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Söhne des Windes

In den Hauptrollen Bud Spencer, Casey Jones und eine verdammt hohe Luftfeuchtigkeit
Publiziert am: 01.09.12 - Medienformen: Medienform Text

Autor: mze/ Fotos: Bud Spencer
Casey Jones


Die Zeit vergeht wie im Flug. Buddy is back mit News im Gepäck.
Wir hatten zwar mit Neuigkeiten aus Budspencerhausen gerechnet, dass uns der dicke Italiener so fest ins Herz geschlossen hatte und uns nun konsequent nach jeder erfolgreichen Ernte mit News versorgt, überrascht aber schon. Freuen tun wir uns aber dafür umso mehr, einen glücklichen und freundlichen Hanfbauern gefunden zu haben, der uns ab und an die wichtigsten Seiten im Hanf Journal zu füllen vermag. Denn das ist bei der derzeitigen Gesetzeslage für Bewohner in Deutschland oft mit Gefahren verbunden, weshalb sich wohl die Wenigsten trauen, uns mit Infos und Bildern ihrer heimlichen Grows zu versorgen.
Bud Spencer in seiner dicken Haut, braucht sich vor niemandem verstecken und startete daher nach der Ernte der unbekannten Pflanzen, die er aus gefundenen Samen gewonnen hatte, direkt mit kommerziellen, holländischen Samen der Sorte Casey Jones durch.
Erfahrung mit Klonen hatte er bei den unbekannten bereits gesammelt, so dass nun einer kompletten Selbstversorgung mit Pflanzen nichts mehr im Wege stand. Doch überlassen wir Herrn Spencer das Wort, das wir für euch in Schriftform festgehalten haben. Mr. Spencer, Sie sind dran, was gibt es zu berichten?


„Einiges. Erfreuliches und auch wieder weniger Erfreuliches. Ich hatte durch Zufall einige Samen der Devils Harvest Seedbank aus Holland von einem Bekannten bekommen. Casey Jones heißt die Sorte. Vielversprechende Eigenschaften der Pflanze und die genetische Geschichte machten sie für mich sehr interessant. Devils Harvest Seeds hatte einen original Klon der Trainwreck x Sour Haze x Thai Mischung erhalten und eine Mutterpflanze zur Produktion feminisierter Samen anbauen können. Ein starkes High, eine gute Ernte und eine achtwöchige Blühphase sprachen mich sofort an. Trainwreck hatte mich auf den ersten Bildern, die ich vor Jahren davon erblickte, schon angesprochen, doch leider kam ich bisher nie in den Genuss des Krauts an sich. Somit war ich über den Empfang der feminisierten Casey Jones Samen mit dieser Genetik sehr erfreut. Wie ich die Kernchen keimen ließ, konnte man ja schon in einer eurer vergangenen Ausgaben lesen. Was mit den Pflanzen im Wachstum geschah, erzähle ich jetzt.
Ich gönnte zwei der wachsenden Hänflinge knappe zwei Wochen unter der Wachstumsleuchte, zwei weiteren insgesamt sechs Wochen Wachstumslicht. 18 Stunden ist die Lampe pro Tag in dieser Phase immer angeschaltet.





Trainwreck x Sour Haze x Thai = Casey Jones

Ein feuchter Sommer ist auch Indoor gefährlich

In Rootpouches gesteckt entwickelten sich die beiden, die fortan in die Blühkammer verbannt wurden, prächtig, doch das feuchte, kalte Wetter zu Beginn des Sommers sollte von mir unterschätzt werden. Ich düngte die Mädchen gewohnt meinem Schema entsprechend. Zum Start der Blühphase beträgt der EC-Wert erst 1,0 und wird pro Gießvorgang in Einzelschritten erhöht, bis zum Schluss 2,1 erreicht wird. Der pH-Wert bleibt konstant. Den Empfehlungen von Herstellern gerecht, genau bei 5,8. Für Kokos anscheinend ideal.
Auffällig an den neuen Rootpouch Stoffkübeln war ein höherer Bedarf an Nährflüssigkeit, wobei nicht zu klären war, ob tatsächlich alles von den Pflanzen aufgenommen wurde oder ein großer Teil verdampft in die Luft stieg. Jedenfalls musste ich die 3,8 Liter Pouches alle zwei anstatt wie mit regulären vier Liter Plastiktöpfen alle drei Tage mit Flüssigkeit befüllen. Ungefähr einen dreiviertel Liter Pflanzennahrung vergoss ich pro Topf. Ich nutzte nun extra frisch besorgten GHE drei-Komponenten Dünger, dessen Schema sehr einfach anzuwenden ist. Ein Teil des Düngers nimmt im Laufe des Durchgangs ab, ein anderer zu und der dritte bleibt konstant. Die Pflanzen machten nach vier Wochen einen vernünftigen Eindruck, aber ließen Platz im Harvester übrig, weshalb ich beschloss die zwei anderen dazu zu stellen.
Meine Klon-Methode habe ich nun folgendermaßen gewählt. An dem Tag, an dem die kleinen Pflänzchen in die Blütekammer kommen, werden ihre Triebe entfernt und für die Herstellung von Klonen genutzt. Ich mache mir somit keine Mutterpflanze, sondern zieh die Steckis direkt aus den kommenden Erntepflanzen. Das spart Platz, verhindert mögliche Parasiten, die sich an der Mama festsetzen könnten und vielleicht spart man sogar noch etwas Zeit. Stecklinge können dann schon nach etwa zwei Wochen wieder unter das Blühlicht wandern, aus denen vorher mit Geschick wieder Steckis gewonnen wurden. Die unteren Triebe einer Pflanze hab ich sonst eh immer entfernt, damit die Mainbuds besser bedient werden können. Nun nutzte ich diese zwecks Klonung.
Um auf Nummer sicher zu gehen, bleiben jedoch zwei Exemplare immer etwas länger unter der Metallhalogenleuchte. Durch den gewählten Rhythmus kann ich im Vier-Wochen-Takt zwei Pflanzen ernten. Vielleicht ist es etwas mehr Aufwand verschiedene Düngemischungen zuzubereiten, doch damit habe ich mich arrangiert.
Mit dem Wetter war das leider nicht ganz so einfach.



Nach der Mehltau-Entfernung

Durchgängige Sommergewitter und viel Regen haben den Feuchtigkeitsgehalt selbst in der Growkammer so erhöht, dass ich in der sechsten Woche entsetzt feststellen musste, dass sich an den trächtigen Mainbuds etwas Schimmel gebildet hatte. Pilzköpfe spielten ein Privat-Konzert in meiner Butze. Dabei dachte ich zuvor, das nur Open Air mit einem solchen Auftritt gerechnet werden muss. Verdammt.
Ein paar Tage zuvor hatte ich mir extra ein neues elektronisches Hydro-Thermometer besorgt, da mein altes analoges Wahnwerte anzeigte, sowie einen kleinen Ventilator, den ich aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse in meine Growkammer einbauen wollte.
Hier ließ ich mich sogar von eurem aktuellen Exzessivset inspirieren und griff zu den beiden empfohlenen Modellen. Natürlich zwang mich das hektische Leben aber zu einem Aufschub beim Einbau. Der Dank waren einige pitschnasse Stellen inmitten der wulstigen Knospenbreiche.
Da ich keine Schwefelmaschine besaß, riss ich circa 20 Gramm befallenes Marihuana von den faulenden Pflanzen und versenkte es auf dem Boden des Toten Meeres, baute in einer Nachtaktion Hygrometer und den Ventilator ein und hoffte, dass ich den Rest retten würde.

Mehr Luft- weniger Probleme

Das Hydrometer erklärte mir dann direkt das Vorkommnis durch eine Luftfeuchte von über 80 Prozent innerhalb der Growkammer. Diese bot den reifenden Mainbuds keine Chance gesund zu sprießen. Der Ventilator sorgte dann glücklicherweise für starke Luftzirkulation, das Wetter wurde etwas besser und die befallenen Stellen trockneten schnell. Die Feuchtigkeit fiel konstant unter 45 Prozent. Drei Tage später war mir der Ärger dann die Lehre wert und ich köpfte die beiden noch nicht ganz fertigen Casey Jones Hanfpflanzen. Da in fünf Wochen die nächste Ernte angekündigt war, sollte diese Aktion, im nassen Hochsommer hoch potentes Hollandgras ohne Wind anbauen zu wollen, nur eine weitere lehrreiche Erfahrung sein, die sich so nicht wiederholen wird und über die man sich nicht länger ärgern sollte. Die beiden folgenden Pflanzen standen nun unter dauerhafter elektronischer Beobachtungen und dazu bekamen sie einen Sturm geblasen, so dass diese ohne weiteren Trouble bis zur Vollendung reifen können.



Besser mit Wind

Diese Ernte muss mich nun wieder vier Wochen versorgen, bis die nächsten zwei schon in der Blüte angekommenen Caseys dran sind. Platztechnisch hab ich nun auch schon nach zwei Wochen nachgelegt, da genügend Steckis vorhanden sind und ich mich ans ausloten der Auslastungsgrenze wagen möchte. Mit extra Düngeradditiven der Firma Aptus bereite ich mich gerade auf den Aufstieg in die Profiliga vor. Die praktischen kleinen Helfer sind hervorragend zu dosieren und versprechen beste Ergebnisse dank perfekt aufeinander abgestimmter Mineralstoffverhältnisse.
Da die vorherigen Casey Jones Pflanzen während der Blüte in frischem Cocostar Kokos leichte Mängelerscheinungen in Form gelber Blätter hatten, hoffe ich mit den Aptus Präparaten nun entsprechende Gegenwehr zu bieten und den Ertrag noch etwas zu erhöhen.
Ob die zu verwendenden homöopathischen Mengen der speziellen Extrakte helfen und ob sie halten was amerikanische Grower versprechen, verrat‘ ich nach dem nächsten Grow mit den geklonten Söhnen der Winde.

Das Gras ist stark in diesem da, doch verboten nachmachen ist!



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