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Global Marijuana March

Frankfurt im Aufwind
Publiziert am: 01.06.12 - Medienformen: Medienform Text

Foto: Carmelito Bauer

Zum 8. Mal hatte Ingrid Wunn (Hanfinitiative) den GMM in Frankfurt angemeldet. Unter dem Motto „Kriminell geht anders“ kann die diesjährige Legalisierungs-Kundgebung trotz widriger Regenverhältnisse mit 180 TeilnehmerInnen steigende Beteiligung und friedliche und respektvolle Atmosphäre (auch seitens der Frankfurter Polizei) vermelden.
Musikalisch eröffnete Liedermacher Sellassikai (youtube.com/Selassikai) mit Songs wie „Cannabis ist Weltkultur“ oder „Verweigere die Aussage“ den Hanf-Aktionstag. In den Redebeiträgen der Auftaktkundgebung forderten Carmelito Bauer (Piraten), Dominike Pauli (Vorsitzende Die Linke. im Römer), Lysanne (Grüne Jugend Hessen), Ingrid Wunn und die sonstigen Hanf-FreundInnen die Entkriminalisierung von Drogen-KonsumentInnen und Hanf-Legalisierung.

Als die Regenwolken zunehmend düsterer wurden, entschlossen sich die VeranstalterInnen die Kundgebung zu beenden, um im geplanten anschließenden Demonstrationszug noch einigermaßen erträglich durch die Frankfurter Innenstadt zu kommen: Ulrich Wilken (MdL+ Landesvorsitzender Die Linke. Hessen) verzichtete auf den geplanten Redebeitrag und konnte sich so wieder seinem Schreibtisch und der Einlegung von Rechtsmitteln gegen das Verbot der Stadt Frankfurt gegen die internationalen Blockupy-Tage (16.-19.Mai) widmen.
Trotz stärker werdendem Regen zeigten ca. 80 Legalisierungs-BefürworterInnen Durchhaltevermögen. Der Demonstrationszug bahnte sich seinen Weg durch Regen und die Frankfurter Innenstadt mit Transparenten und Schildern wie „Kriminell geht anders“, „Stoppt den Drogenkrieg“, „Sicherungsverwahrung contra Menschenrecht“, „Haschisch erlauben - Plutonium verbieten“.

Mit Info-Flyern „Legalisierung aus Vernunft“ wurden PassantInnen zur Legalisierungs-Thematik aufgeklärt. Mit Parolen wie „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns das Ganja klaut“, „Cannabis ist Weltkultur - Das Verbot es schadet nur“ oder auch „Ene mene miste - Merkel in die Kiste, ene mene muh - Dyckmans noch dazu - Ene mene meck, schmeiß die Kiste weg“ machten die DemonstrantInnen ihrem Prohibitions-Unmut Luft und beschallten die Frankfurter Innenstadt.

Bei der Zwischenkundgebung forderte Jo Biermanski (Grüne Hilfe Hessen + Die Linke- Landesarbeitsgemeinschaft Drogenpolitik Hessen) legale Cannabis-Abgabemodelle und die Freilassung aller Hanf-Inhaftierten. Er berichtete von Drogen-Entkriminalisierung in Südamerika, Portugal, Spanien, Tschechien, Belgien und kritisierte scharf die Ignoranz der deutschen Drogenbeauftragten und der sogenannten „herrschenden Prohibitions-Mafia“. Bei strömendem Regen zogen die DemonstrantInnen lautstark weiter und fanden schließlich „Obdach“ im Occupy-Camp, wo der Hanftag seinen chilligen Ausklang unter anderem bei Reggae-Musik hatte.

Auf Youtube gibt’s ein paar Eindrücke.
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