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Die Hanfberatung im Hanf Journal: Erste Hilfe für Kiffer

Kascha ist ab sofort per e-Mail zu erreichen.
Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht, nur blöde Antworten.
Publiziert am: 01.06.12 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Kascha
Brumm brumm ...

Andi (22) aus Bielefeld möchte wissen:
„High Kascha,
ich habe folgendes Problem: Immer, wenn ich Bong rauche, reagiere ich ziemlich heftig. Das ist aber auch sehr schnell wieder vorbei. Ich bin Nichtraucher und kiffe noch nicht so lange, ist das normal? Ich fange gleich nach dem Rauchen an, mit den Händen zu zittern. Sie fühlen sich auch ein klein wenig taub an. Dann muss ich mich auch oft erst einmal hinsetzen. Nach fünf Minuten ist der Spuk allerdings vorbei und ich bin einfach nur „normal“ breit. Den meisten anderen geht es seltsamerweise nicht so. Ich mische immer so 1:3 mit Tabak (drei Teile Tabak).“

Kascha antwortet:
„High Andi,
ja, so was kann passieren. Weil du Nichtraucher bist, tippe ich darauf, dass es am Tabak liegt: Was dem Raucher angenehm vorkommt, das Lähmen der Nervenenden, erscheint dem Nichtraucher als zum Teil heftige Reaktion. Insbesondere, wenn du durch die Bong geraucht und den Wirkstoff Nikotin schnell und tief in deine Lunge inhaliert hast. Dass es deinen Freunden nicht so geht liegt sicher daran, dass sie Zigaretten rauchen. Oder sie haben sich durch das Kiffen mittlerweile an Tabak gewöhnt: Das kann, benutzt man viel Tabak zum Beimischen, auch schnell passieren.
Wenn du diesen etwas anstrengenden Effekt vermeiden möchtest, dann solltest du weniger Nikotin inhalieren. Entweder nimmst du also leichteren Tabak oder weniger – oder einfach beides. Beim Bongrauchen wird sehr tief inhaliert. Daher wirkt Gras, aber auch Tabak, in der Bong viel schneller und stärker, als z.B. bei einem Joint oder einer Zigarette. Auch ein Kopf mit purem Gras wird wohl ziemlich deutliche Effekte zeigen, die dir eventuell sogar unangenehm sind. Daher ist die Faustregel: Wenn es dir zu heftig ist, mach weniger. Also: kleinere Köpfe rauchen, weniger stark ziehen, längere Pausen. Reduziere erst den Tabakanteil, wenn es dir dann immer noch zu heftig ist reduziere auch den Grasanteil. Bongs und Köpfe für die Bong gibt es in vielen verschiedenen Größen. Und gerade die Geräte über 1,20 m sind für den Alltag ohnehin nur bedingt geeignet, da sie oft ziemlich klatschen.“

Jana (19), aus Passau fragt:
„Hallo Kascha,
ich habe es jetzt endlich geschafft, zwei Samen auf meinem Balkon zum Keimen zu bringen. Das sind keine teuren Samen gewesen (habe sie im Gras gefunden), aber meinst du, dass das jetzt noch was bringt? Oder gehen die mir jetzt ein, weil Aussaatzeit war ja von März bis Mai?“

Kascha antwortet:
„Hi Jana,
einem geschenkten Gaul guckt man nicht ins Maul. Du wirst sicher mit deinen Keimlingen keine 300 – 400 g „High Grade“ mehr ernten, aber Hanf ist Hanf und wenn er erst einmal wächst, dann wächst er auch weiter.
Das Problem ist vielmehr, dass die verschiedenen Phasen des Wachstums bei den meisten Hanfsorten (Ausnahme ist Cannabis ruderalis und die daraus entstandenen „Autoflower“-Züchtungen) vom Sonnenlicht abhängt. Das heißt: Bei mehr als 12 Stunden Licht am Tag wächst die Pflanze, bei weniger fängt sie an zu blühen. Für den Indooranbau mit Lampe bedeutet diese Eigenschaft, dass man mit der Lichtkonfiguration beliebig die Blüte einleiten kann. Der Outdooranbau wird allerdings durch den natürlichen Jahreszeitenzyklus bedingt: Je früher man pflanzt, desto größer wird die Pflanze. Gerade wenn die Pflanze erst im Juni oder gar im Juli keimt, wird sie in der Regel nicht mehr sonderlich groß – manchmal nur 50 – 80 cm. Bei guten Bedingungen können aber durchaus noch ordentliche Blütchen entstehen. Für den Indooranbau lässt man die Pflänzchen in der Regel auch nur ein paar Wochen wachsen, bevor sie in die Blüte geschickt werden – das spart Platz.“

Torsten (20) aus Berlin hat eine Frage:
„Hallo Kascha,
ich habe gerade mein Abitur bestanden und will nun eine Ausbildung anfangen. Beim Bewerbungsgespräch wurde ich gefragt ob ich Drogen konsumiere – obwohl ich hin und wieder am Wochenende einen rauche oder ein Bierchen trinke habe ich „nein“ gesagt. Ich muss in meiner Ausbildung (Büro) weder schwere Maschinen bedienen noch Auto fahren. Kann es nun sein, dass demnächst ein Drogentest durchgeführt wird, und was hätte ich dann zu befürchten, denn ich habe ja „gelogen“?“

Kascha antwortet:
„Hi Torsten,
wenn es bei der auszuführenden Arbeit Pflichten gibt, die du wegen Drogen- oder Alkoholkonsum nicht ausführen kannst, beispielsweise nüchternes Fahren bei einem alkoholabhängigen Kraftfahrer oder das Lotsen von Flugzeugen bei einem bekifften Fluglotsen, dann bist du verpflichtet, das deinem Arbeitgeber mitzuteilen. Ohne betriebliche Auswirkungen ist Drogen- und Alkoholkonsum allerdings deine Privatsache – das dürfte für die meisten Bürojobs ohne unmittelbare Verantwortung für die Sicherheit anderer Leute gegeben sein. Bei ungerechtfertigten Fragen „darfst“ du dann also meines Wissens auch lügen. Tritt allerdings ein Konflikt zwischen deinem Drogenkonsum und deiner Arbeit auf, kann dies zu einer fristlosen Kündigung führen. Beispielsweise, wenn du bei einer dienstlichen Fahrt mit Restalkohol am Steuer erwischt wirst. Oder eben, wenn du bei der Arbeit bekifft Unsinn baust.
Ich denke nicht, dass du bei einem Bürojob mit einem Drogentest rechnen musst. Die meisten deutschen Unternehmen führen Drogentests am Arbeitsplatz nur dort durch, wo es aus Sicherheitsgründen Sinn machen könnte. Bei einem Arbeitgeber der sich bereits im Bewerbungsgespräch so ausführlich nach dem Privatleben der Kandidaten erkundigt, wäre ich allerdings vorsichtig: Unter Umständen ist Kiffen dort nicht gern gesehen, und als Cannabiskonsument sollte man an solchen Arbeitsplätzen vorsichtig damit sein, was man aus seinem Privatleben preis gibt. Leider ist ja das Feierabendbier selbst in Berlin bei vielen immer noch viel höher angesehen als der Feierabendjoint.“

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