedoch die Zeitschaltuhr der Lampe kaputt ging und sie leider nicht mehr zu reparieren war und auch keine neue zugelegt werden sollte, mussten leider auch die Hazes dran glauben. Leider nicht ganz fertig, aber auch sie strotzen vor Harz und hatten ein sehr angenehmes Bouquet nach sehr reifen Zitrusfrüchten. Jedoch war jetzt Platz im Schrank um die gesamte Ernte dort zu trocknen. Dort verweilte sie die ersten sieben Tage, nachdem sie nach und nach in Gläser zum fermentieren kamen.
Alle Sorten waren aroma- sowie wirkungstechnisch astrein, jedoch war das Blueberry mein absoluter Favorit, denn der Name hält was er verspricht: ein beeriges Aroma und einen Knockout- Stone vom Feinsten. Das Shiva Skunk trumpfte mit einem haschig-nussigen Aroma auf. Insgesamt konnten 200g dicke Blüten und etwa 50g Verschnitt aus dem noch Hasch gesiebt wurde, geerntet werden. Alles in Allem ein guter Grow, der die Beiden eine Weile über Wasser halten wird.“
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